Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Samstag, 24. Juli 2021

"Niemand hat die Absicht, einen Fußweg zu errichten"

Ich weiß, ist geklaut. Walter Ulbricht wird mir mir das verzeihen. Zu häufig wurde der Satz falsch interpretiert. Manchmal muss man Dinge eben tun, ohne die Absicht zu haben. 

Zum Thema - in welchen man auch "Radweg" einsetzen könnte. Die Absicht Wege für Fußgänger und Radfahrer zu bauen, hat man offenbar wirklich nicht. Ich habe letztens mal kurz in Holzhau vorbei geschaut. Die S185 ist jetzt auch durch Holzhau fertig gebaut. Recht ordentlich Straßenverhältnisse, für alle welche schnell durch Holzhau hindurch fahren wollen. Naja, größere, vor allem breitere VAN haben schon Vorbeifahr-Probleme, so sie aus beiden Richtungen durchs Dorf brausen. So wie es den vielen breiten LKW auch geht, welche dann mal kurz auf dem Randstreifen weiterbrettern. 

Wie schon beim Straßenbau außerhalb des Ortes*, ist es allerdings erneut nicht gelungen, einen Gehweg für die Leute im Dorf zu bauen. Welcher auch für andere Menschen wichtig wären. Nämlich die, welche ins Wanderdorf als Urlauber kommen sollen. Als Fußgänger wird einem praktisch der Eindruck vermittelt, man wäre gar nicht so recht willkommen. Wenn man ein Quartier im Tal gebucht hat, gibt es keine Möglichkeit, ohne Nutzung der stark befahrenen Straße in den Wald zu gelangen. Das frisch neben der Straße aufgeschüttete Schotterbett (für eine Straßenbahn??) darf man sicher nicht betreten. Es ist mit seinen scharfen und lose liegenden Steinen auch gefährlich zu begehen. Und sollte zerstörerisch auf Schuhsohlen wirken. 

Das gilt alles gleichermaßen für Radfahrer. Auch wenn mit "Blockline" etwas für sie getan wird. Ein Radweg, wäre schon schön. Es genügt eben nicht die Leute nur anzulocken und Wanderwege für sie frei zu machen. Wie zum Beispiel den Heuweg, welcher nun ebenso wie seit längerem u.a. der Habichtsgrundweg durch Radfahrer zerpflügt wird. Viele davon hätten, da motorisiert noch vor einiger Zeit als Kleinkrafträder ein Fahrverbot im Wald gehabt.

Es gibt aber auch gute Nachrichten für Wanderer. Der Reitsteig zwischen N-Weg und Kalksteig ist in einen hervorragenden Zustand versetzt worden. Besser begehbar, als die besten Abschnitte des neuen Weges an der S185. Dieser beste Abschnitt ist der zwischen Brettelle und Straße zum Skihang. Wäre dieser noch 12 m länger gebaut worden, wäre es aber besser gewesen. Dann müssten nämlich Fußgänger nur eine und nicht zwei Straßen überqueren, um auf die andere Seite zu gelangen. Das wird aber sicher erst dann gemacht, wenn dort ein Gehweg entsteht.


*Der schöne und auch für Ältere sowie Menschen mit Gehhandicap geeignete Muldentalweg zwischen dem östlichen Ortsausgang Holzhaus sowie Teichhaus, hängt ja praktisch in der Luft. Weder auf dem östlichen noch dem westlichen Ende des Weges existiert ein für Fußgänger sicherer Zugang. Das ist besonders auf der "Holzhauer" Seite spürbar, da hier außerdem noch die Sicht beschränkt ist.


Mittwoch, 15. Juli 2020

Das scheue Reh und die Bank

Wieder einmal für eine längere Zeit in Holzhau gewesen - 2 Wochen. Manchmal meint man ja, in solchen Orten wäre die Zeit stehen geblieben, denn rein äußerlich ändert sich doch eher wenig. Ein Zeitreisender aus der Mitte vom vorigen Jahrhundert würde sicher manch Neues entdecken, insgesamt seinen Ort jedoch wiedererkennen. Er wäre möglicherweise erschrocken, welch Armut an Dienstleistung an den "normalen" Dingen herrscht. Lebensmittel einkaufen, durch den Besuch eines entsprechenden Geschäftes ist ja schon seit längerem nicht mehr möglich. Das betrifft ebenso die postalischen Dienstleistungen. Die Post nahm früher ja auch Bankdienstleistungen wahr. Wichtig in Orten ohne Sparkassenfiliale. Eine solche befand sich bis vor kurzen noch, im nachbarlichen und nahe gelegenen Rechenberg. In der Auslegung des Versorgungsauftrages der Sparkassen, ist diese aber (wie etwa 1/3 aller Filialen in Mittelsachsen) nicht mehr erforderlich und wurde nun durch ein - alle 2 Wochen für 90 Minuten auftauchendes Sparkassenmobil "ersetzt". Ich prophezeie mal - auch das wird mal verschwinden. Schlecht ist das vor allem für ältere, wenige mobile Menschen. Diese können sich auch nicht mehr so leicht auf online-Banking umstellen. Was bei der Internetqualität vor Ort ja ohnehin eine Herausforderung ist. Lokale kleine Proteste halfen übrigens nicht, um hier etwas zu verbessern. Gar Schließungen rückgängig zu machen. So eine große Lobby haben eben alte Sparkassenkunden auf dem Lande nicht. Ganz anders als die vielen tausend Motorradfahrer, welche sich fanden, um für ihr Recht auf Lärm zu demonstrieren. 

Es gibt aber banktechnisch auch gute Nachrichten. Der rührige Holzhauer Heimatverein hat nicht nur weitere Bänke umfassend restauriert, auch an der Einmündung des Viertellenweges in den Muldentalweg steht jetzt wieder ein schöne Bank. Damit fehlt eigentlich nur noch eine Bank auf halber Strecke zwischen der "Förstersitzecke" und der Viertelle um den Muldentalweg auf dem Wege von Holzhau nach Teichhaus auch für weniger Rüstige voll begehbar zu machen.
Ebenfalls vom Heimatverein - nicht auszudenken, wenn es diesen nicht gäbe - wurden gegenüber vom Hotel "Lindenhof" schöne Bänke aufgestellt. Diese ergänzen jetzt das Ensemble aus Milchrampe und Streuobstwiese. Sahnehäubchen der Sitzgruppe bildet ein, einem Thron ähnlicher Altersruhesitz. Selbstredend mit Armstützen und überdacht.

Bank an der Viertelle.

Milchrampe, Altersruhesitz und Streuobstwiese


Samstag, 20. Juli 2019

UNESCO Weltkulturerbe in Holzhau

Das Erzgebirge hat es geschafft. Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří wurde kürzlich zum Weltkulturerbe erklärt. Ich rate mal - von Holzhau wird da nicht gesprochen - in aller Munde und auf Schecks sind dann nur die üblichen Verdächtigen, also die größeren Orte mit der Endung "Berg" zu finden. Ich irre mich jedoch gern.

Aber selbstverständlich gehören auch Orte wie Holzhau zum montanen Erbe. Über die Mulde wurde bereits vor Ortsgründung Holz nach Freiberg geflößt - ohne Holz und Holzkohle kein Bergbau in Freiberg. Letztlich erfolgte die Gründung des Ortes auch nur, weil Holz für den Bergbau benötigt wurde und es damals noch keine Hotels zur Beherbergung und Beköstigung der holzhauenden Fachkräfte gab.
Aber vor Ort kann man sich darüber - so man will - genauer informieren, als über mich. Im Rechenberger "Flößerhaus" sollte man sachkundig sein.

Ich hätte aber einige Ideen, wie man die Sache mit dem Weltkulturerbe praktisch auf Holzhau anwenden könnte. Indem man zum Beispiel auch zum Bergbau Themenwege anlegt, bzw, vorhandene Wege entsprechend beschildert. Das hat möglicherweise auch Einfluss auf den heutigen Wirtschaftszweig Fremdenverkehr. Denn Touristen wollen und sollten unterhalten werden, will man, dass sie wiederkehren und Mundpropaganda für die Gegend machen.

Themenweg 1 Muldenflöße könnte vom Flößerhaus zum SWF in Neuhermsdorf führen. Da hätte man an Anfang und Ende eine Einkehr. Nämlich das Wirtshaus am Trostgrund oder den Schalander im Brauereimuseum und am anderen Ende das SWF.
An der Strecke befinden sich vielfältige Denkmale des Muldenflößens. Mal ganz abgesehen davon, dass er durch schöne Natur führt und keine großen Höhenunterschiede aufweist. Allerdings wäre ein Lückenschluss zwischen Ortsausgang Rechenberg und Holzhau gut. So vermeidet man das ermüdende Wandern auf der Straße. Oder man bezieht die Eisenbahn in die Wanderung ein. Das hätte den Charme, gleich am Bahnhof Holzhau eine Einstimmung für einen zweiten Themenweg zu erhalten  ....

Themenweg 2 Kähnelbahnwanderung ... denn 100 m östlich des Holzhauer Bahnhofes hat der Holzhauer Heimatverein ein kleines Denkmal am Anfangspunkt der früheren Materialseilbahn (Kähnelbahn) zwischen Bahnhof Holzhau und Kalkwerk Hermsdorf errrichtet. Dort hängt seit diesem Jahr ein Kähnel an einem Stück Seil. Gleich daneben befindet sich seit vielen Jahren eine Tafel, auf welcher der leider verstorbenen Holzhauer Ortschronist Egon Bellmann die Bahn anschaulich beschreibt.
Der Einstieg in den Themenweg könnte dann dort sein, wo auch der Rundweg auf den Försterfelsen beginnt. Dort ist der Zuweg zum Kalksteig. Über diesen gingen die Holzhauer Arbeiter des Kalkwerks Hermsdorf zur Arbeit. Wenn sie nicht illegal mit einem Kähnel fuhren.
Aber dieser Weg müsste ausgeschildert und im unteren Teil auch von quer liegenden Bäumen befreit werden.

Themenweg 3 Floßgrabenweg ist uns schon bekannt und existent. Vor allem für Gäste der Fischerbaude gut erreichbar.

Ich hoffe mal, dass FVA wird da aktiv. Als Wander- und Erlebnisdorf ist man das sich und seinen Gästen ja irgendwie schuldig ....

Und was bietet uns Walter Richter an einer Karte dazu? Ich nehme mal das Teichhaus. Ist zwar nur der Neubau. Aber in der Nähe des richtigen Teichhauses als Denkmal der Muldenflößerei.





Sonntag, 14. Juli 2019

Wanderdorf Holzhau

Der Titel ist nicht ganz vollständig, Holzhau wirbt als Ski- und Wanderdorf. Jedenfalls gehört der Wanderer mit zur Zielgruppe. Sagt man. Schauen wir mal, ob das so ist.

Das Beste zuerst. In und um Holzhau wird man immer noch gut bis hervorragend gastronomisch betreut. Montag bis Sonntag im "Lindenhof" und "SWF" (Neuhermsdorf), Dienstag bis Sonntag in der "Fischerbaude", Sonnabend bis Mittwoch im "Eschenhof", Donnerstag bis Montag im "Trostgrund" (die Ortsübliche Bezeichnung gefällt mir aus historischen Gründen nicht) in Rechenberg. Ich hoffe dass ich keinen vergessen habe. Meine Lieblingspension das Holzhauer "Erbgericht" bietet für Pensionsgäste auch weiterhin Frühstück und Abendbrot an. Auch haben alle die Hoffnung, dass sich eine Köchin oder ein Koch finden, damit die Gaststätte auch wieder häufiger öffentlich ist.

Nun jedoch zum Wanderdorf. Auf der Erlebnisdörferseite wirbt das Holzhauer FVA: Immerhin stehen ... im Sommer rund 130 km Wanderwege und vielfältige Möglichkeiten für Radwanderungen ... zur Verfügung. Ich habe das nicht nachgemessen, muss aber dennoch widersprechen. Selbst wenn es diese 130 km gibt, sie stehen eben nicht zur Verfügung! Und das sage ich gleich vorweg, dieses scheint mir nicht an der komplizierten Waldsituation zu liegen - viele schwere Stürme mit riesen Waldschäden, Schneebruch in Größenordnungen und jetzt noch der Borkenkäfer. All das stellt große Anforderungen an die Zuständigen vom Forst. Es findet mein Verständnis, wenn nicht alle Wege schnell freigeräumt werden können, daher zur Zeit noch stärker als sonst andere Prioritäten gesetzt werden müssen, als für die wenigen Wanderer Wege zu räumen. Ich weiß aber auch: wo ein Wille ist, ist ein Weg und da wo keine Wille ist, findet sich ein Grund.

Einige Beispiele zur Situationsbeschreibung aus aktuellen Tests auf der Kannelbergseite.
1. Buchensteig, N-Weg, Reitsteig, alles wichtige und schöne Wanderwege sind durch quer über den Weg liegende Einzelbäume blockiert. Das besonders ärgerliche: diese Wege wurden erst in den vergangenen Jahren durch rührige Holzhauer Einwohner neu ausgeschildert (und wohl auch selbst finanziert). Diese können nun nicht benutzt werden, weil ein oder zwei einzelne Bäume seit mehr als einem Jahr die Nutzung, gerade für ältere Wanderer unmöglich machen. Das sie dort noch liegen, zeigt nicht Probleme der Waldsituation, sondern Desinteresse.

2, Der Muldenwanderweg zwischen Holzhau und dessem Ortsteil Teichhaus. Auch wichtig als Weg hinüber nach Neuhermsdorf mit dem SWF und nach Moldava. Wegen Forstarbeiten ab etwa 100 m nach der Sitzgruppe gesperrt. Der Wanderer läuft reichlich einen Kilometer in den Weg hinein und dann spannt sich ein Schild mit dem Verbot über den Weg. Auch zu Zeiten, wenn keine Arbeiten stattfinden. Kann man denn da nicht einfach ein Zusatzschild mit Sperrzeiten anbringen? Der Weg ist alternativlos! Warum? Mögliche Wanderalternativen sind zwar vorhanden, jedoch nicht nutzbar. Der Bahndamm ist von hohem Gras bestanden, habe darum gar nicht weiter getestet, ob dann noch ein Verbotsschild wegen Biotopschutz steht oder Bäume quer liegen. Diese liegen auf jedem Fall über dem Eisenbahnerweg. Der Wandersmann kann als nicht in Richtung Osten wandern, wenn er in einem Talquartier untergebracht ist. Ich nenne es Desinteresse. Man möge auch nicht von finanziell begrenzten Möglichkeiten sprechen. Auch potentielle Touristen haben nur begrenzte Finanzen. Warum sollten sie also auf Dauer ins Wanderdorf Holzhau fahren, wenn sie dort nicht wandern können.

Was geht noch? Also man kann noch sehr schön über Brett- und Dreitelle, Proßweg, und die Kalkstraße laufen. Sollte jedoch bedenken, das die Brettelle und die Kalkstraße asphaltierte Straßen sind und prüfen ob man um auf Straßen durch den Wald zu laufen extra ins Erzgebirge fahren will.

Vielleicht lohnt es auch nicht mehr etwas an den Wegen zu machen. Eisenbahnenthusiasten träumen ja vom Eisenbahnlückenschluss zwischen Holzhau und Moldava und betreiben dafür ordentlich Werbung. Jedenfalls mehr, als ich in letzter Zeit übers Wandern feststellen konnte.

Dieser Lückenschluss hätte viele Vorteile. Bei unseren tschechischen Nachbarn würden dann Strecken und Brücken saniert. Während der Zeit der Bauarbeiten könnten die Bauarbeiter in den Anliegenden Hotels und Pensionen prima untergebracht und versorgt werden. Das Problem ob man auf dem geschützten Bahndammbiotop wandern darf oder auch nicht stellt sich dann auch nicht mehr.

Und wenn die Lücke dann geschlossen ist, müssen die Liebhaber des alpinen Wintersports nicht mehr darum bangen, ob der Betrieb des Skihanges in Holzhau gesichert bleibt, man muss auch nicht mehr darüber nachdenken, ob künstliche Beschneiung gut ist. Die Leute welche am Hang wohnen haben keinen Lärm durch Apres Ski mehr zu fürchten. Denn warum in Holzhau am Skihang aussteigen, wenn ein paar Stationen weiter der Bournak mit seinen herrlichen Abfahrten lockt?

Mit dem Auto nach Holzhau fahren kann man ja dann schon lange nicht mehr. Verbrenner lässt die sächsische AfD Regierung nicht mehr fahren, obwohl die Grünen jeden Freitag gegen das Verbot demonstriert hatten. Aufladen lassen sich E-Autos aber nicht in der schwach besiedelten Region.

Die tschechischen Mitarbeiter der Holzhauer Restaurants können dann, dank größerer Besucherzahlen wieder in der Heimat arbeiten. Es finden sich sicher auch noch Arbeitsplätze für die paar verbliebenen deutschen Gastronomen.

Und nicht zu vergessen: jedes Jahr zu Pfingsten können dann die, nun greisen Bahnenthusiasten eine Fahrt auf der nun vollständigen Bahnstrecke machen. Mit Zwischenstop in Neuhermsdorf. An diesem Tag öffnet der ehemalige SWF Wirt das Hotel um die Enthusiasten im königlichen Empfangssalon einen Kamillentee oder ein böhmisches Bier zu kredenzen. Denn die Brauerei Rechenberg gibt es dann ja, mangels Abnehmern auch nicht mehr.

Klar, eine passende Karte haben wir auch. 2039: der Zug nach Freiberg, über Holzhau fährt gerade aus dem Bahnhof Moldava ab. Dort muss die die selbstfahrende E-Lok immer durch eine Dampflok ersetzt werden. Ist romantischer und verdeckt den Umstand, dass es in Mittelsachsen immer noch kein 5g netz gibt. Man munkelt aber 8g soll dann wirklich kommen.



Freitag, 5. April 2019

mal kurz vorbei geschaut ...

... in der Gegend. Es ist ja auch immer wieder und immer noch schön in Holzhau und Umgebung. Obwohl diese immer wieder von, wegen Wind- oder Schneebruch fallenden Bäumen gebeutelt ist. Nicht nur die stets wegen Fallsucht gescholtenen Fichten kippen um. Es trifft auch Buchen, welche es samt Wurzel einfach aus dem Boden und somit aus dem Leben reißt. Und - Buchdrucker treiben ihr Unwesen - obwohl der Trend doch zum e-book geht.
Ohne Spur geht das sicher nicht am Fremdenverkehr vorbei. Da wo lange Zeit Bäume quer über den Wegen liegen, lässt sich schwer wandern. 
Familie Dietrich - Betreiber des SWF in Neuhermsdorf stemmt sich erfolgreich dagegen. In ihrem "Reich" ab "Schüsse in Marienbad Brücke", ist der entlang der Grenze verlaufende Weg fein geräumt. Auch von Bäumen. Damit senden sie ein Signal, welches lautet: Touristen sind hier willkommen. 

Anders schaut es allerdings in den Wäldern rund um Holzhau aus. Selbst auf dem Muldenwanderweg zwischen Holzhau und seinem Ortsteil Teichhaus ist nichts beräumt. Obwohl jemand mit Säge da war. Denn ein oder zwei Schnitte, an den über den Weg liegenden Stämmen sind gemacht. Aber eben so liegen gelassen worden. Ob gewollt oder ungewollt - als Wanderer sehe ich ein klares Zeichen. "Wandere lieber wo anders. Nicht bei uns." 

Aber bald soll man, zumindest wenn es nach einigen Enthusiasten geht, wieder mit dem Zug fahren können. Und muss nicht wandern. Hat sich tatsächlich, der Zuspruch zur Eisenbahn derartig erhöht, dass es lohnt, die Strecke nach Böhmen wieder zu komplett zu verbinden?

Den Fremdenverkehr nach Holzhau dürfte das jedoch kaum beleben. Die Wintersportler könnte es aber freuen. Sie müssten dann nicht in Holzhau aussteigen, sondern könnten gleich bis zum Bournák (Stürmer) durchfahren.

Die heutige Karte von W. Richter, gibt da schon mal eine Vorschau. Jedenfalls auf einen Teil der dann erreichbaren Bahnstrecke.