Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Montag, 17. September 2012

fünfmal BACH und zwei Flüsse

Eine Wanderung von der Mulde zur Gimmlitz, hatte ich bereits einmal beschrieben. Am inzwischen leider vom Strom der Zeit weg gespültem Wochenende, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, den umgekehrten Weg zu gehen und dabei einige Zuflüsse der beiden Flüsse zu beobachten. Das Große bedarf immer der Kleinen um groß zu werden. Dabei stellt sich bereits die Frage: was unterscheidet eigentlich einen Fluss vom Bach? Klare Kriterien scheint es dafür nicht zu geben. Eines ist allerdings klar, jeder Fluss und selbst der größte Strom, war irgendwann einmal ein Bach. Mein Unterscheidungsmerkmal besteht darin, festzustellen, dass ich über den Bach mit einem Schritt gelange.


Zur Wanderung. Diese begann diesmal an der Weicheltmühle. Entlang der Gimmlitz ging es auf dem Schlüsselweg bis fast an die Brücke über die Gimmlitz. Auf halber Strecke haben wir, mit dem 2,5 km langem Krötenbach den ersten unserer fünf Bäche passiert.

Wir gehen nicht weiter in Richtung der Illingmühle, sondern biegen nach links ab, in den bergan führenden Weg, welcher mit einem grünen Strich gekennzeichnet ist. Diesem müssen wir etwa 500 m folgen, bis wir ganz oben, den kreuzenden Kammweg treffen. Den Kammweg gehen wir nach links hinein und wandern auf diesem, bis uns ein Wegweiser auf den Mäusebachweg hinweist. Der Mäusebach oder auch kleine Gimmlitz ist unser erster Bach welchem wir folgen und einer der Gimmlitzzuflüsse. Seine Quelle hat der Mäusebach etwa 1 km nordwestlich des Kannelberges (Drachenkopf). Vier Kilometer fließt sie, bevor sie zwischen Illing- und Kummermühle ihr Wasser der Gimmltz gibt. Etwa 1500 m folgen wir dem Verlauf des Mäusebachs und können uns dabei von der landschaftsgestaltenden Kraft, selbst eines solch kleinen Baches überzeugen. Kurz vor der Pension und Gaststätte Oberknapp gelangen wir auf die Kalkstraße. Wer durch des ständigen Blick auf den Bach Durst bekommen hat, kann hier schnell nach rechts in die Gaststätte abweichen, um ein "Rechenberger" zu trinken. Ansonsten laufen wir nach links auf der schnurgerade verlaufenden Kalkstraße. Langweilig wird uns hier nicht, gibt es doch etliche große Berg-Ahorn zu betrachten. Nach 1000 m erreichen wir eine große Wegekreuzung. Nach links gehen der Krötenbachweg und der A-Weg. Beide würden uns zurück zum Gimmlitz führen. Nach Westen verläuft der Proßweg über Rechenberg nach Bienenmühle. Wir wählen den südwärts führenden Brettellenweg. Er verläuft zu großen Teilen parallel zum Brettellenflüsschen. Auf seinem nur 1 1/2 km langem Weg zur Mulde hat er ein traumhaft schönes Tal geschaffen. Schon häufig habe ich hier im Blog darauf hingewiesen. Im unteren Teil erfreuen uns riesige Fichten und Buchen.

Am Ausgang der Brettelle sehen wir die dem Blog den Namen gebende Sommerfrische. Hier gehen wir nach links um dann auf der Straße nach rechts die Mulde zu überqueren und dieser dann bis zum "Erbgericht" Fluss aufwärts zu folgen. Hier ist die Mittagsrast geplant. Da wir inzwischen etwa 9 km Weg in den Beinen haben, ist diese Pause auch wohl verdient.


Die Karte zeigt uns an der linken Bildkante unsere gegenwärtige Pausenstätte, an welcher wir uns mit herzhaftem Esssen und erfrischendem "Rechenberger" Bier belohnen. Im Hintergrund der Kannelberg. Quellort für Mäusebach, Krötenbach, Brettellenflüsschen und Kalkfluss.


Nach dem Essen setzen wir unseren Weg in bisheriger Richtung fort, um wieder zurück in das Gimmlitztal zu gelangen. Direkt hinter dem Erbgericht geht es bergab über die Bitterbach (unser vierter Bach) und am Hotel "Lindenhof" vorbei. Ein Stück unseres Wege entlang der Mulde verläuft jetzt auf der Straße. Aber bald betreten wir den Muldenweg. Schnell haben wir die Drei-Telle erreicht und steigen auf dieser nach oben. An "Höhnes Ruh" vorbei, folgen wir nach rechts dem H-Weg. Ab jetzt wird es erst einmal komplziert. Das liegt daran, das wir zwar auf breiten, jedoch nicht markierten Wegen laufen. Als Grundorientierung: wir folgen dem Hauptweg unabhängig von Abzweigungen etwa 1 km mit südwestlicher Tendenz um dann an einer Gabelung den Weg nach Nordost zu wählen. Dieser bringt uns an die Gimmlitzquelle. Nach kurzer Besichtigungspause laufen wir einige Meter zurück um auf der schurgeraden Schneise 11 nach Westen zu wandern. Dort wo sie auf die Kalkstraße trifft geht es nach rechts in diese hinein. Bereits in den nächsten Weg nach links (Kalkflussweg) biegen wir ein. Dieser Weg folgt bald unserem fünften und letzten Bach und bringt uns an seiner Einmündung in die Gimmlitz wieder auf den Schlüsselweg. Bis zur Weichelt-Mühle sind es jetzt nur noch drei Kilometer - auch wenn die Wegweiser anderes behaupten.

Donnerstag, 6. September 2012

Bitte um Hilfe

die Sammlung von Walter Richter Karten ist inzwischen ziemlich umfangreich. Etwa 200 unterschiedliche Motivkarten sind es bislang in speziellen Album hinterlegt. Da viele Karten mehrfach verlegt wurden, liegt die Zahl der vorhandenen Karten sogar noch höher. Vor allem Motive aus Holzhau selbst (etwa 100) und dem benachbarten Rechenberg-Bienenmühle (fast 40) haben sich als die Schwerpunkte des fotografischen Schaffens von Walter Richter erwiesen. Daneben existieren aber auch Karten von:
- Burkersdorf
- Fleyh
- Hermsdorf
- Langenau
- Moldava
- Motzdorf
- Nassau
- Niklasberg
- Rehefeld

ich vermute einmal, dass es auch von anderen Orten Karten gibt. Daher meine Bitte um Mithilfe bei der Suche nach Karten. Mich interessiert jede Information, welche über den Stand der Erkenntniss im AK-Lexikon hinausgeht.

Montag, 20. August 2012

Mühlenwanderung durchs Gimmlitztal

die "Vertreibung" aus Holzhau hat sich für mich gelohnt. Das Wochenende in der Weichelt-Mühle war wunderschön und bot mir Gelegenheit einmal das Gimmlitztal in (fast) voller Ausdehnung zu durchwandern. Nur an der Quelle war ich diesmal nicht.
Die Wanderung bestand aus zwei Etappen, welche durch das Frühstück unterbrochen wurden. Vor dem Frühstück ging es um 6 Uhr los in Richtung Südost bis zur Kalkstraße. Zweimal kam ich dabei an der obersten der ehemals 23 (?) Wassermühlen, des nur 25 km langen Nebenflusses der Mulde vorbei. Seit dem  Bau der Talsperre Lichtenberg ab 1966 hat sich der Flußlauf noch erheblich verkürzt, wodurch nur noch die Standorte von 10 Mühlen zu besichtigen sind.
Frühstück gab es in meinem Quartier, der Weicheltmühle. Diese ist nicht nur eine wunderschöne Gaststätte und Pension, sondern als einzige der erhaltenen Mühlengebäude auch noch mit der funktionsfähigen Mühlentechnik ausgestattet und zu besichtigen.
Nach dem Frühstück führte mich der Weg durch das schattige Tal der Gimmlitz und immer an ihrem Verlauf entlang Richtung Talsperre. Vorbei an Müller-, und Illingmühle. Von der folgenden Finsterbusch-Mühle ist ebenso wie von der Rats-, Walk-, Schiller- und Kempe-Mühle nur noch der Standort zu besichtigen.

auch das Teichhaus Burkersdorf musste dem Talsperrenbau weichen.
Die Karte von Walter Richte ist über 100 Jahre alt























Von der Talsperre ging es via Dittersbach und Nassau zurück zur Weicheltmühle. Davon gibt es noch zwei besonders zu berichtende Dinge. Zuerst die herrliche Sicht vom Röthenhübel bei Nassau. Nur 670 m hoch, jedoch so günstig gelegen und eben unbewaldet, so dass von hier aus wunderbare Fernsichten in das Erzgebirge möglich sind. Obwohl das heiße Wetter nicht gerade gut für Fernsicht geeignet, hatte ich z.B. einen schönen Blick zum Schwartenberg und zur Augustusburg. Bei guter Fernsicht sieht man auch die höchsten Erzgebirgserhebungen, Keilberg un Fichtelberg.
Die zweite schöne Sache, war das kühle Rechenberger, welches mir die Wirtin der Pension Oberknapp einschenkte. Dazwischen gab es viele schöne und alte Bäume zu sehen. Berichtenswert vor allem starke Bergahorn (der stärkste an die 3 m BHU) und die im Umfang 4 m starke Eiche an der Agrargenossenschaft Nassau.


Freitag, 17. August 2012

Gold Wing Treffen in Holzhau

das kommende Wochenende hab ich frei und auch das Wetter verspricht sehr schön zu werden. Es wird wohl das heißeste Wochenende des Jahres. Möglich, dass in Deutschlands Südwesten gar die 40 °C geknackt wird. Ich hatte mir vorgenommen, nach Holzhau zu fahren. Dort wird es nicht ganz so heiß - ich denke mal so um die 25 - 27 °C.
Zum Glück aller Holzhauer Vermieter findet jedoch an diesem Wochenende auch das jährliche Gold Wing Treffen in Holzhau statt. Das ist wie Wintersaison im Sommer - also alle Quartiere besetzt. Was ein Segen für die Holzhauer Tourismusabhängigen ist, war mein Pech - kein Quartier frei.

Allerdings werde ich aus dieser "Not" einen persönlichen Glücksfall für mich machen und endlich einmal in der Weichelt.Mühle Quartier beziehen. Vorgenommen hatte ich mir das schon seit mehreren Jahren.

W. Richter Ansichtskarten von der Weichelt-Mühle oder des dazugehörigen Ortes Hartmannsdorf-Reichenau habe ich bisher nicht entdecken können. So ende ich heute mit einer Karte von Nassau, denn dahin werde ich sicherlich am Wochenende einmal wandern.

Montag, 30. Juli 2012

Walter Richter am Forsthaus Holzhau

bei meiner Sammelleidenschaft für Ansichtskarten achte ich nicht nur auf die Bilder. Häufig sind auch die Texte und sich aus Absender und Empfänger ergebende Zusammenhänge spannend.

Vor kurzen habe ich im eine Karte gekauft, dessen Motiv mir eigentlich bekannt ist und sich bereits in meiner Sammlung befand. Das Herstellungsdatum dieser Karte liegt spätestens im Mail 1899. Deutlich ist auf dieser, in einer mir bekannt vorkommenden Schrift vermerkt worden "das bin ich". Sofort lag für mich die Vermutung nahe, dass es sich hier um meinen Freund Walter Richter handeln könnte. Und richtig, die Karte ist an des jungen Walters Frankenberger Schulfreund adressiert.

Die Karte ist nicht aus dem Verlag von Walter Richter sondern vom Nestor der Ansichtskarten von Bienenmühle, Rechenberg und Holzhau Arthur Zieschang. Dieser war neben seiner Tätigkeit als Uhrmacher auch Herausgeber und Produzent vieler schöner Ansichtskarten. Sein Ladengeschäft befand sich in der damaligen Adresse "Bienenmühle 81". Heute ist das die Alte Straße 4 und Standort des Modellbahngeschäftes.

Wie es dazu kam, dass Walter Richter auf diese Karte kam, kann ich nur vermuten. Vielleicht ist er mit dem Photographen mitgegangen. als dieser einen Auftrag für seinen Vater Ernst ausführte. Interesse für so etwas lag bei Walter ja vor. Wir erinnern uns: es gibt eine Ansichtskarte aus dem Jahr 1898.

Mal schauen, ob es dazu noch weiteres in Erfahrung bringen lässt.

die Karte: gelaufen am 26.5.1899

Detail aus der Karte mit W. Richter, damals noch keine 14 Jahre alt