Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.
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Dienstag, 26. Juni 2018

Was tun?

... in Holzhau.
Schon das fünfte Mal seit 2015 waren ich gemeinsam mit Arbeitskollegen in Holzhau zum Wandern. Nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele. Obwohl das Wetter doch so ziemlich durchwachsen war, hat es Freude bereitet und fand hauptsächlich wirklich im Freien statt.

Hier also nochmals eine Werbung für Holzhau und seine Umgebung. In welcher man eben nicht nur, inmitten alter Bäume gut wandern, sowie in Gaststätten das leckere Rechenberger Bier und gutes Essen genießen kann.

Aus dem Stegreif noch einige interessante Wanderziele. Zwar solche, welche man zu Fuß erreichen kann.
- Kinderbuchausstellung im Holzhauer Vereinshaus,
- sächsisches Brauereimuseum im 2 - 3 km entfernten Rechenberg,
- Flößerhaus mit Garten, ebenfalls in Rechenberg,
- Eisenbahnmuseum und königlicher Empfangssalon in Neuhermsdorf 
(7 km weit weg)
- Dorfkirche Nassau mit Silbermannorgel, auch so etwa 7 km Weg,
- etwas weiter weg (15 km) ist Frauenstein mit Burg und Schloss. Als Gesamtkunstwerk auch sehenswert.

Die Karte von Walter Richter aus dem Jahr 1932 zeigt im Hintergrund die Nassauer Kirche.


Montag, 25. August 2014

schätzen Sie mal!

So hieß eine beliebte Fernsehsendung des DDR-Fernsehens. Die drei Teilnehmer X, Y und Z mussten Schätzungen zu Fragen aus Wissenschaft, Natur oder einfach dem Leben abgeben. Die im Saal anwesenden Zuschauer ermittelten ihren besten Schätzer, welcher dann den Beruf von X, Y und Z erraten musste. Das ganze wurde mit ein wenig Show umrahmt. Lt. www gab es 111 Sendungen. Das ist eine s.g. Schnapszahl, welche mich zu meiner Schätzfrage führt. Diese hatte ich spaßhaft schon einmal gestellt. Wieviel kleine Rechenberger habe ich bisher getrunken?

Im vergangenen Urlaub habe ich mich daher mal ein wenig beobachtet. Dabei festgestellt, dass mein Verbrauch etwa dem eines Kleinwagens entspricht. Das sind 5 Liter auf 100 km. Das sind 20 kleine (0,25 l) Gläser. Da ich nahezu alle meine Wanderkilometer im Biertrinkeralter gelaufen bin, kann ich 10.000 km als Laufleistung veranschlagen. So wären das also 2.000 Bierchen gewesen. Vielleicht auch einige mehr. Denn der Motor wurde optimiert. Prost!

Als Ansichtskarte bietet sich hier die der Raffinerie oder einer Zapfstelle an. Ich entscheide mich für letzteres: meine Lieblingszapfstelle, den Holzhauer Erzgebirgsgasthof "Erbgericht".


Dienstag, 31. Dezember 2013

Wilhelm Busch gibt mir das Wort ...

... wenn er uns sagt:

Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster,
der von vergangenen Zeiten träumt,
an die Gelegenheit zum Laster,
die er versäumt. 


Unter Laster verstehen sich verpasste Gelegenheiten für schöne und angenehme Stunden. Mein auslebbares Laster ist und bleibt die Liebe zur Natur, welche ich besonders gern in Holzhau und seiner schönen Umgebung auslebe. Liebevoll unterstützt durch Herbergen und Stätten kulinarischer Erbauung. Wenn ich so in den Kalender des Jahres 2013 schaue, fallen mir versäumte Gelegenheiten auf. Auch im Jahr 2014 werde ich wohl nicht alle Möglichkeiten diesem Laster zu frönen wahrnehmen können, bemühe mich jedoch, nicht all zuviel zu versäumen. 

Meine Hoffnung besteht darin, diese Gelegenheiten möglichst oft in Begleitung meiner Familie und vielleicht auch in Verbindung eines Zusammentreffens mit anderen, mir freundschaftlich nahe stehenden Menschen zu nutzen. Zeit und verpasste Gelegenheit lässt sich nie nachholen. Auch das sagt uns Wilhelm Busch mit seiner gereimten Weisheit. 

Heute einmal keine Karte des Verlages Walter Richter, sondern von Arthur Zieschang, Bienenmühle. Diese wurde aber von Walter Richter beschrieben und abgesendet. Sie bringt die Freude des damals knapp 15 Jahre alten Walter zum Ausdruck, in den Ferien seinen Freund Eugen in Holzhau begrüßen zu können. Geschrieben im Mai 1900.


Freitag, 13. September 2013

Benzin-Gespräche und Rechenberger im Holzhauer Erbgericht

Ab heute Abend ist an der Rechenberger Brauerei wieder Herbstfest und Oldtimertreffen. Letzteres meint selbstredend nicht alte Männer, sondern alte Autos. Und wieder einmal kann ich nicht als Festbesucher dabei sein. Das ist äußerst bedauerlich, jedoch nicht zu ändern.

Die Feierlichkeit habe ich aber einmal zum Anlass genommen, meine inzwischen fast 200 unterschiedlichen Ansichtskarten von Walter Richter, hinsichtlich Automobilität zu sichten. Etliche von Pferden oder Kühen zu bewegende Wagen, Fahrräder und Eisenbahnen habe ich entdeckt. Aber nur ein einziges Automobil. Dieses wäre auf dem Oldtimertreffen aber sicherlich eines der herausragenden und ältesten Exponate. Die Karte stammt aus dem Jahr 1928 - das darauf abgelichtete Automobil wäre also in diesem Jahre wenigstens 75 Jahre alt.

Dem Fest, den Freunden alter Autos und dem Erbgericht wünsche ich schöne Stunden und viel Erfolg.



Dienstag, 1. Januar 2013

Silbermann-Jahr im silbernen Erzgebirge

Einer der bedeutendsten Orgelbauer stammt aus, der durch uns erwanderbaren Gegend. Gottfried Silbermann wurde 1683 in Kleinbobritzsch, einem kleinen Dorf in der Nähe von Frauenstein geboren. Wir begehen also im gerade begonnenen Jahr 2013 seinen 330. Geburtstag. Ich werde das sicherlich zum Anlass nehmen, bei einem meiner Kurzurlaube, dorthin zu wandern. Dabei ist anzunehmen, das mein Ausgangspunkt die Weichelt-Mühle sein wird. Das gibt mir zugleich die Möglichkeit, den Weg durchs schöne Gimmlitztal zu nehmen.

W. Richter 3502
Heute wandern wir von Richters Sommerfrische zu einer Stätte, welche Zeugnis über das Schaffen des Meisters ablegt. Es geht nämlich nach Nassau. In der dortigen Dorfkirche steht das letzte, von Gottlieb Silbermann selbst fertiggestellte Instrument. Das geschah im Jahr 1748. Die Orgel ist nahezu unverändert noch existent. 
Da unsere Wanderung virtueller Art ist, müssen wir auf das Wetter und die Schneelage keine Rücksicht nehmen. Im Moment wäre es aber auch möglich den Weg, so wie beschrieben zu nehmen. Allerdings müssen wir streckenweise durch 30 cm hohen Schnee stapfen. Vielleicht ist ein Holzhauer Leser so nett, das zu kommentieren.
Wir beginnen also an Richters-Sommerfrische und gehen die Brettelle hinauf, bis wir zum N-Weg gelangen. In diesen gehen wir nach links hinein und folgen ihm bis zu seinem Ende. Dabei werden wir den Proßweg überqueren. An der Kalkstraße haben wir dann den Kamm erreicht. Auch hier biegen wir nach links ein. Vorsicht beim überqueren der Loipe. Der Kalkstraße folgen wir nun einfach. Dabei ist später auch die Fernstraße zu überschreiten. Nassau ist ein "elend langes Nast", wir müssen also auch noch ein ziemliches Stück auf der Dorfstraße laufen um dann rechter Hand die Kirche zu sehen und besuchen zu können. 
Als Rückweg, kann man den Poststeig (von der Kirche zurück, über die Dorfstraße und dann immer geradeaus) wählen. Nach Überquerung der Fernstraße, oberhalb von Bienenmühle, läuft man über den R-Weg und Proßweg über Rechenberg nach Holzhau zurück. Wenn nicht gerade Montag ist, kann man im Schalander ein "Rechenberger" nehmen. 

Um das auch noch zu ergänzen. G. Silbermann starb 1753 in Dresden. Es jährt sich in diesem Jahr nicht nur zum 330ten Mal die Geburt, auch die seit seinem Tod vergangen Zeit endet auf "0".

Montag, 21. Mai 2012

Wanderwochen im Erzgebirge

zur Zeit läuft die Frühjahrswanderwoche durch das Erzgebirge. Auf der Internetseite Erzgebirge-Tourismus sind die dabei geplanten Touren nachlesbar. Auch meine Tageszeitung "Freie Presse", welche ich mir extra nach Berlin schicken lasse, berichtete darüber. Jedoch ist das Wandern nicht an geplante Veranstaltungen gebunden. So beginnen unsere Wanderwochen erst in 30 Tagen. Dann werden meine Frau und ich wieder für zwei Wochen im Erbgericht Holzhau Quartier nehmen.

Gestern, so las ich im veröffentlichten Wanderplan der bis zum 27.5. laufenden Wanderwoche, fand mit Start in Rechenberg eine Gimmlitztal-Wanderung statt. Das Tal der Gimmlitz wird auch in unserem persönlichen Wanderplan eine Rolle spielen und mindestens einmal Wanderziel sein. Holzhau-Wanderer berichtete bereits über die März Wanderung ins Gimmlitztal zur Weicheltmühle.

Unsere Wanderwochen planen wir selbstverständlich nicht durch. Das jeweiligen Wanderziel wird ziemlich spontan ausgewählt und möglicherweise jeweils beim Abendbrot, für den nächsten Tag bestimmt. Ziemlich gewiss ist, das wir am Ankunftstag über die Brettelle und den Buchensteig nach Rechenberg zur Brauerei wandern werden. Im Schalander wird dann das erste isotonische Wandergetränk eingenommen.
Wanderziele sind aber auf jeden Fall auch wieder der Hemmschuh (mit Zwischenstop am SWF Neuhermsdorf), Cesky Jiretin und Nassau.


An der linken Bildkante sehen wir eines unserer Wanderziele - den Hemmschuh. Heutzutage erheblich stärker bewaldet, als es sich auf dieser Ansichtskarte aus dem Jahr 1921 darstellt. Der naturnahe Buchenwaldbestand des dortigen Naturschutzgebietes ist äußerst sehenswert und einer der am höchsten gelegenen Buchenwälder Sachsens überhaupt. Immerhin ist der Hemmschuh mit 846 m, noch 40 Meter höher als der höchste Gipfel Holzhaus! 


Sonntag, 25. März 2012

Frank Zappa kommt mit nach Holzhau

die Spannung steigt, die Vorfreude wird immer größer. Fast fühle ich mich schon im Urlaub befindlich. Obwohl es eigentlich gar kein richtiger Urlaub, sondern nur ein dreitägiger Kurzaufenthalt sein  wird. Wie dem auch sei: ich freue mich riesig darauf.

Drei Tage sind es nur noch. Dann geht es in aller Frühe los. Mit im Gepäck als Reisemusik sind die passenden CDs. Das werden weder Erzgebirgsklänge von Joachim Süß oder den Randfichten, noch Truckermelodien im Country-style sein. Mitgenommen werden selbstverständlich die CDs von Frank Zappa*. Dessen Musik wird mich begleiten, bis ich den MDR Empfangsbereich erreicht habe und für die Zeit des Urlaubs auch mal Andrea Berg, Patrick Lindner, Olaf Berger und Helene Fischer konsumiere. Obwohl die nicht meine Musikwelt sind, unterstützen sie aber das Feriengefühl. Eben weil ich diese Musik nur im Erzgebirgsurlaub höre und daher mit Erholung verbinde. Sozusagen als bedingter Reflex. Nur die Musik genügt mir aber nicht. Um zu wirken, muss ich schon in der Gegend sein. Am besten in der Gaststube vom Erbgericht in Holzhau.

Die Wetterprognosen hören sich auch gut an. Milde Temperaturen von 10 °C, Sonnenschein und geringe Regenwahrscheinlichkeit freuen den Wanderer.

*mitnehmen werde ich "The Grand Wazoo", "Waka/Jawaka", "Tinseltown Rebellion", "The man from utopia" und "The perfekt Stranger".

Blick hinüber zum Kannelberg im Töpferwald. Für 2 1/2 Tage mein Wanderrevier. Vor 100 Jahren von Walter Richter ins Bild gesetzt. Welche Touren wir im und um den Töpferwald wander, entscheidet sich vor Ort. Eine Strecke hatte ich bereits hier avisiert. Eine weitere wird sicherlich über den Berg zur Weicheltmühle oder nach Hermsdorf führen. Das wird sich zeigen und ist auch vom Zustand der Wege abhängig. Ich gehe aber davon aus, dass neben dem Brettellenweg u.a. auch die Kalkstraße, der Krötenbachweg und der Schlüsselweg gut begehbar sind.

Donnerstag, 15. März 2012

Goethe und Holzhau - Faust II

da ich den Dichter nun schon mal erwähnt habe (Immer wieder Holzhau) - hier nun ein Indiz für seinen Holzhau Aufenthalt. In Faust - Der Tragödie zweiter Teil, lässt Johann Wolfgang Goethe bereits im Ersten Akt (Kaiserliche Pfalz . Weitläufiger Saal) die Holzhauer auftreten, indem sie eintreten:

HOLZHAUER (treten ein, ungestüm und ungeschlacht).

Nur Platz! Nur Blöße!
Wir brauchen Räume,
Wir fällen Bäume,
Die krachen, schlagen;
Und wenn wir tragen,
Da gibt es Stöße.
Zu unsrem Lobe
Bringt dies ins reine;
Denn wirkten Grobe
Nicht auch im Lande,
Wie kämen Feine
Für sich zustande,
So sehr sie witzten?
Des seid belehret!
Denn ihr erfröret,
wenn wir nicht schwitzten.


Montag, 12. Dezember 2011

Nassau - das Nachbardorf hinter dem Berg

im Winter des Jahres 1935 ist Walter Richter mal nach Nassau gewandert um dort Ansichtskartenmotive zu suchen. Nassau ist eines der längsten Waldhufendörfer Sachsens. In Nassaus Kirche steht die letzte, von Gottfried Silbermann fertig gebaute Orgel.
Für den Wintersportler ist Nassau, vor allem wegen des schneesicheren Langlaufgebietes, rund um den 805 m hohen Kannelberg von Interesse. Aber selbstverständlich ist das auch den anderen Jahreszeiten ein schönes Wandergebiet. Schade, das es dort kaum noch Einkehrmöglichkeiten gibt. Diese wurde nach und nach Opfer der veränderten Ferieninteressen der Menschen. Das prominenteste dieser Opfer ist das Alte Forsthaus, eine renommierte und früher sehr gut besuchte Ausflugsgaststätte und Ferienheim.
Von Nassau hat man im übrigen herrliche Fernsichten über das sächsische Erzgebirge und hinüber zum nahe gelegene Frauenstein. Nassau ist heutzutage Ortsteil dieser "Perle des Erzgebirges".
Nassauer Ortsmitte mit Kirche. W. Richter 1935


und noch ein Literaturtip für Geschichtsinteressierte: Karl Gotthilf Steiger