Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Dienstag, 19. Mai 2015

die Schleife ist eine Spirale!

Da habe ich mir einen blöden Titel für diesen Beitrag ausgedacht. Stimmts? Das scheint aber nur auf den ersten Blick so. Denn eigentlich möchte ich damit nur aufzeigen, dass ich mich mit meinen permanenten Wanderbesuchen in Holzhau keinesfalls in einer Zeitschleife bewege. Und täglich grüßt der Wandersmann, ist eben nicht immer gleich, sondern gelangt wie eine Spirale in immer neue, jedoch miteinander verbundene Ebenen.

In immer wieder Holzhau hatte ich diese Veränderung in der Gleichheit schon einmal beschrieben. 
So sitze ich also auch jetzt hier zu Hause und sinniere über den nächsten Kurzurlaub nach Holzhau nach, welcher wohl irgendwann im Juni stattfinden wird. Und mit einem Gedanken daran, werde ich wohl heute Abend auch einschlafen. 
Mein grober Plan sagt mir, dass ich demnächst wieder einmal über den Reitsteig wandern möchte. Dieser Weg ist außerordentlich schön und gut zum Anwandern geeignet. Außerdem denke ich bereits seit geraumer Zeit über eine Mehrtälerwanderung nach Schmiedeberg nach. Angedacht war dieses eigentlich schon für den Osterurlaub. Das Wetter ließ solches aber dann nicht zu.  So werde ich also vielleicht im Juni über Mulden- Weißeritz- und Pöbeltal nach Schmiedeberg und Pöbel- Weißeritz- und Gimmlitztal zurück wandern. Wobei man meine Arbeitsbezeichnungen der Täler nicht so ernst nehmen sollte. Zumal es sich bei der Weißeritz um mehrere Täler handelt. Wir haben es ja mit der Roten Weißeritz und der Wilden Weißeritz zu tun. 

Ein Hauch Wilde Weißeritz ist auf unserer heutigen Walter Richter Karte. In dessen Tal unweit des Nordufers dieses Flüsschens steht am Hang das ehemalige Jagdschloß Rehefeld.



Montag, 11. Mai 2015

1. Holzhauer Wandertag

Wie auch hier im Blog angekündigt, fand vom 8. - 10.5. der erste gemeinsame Wandertag von Kolleginnen und Kollegen "meiner" Firma statt. Dank der freundlichen Unterstützung unseres Dienstplaners, konnten insgesamt 6 von uns, welche mit Weiblein und Männlein und in den Altersgruppen von Mitte 30 bis Anfang 60 auch als repräsentativ für die Firma gelten können, an diesem Höhepunkt teilnehmen. 
Der zweite Dank gilt den Tarifparteien der Deutschen Bahn. Da Bahn und GDL sich nicht einigen können, kam es zu einem längeren Streik. Dieser verhinderte die geplante Bahnfahrt und zwang uns in die Autos. Damit waren wir aber 3 Stunden früher da und erhielten dadurch die Möglichkeit einer zusätzlichen Wanderung. 
Womit wir beim Programm sind. 
Diese ersten 4 1/2 Kilometer führte über N-Weg, Buchensteig, Zimmtelle und Schanzenweg rund um die Brettelle, mit seinem herrlichen Mischwald und bis zu 50 Meter hohen Bäumen. An der Kreuzung von Buchensteig und Brettellenweg, wurde diese schöne Natur bei einer Rast ausgiebig betrachtet und mit einem Glas Sekt gewürdigt. Der Abend klang aus, mit einem gemütlichen Beisammensein in der Gaststube unserer Quartiers - dem Holzhauer Erbgerichtsgasthof. Neben dem traumhaften und durchgängig von Allen gelobtem Essen, gab es dabei eine Verkostung des guten Rechenberger Bieres und der nicht minder wohlschmeckenden und gesunden Kräuterliköre aus dem Erzgebirge. Das Wichtigste für uns, waren jedoch die gemeinsamen Gespräche. Für Schichtdienstler ist es sonst eigentlich kaum möglich, eine gepflegte Unterhaltung zu führen und sich über Erfahrungen, persönliche Erlebnisse, Hobbys und Privates auszutauschen.
Am zweiten Tag, fand nach einem ausgiebigen Frühstück die geplante Hauptwanderung statt. Teilnehmer, welche meinen Blog aufmerksam gelesen hatten konnten ahnen, das ich dafür meine Lieblingswanderung geplant hatte. Trotzdem war das Erstaunen groß, dass man auch im Erzgebirge derartig körperlich anstrengende Anstiege bewältigen muss. Immerhin hat man auf den 1 1/2 Kilometern des Dreitellenweges mehr als 150 m Höhe zu gewinnen. Also einen durchschnittlichen Anstieg von 10% zu schaffen. Und wir wissen ja, wie das mit dem Durchschnitt ist. Daher gab es in der Mitte des Hinweges zum Ziel "Weicheltmühle" eine Vogelbeerrast. Das geschah an der Gimmlitzquelle. Die Vogelbeeren waren, des besseren Transportes und längerer Haltbarkeit wegen als Likör verarbeitet. 
Durch das schöne Gimmlitztal führte der Weg weiter zur Weicheltmühle. Dort erwartete uns ein von der Wirtin vorsorglich reservierter Tisch am großen grünen Kachelofen. Welcher beim sonnigem Wetter allerdings nicht in Betrieb war. Zum Essen nur so viel: ich bekam endlich, die bereits zu Ostern geplanten Buttermilchgetzen zu essen. 
Solch Wanderung dient selbstverständlich nicht nur der Bewegung an der frischen Luft sondern auch dem Erkenntnisgewinn. So erfolgte also auch noch die Besichtigung des technischen Denkmals der Mühle. Welche eben nicht nur Pension und Wandergaststätte, sondern auch liebevoll gepflegte und funktionierende Wassermühle ist. Ganz erstaunlich, welche Kraft der kleine Fluss, kaum 5 km von seiner Quelle entfernt bereits gewonnen hat.
Zurück ging es über den "Pass" von Krötenbach- und Brettellental. Der Anstieg ist hier nicht so erheblich wie der über die Dreitelle. Damit wir die Regenbekleidung und andere Schutzmittel gegen von oben eindringendes Wasser nicht umsonst mitgeschleppt hatten, schickte uns der Himmel einen zwar nur 20 Minuten währenden, aber heftigen Regen. Selbstverständlich erst, nachdem wir die Schutzhütte passiert hatten.
Der Tag endete ähnlich wie der Erste - in einem ausgezeichnetem Abendbrot und angenehmen Gesprächen. Durch die Wanderung gezeichnet, musste aber die Hälfte der Teilnehmer bereits nach dem Essen selbst aufgeben und die Wunden mit heißen Duschen und einem medizinischen Gel behandeln. Der harte Kern (Altersdurchschnitt 57!) überzog auch an diesem Tag, freundlich erduldet, die reguläre Schließzeit der Gaststätte nicht unerheblich. 
Dank der Selbstpflegearbeiten waren am 10.5. aber wieder alle fit und nach dem Frühstück bereit eine weitere Wanderung durchzuführen. Sie führte uns erneut an eine Quelle. Diesmal war es keine Quelle eines Flusses, sondern die Quelle des Rechenberger Bieres. Der schöne Holzhauer Vorort Rechenberg ist ja nur 3 km entfernt. Nach einer Verkostung des gesunden Getränks ließen wir uns im Rahmen einer sachkundigen Führung den Produktionsprozess und vieles Andere um das Bier herum erläutern. Wichtig für uns: auch über die schwere Arbeit der Beschäftigten in diesem Dienstleistungsbetrieb wurde wurde kein verbaler Bogen gemacht. 
Über den schönen Schanzenweg ging es sonnig zurück ins Quartier und nach dem Mittagessen, leider nach Hause. Mit dem Trost im Gepäck, so etwas einmal wiederholen zu können. 
Nicht unerwähnt darf bleiben - unser Unternehmen beteiligte sich mit einem kleinen finanziellen Beitrag an unserer Aktion. Nicht gerade üblich.

Als Foto unser Quartier in einer Ansicht von vor 90 Jahren.


Freitag, 1. Mai 2015

Gemeinsame Freude ist vielfache Freude

Urlaub und Ferien sind besonders schön, wenn man sie mit Menschen verbringt welche man sehr mag. Nicht umsonst legen WIR Wert darauf den Urlaub so zu planen, dass die Familie dabei ist. Denn wen liebt und benötigt man mehr, als den Lebenspartner und die Kinder.
Dieses Thema ist aber damit keineswegs erschöpft. In einem Beitrag berichtete ich bereits von gemeinsam mit Freunden verbrachter Ferien. Bezog mich dabei vor allem auf die Kindheit. So schwer es ist, es gibt auch noch ein Leben nach der Kindheit. In dieser verbringt man einen (hoffentlich) guten Teil seines Lebens mit Menschen außerhalb des engen Familienkreises, vor allem am Arbeitsplatz. So man einen hat. Durch solche Kontakte ergibt es sich zwangsläufig, dass man manche davon besonders schätzen lernt. Warum also nicht auch einmal mit diesen liebenswerten Menschen mal etwas gemeinsames unternehmen, was so etwas wie Urlaubsfeeling hat? 
Dank der Initiative einer Kollegin, werden wir das in Kürze durchführen und im halben Dutzend in eine der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands - das Erzgebirge fahren. Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird ahnen wohin es konkret geht. Selbstverständlich nach Holzhau. Dort werden wir gemeinsam eine Wanderung zelebrieren, die erzgebirgische Gastfreundschaft genießen und wohl auch viel plaudern. Denn dazu kommen wir bei unserer Arbeit leider nur selten.
Den Segen des Wettergottes haben wir auf jeden Fall, das sagt mir meine Erfahrung. Nicht ganz so sicher bin ich mir da bei der GDL. Denn die dort organisierten Kollegen der Bahn, sollen uns ja transportieren.

Als Ansichtskarte daher heute mal einen Bahnhof, den von Bienenmühle. Mit Zug. Die Karte stammt aus dem Jahr 5 des Bestehens dieser Gewerkschaft.




Nicht wundern. Ich habe die Karte noch einmal ausgetauscht. Nicht wegen des Bahnstreiks, sondern weil ich die Bahnhofskarte vor kurzem schon einmal benutzt hatte. Dafür jetzt eine ebenso schöne Karte mit einer anderen wichtigen Institution: der Rechenberger Brauerei.