Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Wanderführer für Holzhau

gerade halte ich Reinholds-Wander-Führer Nr. 3 aus dem Jahr 1934 in den Händen. Er beschreibt die Orte Frauenstein, Nassau, Hermsdorf, Rechenberg-Bienenmühle und Holzhau. In 32 Wanderungen wird durch die Umgebung geführt. Das Geleitwort des Bändchens sagt es etwas pathetisch aber doch irgendwie treffend: "Hier kann man die Natur noch in ihrer ganzen Schönheit, Stille und Angeschiedenheit belauschen. Man taucht unter in einer von Gottes Allmacht und Wundertätigkeit erfüllten Welt und Sphäre, trinkt von dem Bronnen, der alles ewig jung erhält und auch uns in seinem Bereich all die Kämpfe und Nöte des Alltags vergessen und überwinden läßt."
Über Holzhau heißt es unter anderem "Wen reizte es nicht, im Winter - wenn es weiter drunten im Tale schon lange keine Sportmöglichkeiten mehr gibt - hier noch lange über die weiten glitzernden Schneefelder zu gleiten und dem weißen Sport zu huldigen oder zur schönen Sommerszeit in den meilenweiten, erfrischenden Waldungen Zuflucht, Ruhe und Erholung zu suchen, wo man nichts spürt von dem Hasten und Jagen, dem nervenaufreibenden Lärm und Getöse der Großstadt und ihrer immer mehr zunehmenden Verkehrsmittel." So sehe ich das auch und habe dem Herausgeber des Wander-Führers nichts hinzuzufügen.

Blick von der alten Landstraße nach Rechenberg
Walter Richter 1920

Montag, 5. Dezember 2011

der erste Schnee im Winter 2011/2012

vor zwei Tagen habe ich es noch als Rückschau in die Vergangenheit geschrieben. Heute habe ich nun über holzhau.de gelesen, dass es endlich geschneit hat. Nun sieht es in Holzhau wirklich wie Winter aus und es wirkt dadurch auch schon weihnachtlicher als noch gestern. Wollen wir hoffen, das nach und nach noch mehr von dem weißen Zeug kommt, damit auch die Wintersportler zur ihrem Recht und die Quartiergeber zu ihren Gästen kommen.

Ski heil aus Berlin, für die Wintersportler und ihre Bretter die, die Welt bedeuten!
Skiläufer vor dem "Wettin" in Neu-Hermsdorf. Etwa 1914.
 Die Karte ist selbstverständlich von Walter Richter.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Holzhau, die Ideale Sommerfrische im Ost-Erzgebirge

das ist sozusagen ein Gastbeitrag aus der Vergangenheit. Etwa ein 3/4 Jahrhundert alt, jedoch immer noch aktuell. Selbst die Titelüberschrift habe ich 1:1 übernommen. Hier der Text:
Holzhau, an der Bahnlinie Freiberg-Moldau gelegen, bietet Ihnen das, was Sie suchen - Ruhe und Erholung! Autobus-Haltestelle: Bienenmühle, dann zu Fuß, mit Geschirr oder Auto ins herrlichste Gebiet des Ost-Erzgebirges nach Holzhau. Durch seine geschützte Lage, umgeben von meilenweiten Nadelwäldern, ist es eine bevorzugte Sommerfrische bereits seit Jahren! Abseits von jeder Hauptverkehrsstraße ist es ein besonders ruhiges Fleckchen Erde; nicht überlaufen, so wie Sie es suchen! Liegewiesen und Schwimmbad inmitten von Wäldern tragen zu Ihrem Wohlbefinden bei.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer einer Ansichtskarte Walter Richters.

Ansicht aus Richtung Westen. Etwa 1935.

Freitag, 2. Dezember 2011

Ansichtskarten II - wann verlegt?

woran erkenne ich eigentlich wann eine Ansichtskarte von Walter Richter entstand? Da gibt es für mich mehrere Kriterien. Das wichtigste davon ist die Nummer der Karte. Ab 1917 ist in dieser nämlich das Herstellungsjahr enthalten. Man muss es nur entdecken. 1917, 1923 und bei vielen Karten von 1918 komplett vierstellig. Als Beispiel 1917-1.

In den weiteren Jahren nur 2-stellig - mal am Anfang mal am Ende der Kartennummer, mal mit und mal ohne Bindestrich oder Punkt als Trenner. 10.24 =1924, 57-25=1925, 3427=1927, 36006=1936, 32579=1932. Die Karten vor 1905 sind an der ungeteilten Vorderseite der Karte zu erkennen. Die Vorderseite einer Ansichtskarte ist die für die Anschrift. Denn Ansichtspostkarten, sind ja eigentlich nichts anderes, als Postkarten mit einer Ansicht, auf der für die zu übermittelnde Information vorgesehene Rückseite. Sozusagen an Stelle des Textes ein Bild.
Außerdem hilft selbstverständlich der Poststempel. Ansichtskarten waren früher keine Ladenhüter, sie gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Man kann daher getrost davon ausgehen, dass das Datum der Freimachung zeitnah der Herstellung einer Ansichtskarte war. Wenn und sie Marke samt Stempel fehlt, unterstützt uns die früher übliche Art, das Datum auf der Karte zu vermerken.


Donnerstag, 1. Dezember 2011

Erhaltung der Umwelt?

wenn man sich alte Ansichtskarten von Holzhau und seiner Umgebung betrachtet, da stellt man fest: es gibt heutzutage mehr Wald um den Ort und auch mehr Bewuchs mit Bäumen und Sträuchern innerhalb des Ortes, als zu Ernst und Walter Richters Zeiten. Viele der alten Fotomotive könnte man heute gar nicht mehr so ablichten - es wären nur Bäume zu sehen. 

Dabei ist eigentlich die romantische Vorstellung weit verbreitet, die Welt von früher wäre heiler als die heutige gewesen. Tatsache ist, die Natur war vor 100 Jahren insgesamt noch vielfältiger, manche Pflanzen in Nischen sind Opfer der modernen Welt, ihrer Industrie, der Motorisierung und der Landwirtschaft mit kräftiger Düngung geworden. 


Viele Menschen setzen sich für Naturschutz und Erhaltung der Umwelt ein. Das ist einerseits gut, auf der anderen Seite scheint es aber ein Widerspruch zu sein. Natur bedeutete seit Milliarden von Jahren ständige Veränderung und Entwicklung - und nun wollen wir etwas erhalten. Das klingt nach Starrheit und Entwicklungsverhinderung. 

Wobei wir oft auch - wie bei den Ansichtskarten, nur eine Momentaufnahme im Blick haben. Denn welcher Zustand soll erhalten oder wiederhergestellt werden: der Wald vor tausend Jahren? Die Felder vor 100 Jahren? Oder die jetzige Wiese?

Das beste wäre wohl, wir lassen der Natur angemessen Raum und greifen nur im erforderlichen Maße ein. Bloß: wer legt Angemessenheit und Erfordernis fest?

könnte man heutzutage nicht mehr so fotografieren.  Das Tal der Bitterbach.