Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.
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Freitag, 21. Juli 2017

Lieber Hans,

so beginnt eine meiner Neuerwerbungen von Holzhau Ansichtskarten. Selbstredend von Walter Richter. Abgesendet wurde sie genau vor 107 Jahren, am 21.Juli 1910. Da ist sie wieder, die 107! Ich will kurz zitieren: 

"... erhalten im Erbgerichtsgasthofe immer guten Mittagstisch. Jeden Tag haben wir bisher Ausflüge in die wunderschöne Umgebung, besonders ins nahe Böhmen unternommen. Heute hatten wir uns einen Ausflug nach Rehefeld vorgenommen, doch da es früh regnete, mussten wir die Partie verschieben. In unserem Orte wohnen 400 Sommerfrischler, auch Rechenberg und Zollhaus Hermsdorf sind sehr besuchte."

Mich freut es, dass im Erbgerichtsgasthof offenbar seit längerem gut gekocht wird. Erstaunt hat mich die große Zahl von Sommerfrischlern in Holzhau. 400 hätte ich dieser Zeit nicht zugetraut.

Was noch spannend an der Karte ist. Gesendet wird sie an die Schladitz Werke, einem Dresdener Fahrradhersteller.


Und hier die Karte.


Samstag, 5. März 2016

noch 55 Tage

Dann geht es wieder nach Holzhau. Gemeinsam mit Freunden. Was nicht ausschließt, dass ich bereits vorher als Alleinwanderer dort aufschlage. Zur Einstimmung habe ich mir gestern die mdr Sendung mit dem singenden Moderator angesehen, welchen ich bisher gar nicht kannte. Zum Glück, wurde in der Sendung die schöne Wanderumgebung von Holzhau nahezu vollständig ausgeblendet. So kann ich mich auch in Zukunft bei meinen Wanderungen - allein, mit Familie oder auch Freunden sicher fühlen. Und das gezeigte. ist dann einfach wieder nur Wiese. 

Mal schauen, was ich heute in meiner Ansichtskartensammlung so entdecke. Die Ansicht mit dem schönen Blick in das Muldental ist deutlich älter als 100 Jahre. Genau in der Mitte sehen wir die Schule von Holzhau. Heute Vereinshaus, Sitz der Bergwacht und der Kinderbuchausstellung. Der Erbrichterhof ist kaum sichtbar, so viel Bäume standen damals dort. Ob das vielleicht Obstbäume waren? Dahinter lugt das Dach des Erbgerichtsgasthofes heraus. Heutzutage eine der schönsten und angenehmsten Gaststuben der Umgebung.

Mittwoch, 9. September 2015

gesagt, getan. 2. Holzhauer Wandertag

wie angekündigt haben wir innerhalb 1/2 Jahres, schon den zweiten Holzhauer Wandertag von Kollegen unserer Firma durchgeführt. Allein der Fakt als solches ist sicher bemerkenswert. Kollegen eines Unternehmens kommen so gut miteinander zurecht, dass sie mehrfach gemeinsam etwas unternehmen. Nicht nur ein Bier nach Feierabend trinken, sondern gar zusammen mehr als 200 km wegfahren. Die Wanderung hatte ich nach den Erfahrungen des ersten Wandertages ein wenig anders strukturiert. Sie war etwas kürzer und enthielt nur einen Anstieg von weniger als 200 m. Zudem war der Gesamthöhenunterschied in Etappen untergliedert und es gab mehrere Verpflegungsstellen. Dabei besuchten wir vier der Bewirtungsstellen des Ortes.

Die Beschreibung der Wanderung im Einzelnen. Es begann mit einem kräftigen Frühstück im "Erbgericht" Holzhau, unserem Quartier. Der Weg führte danach durch das Muldental in Richtung Osten. Am "Eingang" des Holzhauer Ortsteiles Teichhaus, folgte dann der erste spürbare Anstieg auf der alten Torfstraße. Nach Überquerung des Steinbaches bogen wir aber in den Hirschübelweg ab, um diese 750 m hohe Erhebung zu umrunden. Am Hirschbach folgten wir der Grenze zur Tschechischen Republik, bekamen dabei Berührung mit der besonderen Natur des Moores an der Grenze und den Blick in die Ferne. Dann waren wir schon wieder an der Torfstraße und folgten dieser bis zum ersten Verpflegungspunkt "Torfhaus". Energie wurde praktischerweise in flüssiger Form aufgenommen. Das im Bier enthaltene gute Rechenberger Brauwasser füllte zugleich den Flüssigkeitsgehalt wieder auf. Unsere beiden jüngsten Teilnehmer ließen dem Getränk noch eine zuckerhaltige Lösung hinzufügen. Die Älteren mochten solche Panscherei nicht, verstößt das doch eklatant gegen das Reinheitsgebot. Aber eben Jeder nach seiner Facon. Nach dieser Erholung folgten wir weiter der Torfstraße, um an der Fischerbaude das erste Mal den höchsten Punkt der Wanderung zu erreichen. Dort gab leckeres Essen und feingehopfte Getränke. Komischerweise wusste man dort schon, was ich essen werde.
Nach dem Essen verlief der Weg auf der Alten Landstraße und auf den Spuren der alten Händler und Pilger auf dem Rückweg. Zur dritten Rast waren wir dann pünktlich zu Kaffee und Kuchen in der "88". Wo wir sogar einem Geburtstagskind gratulieren konnte.
Von hier aus erfolgte der Marsch zurück ins Erbgericht. Vorbei am Flößerhaus mit seinem schönen Garten und über den Kirchsteig, welcher Teil des Kräuterpfades ist. Gern hätten wir auch noch in "Richters Sommerfrische" ein frisch gezapftes Bier genossen. Aber das Auschankrecht hat diese ehemals beliebte Gaststätte leider immer noch nicht. So musste das mit dem Bier ins Erbgericht verschoben werden.

Am Stammtisch erfolgte die ernsthafte Auswertung und Planung des nunmehr schon dritten Wandertages, welcher im 2.Quartal des nächsten Jahres stattfinden wird. Dann sicher auch wieder mit den Beiden, welche dieses mal aus Bildungs- bzw. Krankheitsgründen nicht dabei sein konnten. Vielleicht auch mit weiteren Teilnehmern.

Ich werde schon zuvor dann und wann vorbei schauen, um zu prüfen wie der Wirt auf uns vorbereitet ist. Werde dabei auch in Stichproben prüfen, ob das Bier die Quailtät hält.

90 Jahre ist die Walter Richter-Karte alt, welche uns den Rechenberger Blick zeigt, wie auch wir ihn hatten.



Samstag, 22. August 2015

durchs ganze Gimmlitztal

Meinen diesjährigen sechsten Aufenthalt an den Hängen des Kannelberges habe ich zu einem Kurzurlaub in der Weicheltmühle genutzt. Übrigens der sechste in dieser wunderbar gelegenen Wandergaststätte. Dabei habe ich mir zugleich einen Wunsch erfüllt und mal einen kompletten Flusslauf an einem Tag abgewandert. Den der Gimmlitz. Ein Fluss, welcher früher einmal mit seinem Wasser 23 Mühlen antrieb. Das auf nur 25 km Länge! 
Zur Beschreibung der Wanderung.
Start war der Bahnhof Lichtenberg/Erzgebirge. Von hier aus musste ich erst einmal ein Stück in die "falsche" Richtung laufen. Etwa 1 km nordwestlich der Bahnstation befindet sich nämlich die Mündung der Gimmlitz in die Freiberger Mulde. Hier - 388 m oberhalb des Meerespiegels begann nun mein Lauf entgegen dem der Gimmlitz. Es ging also immer bergauf. Die ersten Kilometer waren nicht so richtig schön für einem Waldwanderer. Die Strecke verläuft hier immer entlang der Straße nach Südosten. Der Höhepunkt dieses Teilstückes, war mein vorbeiwandern am Lichtenberger Demenz-Zentrum. Dessen Bewohner saßen beim morgendlichen Singen. Es erklang gerade "Das Wandern ist des Müllers Lust". Es ist in etwa vorstellbar, welche Freude das auslöste, als ihnen bei diesem Lied ein Wanderer zuwinkte. Auch mich hat es gefreut. Das half auch den ersten längeren Anstieg bis zur Dammkrone der Talsperre Lichtenberg bei ca. 500 m zu überwinden. Am Nordufer des Stausees durfte ich nun endlich durch den Wald wandern. Hier läuft man im Schatten der Bäume und hört rechterhand das Rauschen der Gimmlitz. Das war dieses Mal nicht so heftig - die Hitze wirkt sich eben auch hier aus. Wobei der Zustand des Waldes besser war, als befürchtet. Allerdings gab es auf dem Abschnitt vor der Kummermühle auch völlig trocken gefallene Abschnitte des Flusses. 
Der weitere Weg bis zur Zwischenstation Weicheltmühle verlief ohne Besonderheiten, Hinter der Illingmühle benutzte ich den Konrad-Weichelt-Wanderweg, welcher leider jetzt ziemlich bewachsen ist. Zu wenig Wanderer sind unterwegs und wir dürfen nicht nur darauf hoffen, das uns die Wege permanent frei gehalten werden. In der Weichelt-Mühle gab es ein großes Rechenberger und extra wegen meines kommens zubereitete Flecke. Nach dem ablegen des Gepäcks und Umgewandens, ging es dann weiter Richtung Quellort. Dafür schlug ich einen Bogen durch den Ort Hermsdorf, um zwischendurch im dortigen Bierkeller noch ein Rechenberger als Wegzehrung zu tanken. Doch Pustekuchen! Ein Schild mit dem Hinweis auf eine geschlossene Gesellschaft wimmelte mich ab. Über das Kalkwerk lief ich also stark unterhopft zur Gimmlitzqelle. Diese war ebenso wie der Bierkeller völlig trocken. Dennoch war ich zufrieden. Auch wenn mich das Rohr in fast 780 m Höhe, aus welchem die Gimmlitz fließen soll keinen Tropfen von sich gab - ich hatte den kompletten Fluß erwandert und dabei fast 400 m Höhenunterschied überwunden. Konnte also frohgemut zurück in die Weicheltmühle laufen.

Als Karte eine mehr als 100 Jahre alte Ansicht, des nach Bau der Talsperre Lichtenberg, in dessen Stausee versunkenen Teichhauses Burkersdorf.


Freitag, 31. Juli 2015

noch einmal Kurzwanderungen

So wie geplant sind wir die Kurzwanderungen auch gelaufen. Fanden dabei, in den am Wege befindlichen Gaststätten (Torfhaus, Fischerbaude, Lindenhof und Erbgericht) gastliche Aufnahme, Speis und Trank. Zu ergänzen wäre noch, dass sich auch lohnt, die Wanderung nach dem Mittagessen zu starten und als Kaffeewanderung durchzuführen. Denn das ebenfalls im Kreis der Wanderstrecken stehende  Berghotel "Talblick", bietet sehr gute Kaffee- und Teespezialitäten an.

Im jetzigen Beitrag möchte ich beginnen, mich einer variablen Rundwanderung nördlich des Muldentales zu widmen. Waren wir im ersten Teil im Fischerwald, so befinden wir uns nun im Töpferwald. Welcher nach meiner persönlichen Ansicht den schönsten Teil des Holzhauer Wanderrevieres beinhaltet. Zentrale Wege in diesem schönsten Teil, sind der Brettellenweg, der N-Weg, der Reitsteig, der Buchensteig und die Dreitelle. Über diese Wege, sowie den sich anschließenden Viertellenweg lassen sich sehr schöne Rundwanderungen von etwa 3 km bis 9 km durchführen. Zwei der Varianten stelle ich hier, in zwei aufeinander folgenden Beiträgen vor. 

Die erste ist eigentlich als Kurzwanderung zu bezeichnen. Nur etwa 3 km lang und 50 m Höhenunterschied. Fit sollte man dennoch sein. Unser Startort ist der Holzhauer Erbgerichtsgasthof. Es geht durch die schönen Außenanlagen des Hotels Lindenhof und an diesem vorbei über die Muldenbrücke nach rechts in das Muldental. Kurz vor der Feuerwehr führt der gelb markierte N-Weg steil nach oben. Nach 300 m Aufstieg kreuzt der Buchensteig. In diesen biegen wir nach links ein. Wer mag kann aber zuerst einen Abstecher nach rechts machen und bis oberhalb des Försterfelsens und zurück laufen. 
Der Buchensteig zieht sich in einer Höhenlage von 640 m um den Berg herum. Nach links gibt es schöne Blicke ins Muldental und nach Oberholzhau. Rechterhand ragen, zum Teil recht gewaltige Felsen aus dem Gelände. Nach Vollendung eines gelaufenen Halbkreises um den Berg, überqueren wir den an dieser Stelle sehr steilen Schwerdtweg. Der Buchensteig wird jetzt manchmal etwas feucht. Und wir sollten nicht erschrecken, wenn plötzlich ein Hirsch vor uns steht. 
Nur wenige Minuten nach Querung des Schwerdtweges geht es steil bergab zum asphaltiertem Brettellenweg. Diesen laufen wir hinunter. Aber langsam und mit Genuß. Es ist mein Genußwald und Ort zu träumen. Also nicht wundern, wenn Euch beim wandern und lauschen an diesem Ort schöne Träume begegnen. Manchen dieser Träume habe ich dort deponiert. Die Brettelle ist wunderschön mit riesigen Fichten und Buchen bestanden. Die Telle herab rauscht das Brettellenflüsschen, gespeist von etlichen kleinen Bächen. Neben den bereits genannten, ein hohes Gewölbe bildenden Buchen und Fichten, sieht man hier Ulmen, Berg- und Spitzahorn, Eberesche, Esche und Sal-Weide. Dazwischen Trauben-Holunder, Brom- und Himbeere, Farne, Schachtelhalm sowie eine Vielzahl von krautigen Gewächsen und Gräsern. Schwer sich loszureißen von diesem Ort.

Ganz unten angekommen befindet sich der Urahn der Holzhauer Ferienhotels. Heutzutage zwar privat liebevoll instand gehalten - leider jedoch nicht einmal für einen Kaffee, ein Bier oder eine Bockwurst geöffnet. Warum nur?

Wir gehen nach links und gelangen auf dem rechts neben der Straße befindlichen Weg zurück zum Ausgangspunkt. Dort kann, wer mag im Kneippbecken ein wenig Wasser treten.

Die Karte des Tages zeigt uns einen Teil unserer Wanderstrecke.


Mittwoch, 15. Juli 2015

Kurzwanderungen

Ich will das nicht unbedingt als Seniorenwanderungen verschubladen. Denn es gibt durchaus Senioren, welche längere Strecken unterwegs sein können und wollen. Auf der anderen Seite will aber nicht jeder Urlauber unterhalb des Seniorenalters weite Strecken gehen. Oder er kann es nicht. Außerdem müssen auch Familien mit kleinen Kindern Berücksichtigung finden. Kurz und gut - im Angebot eines Urlaubsortes sollten auch Wanderziele für kurze Strecken stehen. Eine der klassischen Holzhauer Kurzstrecken ist jene zum Teichhaus. Oder muss ich hier schreiben war? Denn so richtig auf dem laufenden bin ich da nicht. Hat das Teichhaus auch nach der Übernahme der Schulspeisung für Wanderer geöffnet? Wenn das nicht so ist, wäre das ein Verlust für die Wanderqualität der Gegend.(Aktuell steht am Haus, dass an Wochenenden und Feiertagen, ansonsten auf gut Glück geöffnet ist. //Oktober 2016)
Das heißt selbstverständlich nicht, es geht nicht mehr. Nach wie vor gibt es ein Vielzahl schöner Wanderstrecken zwischen dem "Erbgerichtsgasthof" im Tal (alternativ dem "Lindenhof") und der "Fischerbaude" auf 760 m Höhe. Umgedreht funktioniert diese Wanderung selbstverständlich auch für Gäste der "Fischerbaude". 
So wandere ich je nach Lust zuerst den Muldenweg bis zum Ortsteil Teichhaus und gehe dann entweder über den Schwarzen Buschweg, das Schwarze Ringel oder verschiedene Torfstraßenvarianten nach oben. Die Torfstraße bietet den Vorteil, am "Torfhaus", welches man nach 5 km erreicht, eine gastronomische Zwischenstation vorweisen zu können. Hingegen ist die Schwarzer Buschweg Route recht sanft. An Ruhetagen der "Fischerbaude" ist dieser Verlauf gut als Rundstrecke ohne Rast gangbar. Über den Johannes-Kamprath-Weg gelangt man nämlich über die schöne Aussicht an der Alten Straße wieder zurück an den Ausgangspunkt und hat dann ca. 7 km in den Beinen und 100 Meter Höhenunterschied überwunden. Die genannten anderen Alternativen sind etwas länger und erfordern 150 Meter Differenz zwischen tiefstem und höchstem Punkt der Strecke. Mit einem Abstecher zur Steinkuppe, um sich dort ins Gipfelbuch eintragen zu können, sind es knapp 200 Meter. Alle Varianten bleiben aber unter 9 km Weglänge.
Das Gute an diesen Wanderungen: alle sind abwechslungsreicher, als die Kaffeehauswanderung hin- und her über den Muldenweg zum Teichhaus.  Und sowohl "Erbgericht" und "Lindenhof", als auch die "Fischerbaude" sind zuverlässig geöffnete Gaststätten. Aktuelle Ruhetage: Fischerbaude am Montag (Ausnahme sind Feiertage und Ferien in Sachsen), Erbgericht am Mittwoch.

Als Karte heute den Blick von der Alten Landstraße. Die Ansicht ist älter als 100 Jahre, hat aber einen hohen Wiedererkennungseffekt.


Montag, 20. Oktober 2014

Zeitdiebe - Kurzurlaub mit Hindernissen

Am 16.10. konnte ich endlich dem lauten Ruf des Waldes folgen. Wie immer verließen mein Wanderstock und ich gegen 3:30 Uhr die Wohnung in Berlin, um uns bequem und Umwelt freundlich, mit der Eisenbahn nach Holzhau zu begeben. 
Entgegen den Wetterprognosen, wurden wir mit Sonnenschein und blauem Himmel empfangen. Dieses Wetter bildete den wunderschönen Rahmen für prächtig gefärbtes Herbstlaub - von gelb bis orange und verschiedene braunen Farbtönen der Buchen, Lärchen, Eschen und Birken. Dazwischen manch rotes Eingesprengsel von Bergahorn. In Fotos lässt sich das gar nicht wiedergeben - man muss das einfach mit eigenen Augen gesehen haben. Um so verwunderlicher, dass recht wenige Herbstfrischler zu sehen waren. Von der Schönheit der herbstlichen Natur konnte ich mich schon auf meiner ersten Wanderung "quer durch den Töpferwald" kaum satt sehen. Daher - und um in der Weicheltmühle einen Heuschnaps zu genießen, ging ich auch am Freitag nochmals eine ähnliche Wanderung "rund um den Kannelberg". Die Sonne konnte an diesem Freitag allerdings nicht ganz so verschwenderisch mit seinen Strahlen sein - wurde sie doch von einer Wolkenschicht dabei behindert. Abgesehen von der ersten halben Stunde, blieb es jedoch trocken. Ja das Wetter. Ich frage mich, wie schaffen es die Meteorologen immer wieder das Wetter falsch zu prophezeihen?

Am Sonnabend konnte ich bei schönem sonnigen Wetter die vorangekündigte Wanderung zum und durch das Georgenfelder Hochmoor durchführen. Der Weg dahin führt vorbei am Naturschutzgebiet Hemmschuh. Naturbelassener Mischwald mit toller Herbstfärbung. Aber auch das Tal der Wilden Weißeritz, welches ich bei Rehefeld querte ist sehr schön.

Für den Sonntag war selbst von den Wetterkundlern hervorragendes Wetter verkündet worden und so trat es auch ein. Über Rechenberg, den R-Weg und den Poststeig lief ich also nach Nassau, um vom Röthenhübel die Aussicht zu genießen. Nordöstlich sieht man Schloß und Burgruine Frauenstein, südlich blickt man scheinbar auf den Schwartenberg herunter, obwohl der mehr als 100 m höher aufragt, als es der unscheinbare, 670 m hohe Röthenhübel ist. Im Südwesten waren deutlich die beiden, fast 60 km entfernten höchsten Erzgebirgsgipfel Klínovec und Fichtelberg sichtbar. Nur halb so weit entfernt ist das Jagdschloss Augustusburg, auf dem 516 m hohem Schellenberg. Dieses befindet sich etwa in westlicher Richtung. 
Zurück vom Röthenhübel führte mein Heimweg ins Erbgericht durch das Gimmlitzal, mit Mittagsrast in der Weicheltmühle. Es gab Buttermilchgetzen. Über eine Besonderheit dieses Tages wäre noch lobend zu berichten. Mir sind mehr als 100 Wanderer beiderlei Geschlechts und aller Altersgruppen begegnet. 

Damit ist mein Kurzurlaub praktisch schon beschrieben. Habe mich herrlich erholt und mit der Natur prächtig unterhalten. So nebenbei auch die 1000 Wanderkilometer im Erzgebirge für das Jahr geschafft. Die bisherige "Bestleistung" stammt aus dem Jahr 2011 und lag bei 930 km.

Fast hätte ich vergessen den Titel zu erklären. Also nochmals zum Anfang. Die Berliner S-Bahn brachte mich pünktlich zum Bahnhof Südkreuz. Dort erfuhr ich, dass mein Zug leider als Folge des Muskelspiels zwischen GDL und DB ausfiel. Vertröstet wurde ich mit dem Zug 2 Stunden später - welcher auch ausfiel. Das erfuhr ich 5 Minuten vor Anfahrt. So bin ich dann mit dem ICE über Leipzig nach Dresden gefahren. Insgesamt habe ich mir 3 Stunden Verspätung eingehandelt. Anders ausgedrückt, mir wurden diese Stunden gestohlen.

Die Karte des Tages zeigt Nassau. Die kahle Fläche im Hintergrund könnte gar der Röthenhübel sein.



Donnerstag, 5. April 2012

Auswahl des Holzhau Quartiers

man meint, die Suche nach einem passendem Quartier für den Urlaub wäre im Zeitalter des Internets einfacher geworden. Ich empfinde das nicht so. Und dieses trotz der Existenz unzähliger Portale für Hotels, Pensionen und Privatquartiere. Oder sollte man statt "trotz" besser "weil" sagen? Warum das so ist, will ich hier nicht analysieren - obwohl ich dazu schon eine Meinung habe. Spürbar wird es immer dann, wenn ich mal ein Quartier außerhalb meines gewohnten Haupturlaubsortes Holzhau suche.

Eine Liste der Gaststätten (alle mit Übernachtungsangeboten) für Holzhau hatte ich schon einmal hier eingestellt. Wie auch damals bereits geschrieben, sind sie alle empfehlenswert. Wie genau jedoch ein Haus, den Wünschen eines potentiellen Holzhau-Urlaubers entspricht, ist im vornherein schwer zu sagen. Meinen Ansprüchen entsprechen z.B. vollständig der Erbgerichtsgasthof der Familie Winkler und die Fischerbaude. Beide verfügen über Zimmer mit dem entsprechendem zeitgemäßem Komfort und haben eine gemütliche Gaststätte. Auch die Preise für Übernachtung und Essen entsprechen dem, was ich mir gerade noch leisten kann. Das sind Häuser, welche ich jederzeit auch meinen Freunden empfehlen würde.

im Bild heute die "Fischerbaude" vor etwa 90 Jahren. Noch unausgebaut und ohne Saal.

Auf den üblichen Reiseportalen für Deutschland, Sachsen und das Erzgebirge entdeckt man diese nicht. Wie also finde ich ein Quartier? Nun, für Holzhau ist das relativ einfach. Man geht auf  die Internetseite des Fremdenverkehrsamtes von Holzhau (die Vermieterliste ist als link im blog vorhanden) oder auf die Internetseite von Holzhau.de. Auf beiden ist die komplette Liste der Anbieter von Ferienzimmer bis Sterne-Hotel enthalten.

Freitag, 23. Dezember 2011

Mettenschicht

heute ist der Tag vor meiner Mettenschicht, welche morgen von 6 bis 18 Uhr dauern wird. Naja, eine "richtige" Mettenschicht ist es, streng genommen nicht. Bin ja kein Bergmann und fahre auch nicht ins Bergwerk ein. Außerdem wird kein Steiger dabei sein. Da die Schicht auf einen Sonnabend fällt.
Ich nehme diesen Moment dennoch zum Anlaß Rückschau auf die vergangenen 12 Monate zu halten, sowie einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Weihnachten bietet dazu einen prima Anlass. Dieses Fest ist für mich der schönste Moment des Jahres, eigentlich noch wichtiger als der Urlaub, stellt er doch eine besondere Konzentration auf das was uns wichtig ist dar. Frieden und entspanntes Zusammensein mit der Familie. So ausgiebig, wie dieses Jahr, kann man als Schichtarbeiter das Weihnachtsfest selten begehen.
Mit dem vergangenen Jahr kann ich zufrieden sein. Alle in der Famile sind gesund geblieben, meine Frau und ich als Ernährer stehen weiterhin in Lohn und Brot und finden mehr oder weniger Erfüllung in der Arbeit. Die Kinder kommen im Leben voran und werden wohl ihren Weg gehen. Sie mussten dabei auch manch kritische Situation meistern. Ich wünsche mir, das es auch 2012 so bleiben wird.

Um bei der Mettenschicht zu bleiben, die Kollegen des "Schachtes" NSL haben das Jahr ebenfalls überstanden, auch wenn es die Gesundheit betreffend, kritische Situationen gab und auch manch harter Schicksalsschlag hinzunehmen war. Hoffen wir das im nächsten Jahr alles gut bleibt und wir nicht über schlimme Nachrichten nachdenken müssen. Möge Harmonie die gemeinsame Arbeit bestimmen. Dank an alle Kolleginnen und Kollegen welche dazu beitrugen, dass 2011 harmonisch verlief.

Zurück zu Richters Sommerfrische und Holzhau. Auch 2011 hatte ich mehrmals das Vernügen, mit Familie und allein in Holzhau Ruhe, Entspannung und Freude bei aktiver Erholung zu finden. Ein Dankeschön an alle unbekannten und bekannten Helfer, welche dazu beitrugen. Besonders an alle in meinem "ständigen" Quartier, dem Erzgebirgsgasthof Erbgericht in Holzhau, jedoch auch an alle anderen Bewirtungstellen mit erzgebirgischer Gastlichkeit und Gastfreundschaft. Als Beispiel nenne ich die "88", die Fischerbaude und den Eschenhof. Auch das SWF in Hermsdorf und der Schalander sollen genannt sein. Sie alle können gewiß sein, dass wir auch 2012 bei ihnen einkehren werden, nachdem wir uns im Wald hungrig und durstig gewandert haben.

Zum Wohl und Glück Auf!

Allen ein wunderschönes Weihnachtsfest 2011 und eine guten Eintritt in das Jahr 2012! Denen, welche wo auch immer, zu den Feiertagen arbeiten müssen, wünsche ich dabei Freude und Ruhe, denen welche es benötigen ein gutes Geschäft!

Dienstag, 29. November 2011

Gaststätten Eldorado Holzhau

Holzhau ist als Ort ausgezeichnet mit Gaststätten versorgt. Selbst wenn jeder Holzhauer Einwohner in einer der Gaststuben säße, wären immer noch Plätze für Gäste frei, denn auf etwa 40 Einwohner kommt eine Gaststätte. Die Liste nach dem Alphabet. Denn es lohnt sich in jedem der Häuser eine Rast zu machen!

- Alte Mühle
- An der Loipe (OT Teichhaus)
- Bergstraße 10
- Erbgericht
- Eschenhof
- Fischerbaude (Oberdorf)
- Lindenhof ***
- Talblick ***
- Teichhaus (OT Teichhaus)
- Torfhaus

die Karte zeigt mein Stammquartier.