... soll die größte Freude sein. Beim meinem Wanderurlaub ist es die drittgrößte Freude. Größer ist es,
2. diese Freude mit Freunden zu teilen und dann
1. das worauf man sich freute umzusetzen.
Zur Freude gehört es letztlich auch, den Gewinn zu teilen. Und alles worauf man sich einmal gefreut hat, bringt Gewinn. Welcher umso größer ist, desto mehr man sich bemüssigt hat, die Vorfreude zu teilen. Man nutzt sich also durch teilen auch selbst - möglicherweise sogar am meisten.
Eigentlich sollte meine Reise in das Erzgebirge nördlich und südlich des Kannelberges erst am Sonnabend beginnen. Durch Verzicht auf einen gut bezahlten Arbeitstag am Karfreitag und das Verständnis meines Chefs dafür, habe ich einen Tag gewonnen und fahre nunmehr schon am Karfreitag los. Zur Zeit der Veröffentlichung dieses Beitrages, ist mein Zug nach Süden gerade abgefahren - so hoffe ich jedenfalls.
Reichlich vier Stunden später steige ich in Rechenberg oder Holzhau (genau entschieden habe ich mich noch nicht - präferiere aber den Weg vom Bahnhof Holzhau über die Dreitelle und die Gimmlitzquelle) aus dem Zug der Freiberger Eisenbahn und wandere hinüber zur Weicheltmühle.
Bis dahin ist aber jetzt noch 1 1/2 Tage Zeit. Davon nutze ich einen guten Teil, meine Vorfreude zu teilen. Selbst die Arbeitszeit werde ich dafür nutzen.
Die Wanderschuhe sind bereits geputzt und stehen bereit, ihre Aufgaben zu erfüllen. Mein Wanderstock steht daneben und hat mir schon freudig zugeblinzelt.
Auch der Rucksack ist schon fast fertig gepackt. Briefmarken für Botschaften an Verwandte und Kollegen sind im Gepäck. Reiseliteratur ist ebenso bereit gelegt. (Henry David Thoreau: Vom Wandern).
16.April 2014
Als heutiges Foto: der Kannelberg vor 100 Jahren. Heute sieht das Panorama nicht viel anders aus.
Im Jahr 1895 beantragte Ernst Richter aus Frankenberg/Sa. den Bau eines Wohnhauses in Holzhau. Mit dessen Fertigstellung, noch im selben Jahr, war die erste Holzhauer gewerbliche Einrichtung für den Tourismus entstanden. Die ersten "Sommerfrischler" kamen spätestens 1896. Holzhau ist heutzutage vor allem für Wintersportler anziehend, aber zu jeder Jahreszeit einen Urlaub wert. Auch wenn es "Richters Sommerfrische" seit ca. 75 Jahren unter diesem Namen nicht mehr gibt.
Willkommen
Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.
Freitag, 18. April 2014
Donnerstag, 3. April 2014
Aprilscherze und weniger Lustiges
Die bekannte Holzhauer Internetseite holzhau.de brachte gestern einen guten und sinnigen Aprilscherz. Kurz zusammengefasst: Investoren wollen zwischen dem Haltepunkt Rechenberg und dem jetzigen alpinen Skigebiet Holzhau ein neues Skigebiet errichten. Etwas weniger ausgebaut, hätte diese Geschichte einen ziemlich großen Grad an Glaubwürdigkeit für mich gehabt. Da wo viel Geld verdienbar erscheint, sind auch die skurrilsten Dinge möglich.
Nicht geglaubt hätte ich, wenn geschrieben worden wäre, ein bekannter Discounter möchte in Holzhau eine kleine Verkaufsstelle für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs errichten. Das würde den Holzhauern und ihren Besuchern nützen. Richtig Geld verdienen lässt sich damit aber nicht. Solch Aprilscherz fiele sofort durch, weil ihn jeder auf Anhieb erkennt.
In meinem Holzhau-Urlaubs-Leben, habe ich insgesamt 5 solcher Läden in Holzhau wahrhaftig kennen gelernt. So ich mich recht entsinne existierten sogar drei davon parallel.
Der erste mir bekannte Laden war der "Augustin" - jetzt befindet sich dort die "Bergstraße 10". Das war so ein richtiger alter Krämerladen. Praktisch genau gegenüber, an der alten Landstraße hatte der zweite Laden seinen Standort. Ich erinnere mich, das wir dort immer Buttermilch getrunken haben. Aus Halbliter Glasflaschen mit Stanniolverschluss.
Dieses Geschäft war eigentlich ein Doppelladen. Denn im anderen Eingang ging es zu einem kleinen Haushaltswarenladen. Solche Läden waren für mich als Kind so etwas, wie es heutzutage Baumärkte für den Mann als solchen sind.
Der dritte Laden entstand später neu - und zwar im Oberdorf an der Bergstraße. Heutzutage zu einem Wohngebäude umgebaut. Wenn ich zu Besuch nach Holzhau kam, kaufte ich hier manchmal eine kleine Flasche Likör um bei meinen Gastgebenden Großonkel und Großtante zu "schnäpseln".
Mit dem Bau der "Akademie" entstand dort eine kleine, aber schöne Kaufhalle. Als diese in den 1990ern dicht machte, wurde in der benachbarten ehemaligen Post ein Geschäft eröffnet.
Inwischen ist auch dieses nur noch Geschichte. Keine lustige.
Na klar. es gibt Bilder von . Richter mit Geschäftsansichten. Ich stelle eins mit dem "Augustin" ein. 1908.
Samstag, 22. März 2014
doppelte Frühlingsgefühle
Bei mir zu hause, erlebe ich gerade den Einzug des Frühlings, mit allem was so dazu gehört. Die Natur zeigt uns mit dem Wachsen und Erwachen, dem Sprießen und Knospenknall ihre Frühlingsgefühle und erzeugt dadurch in uns eben solche. So schön wie Möricke in seinem Frühlingsgedicht oder Goethe im Osterspaziergang, kann ich es nicht ausdrücken. Was ich aber kann - es ebenso schön empfinden. Und das geht sicher vielen Menschen so.
Durch meine Urlaubsplanung hoffe ich, es sogar zweimal zu empfinden. Jetzt bei mir im BGFAS und in genau 4 Wochen noch einmal im geliebten Erzgebirge, rund um den Kannelberg.
Eine richtige Frühlingskarte von Walter Richter habe ich nicht im Angebot. So begnüge ich mich mit einer Sicht ins Dekolleté des Holzhauer Busens der Natur. Und so ein Blick allein, kann schon frühlingshafte Gefühle erwecken.
Freitag, 21. Februar 2014
10.000 im Visier
Nein, nicht 10.000 "Rechenberger" sind das Ziel. Obwohl ich einmal nachrechnen sollte, wie viele kleine Bier ich während der bislang über 600 in Holzhau und dessen unmittelbaren Umgebung verlebten Urlaubstage getrunken und wieder ausgeschwitzt habe. Vorerst sollen jedoch diese Trinkgewohnheiten, mein Geheimnis und das der Gastwirte bleiben, welche das wirklich wahre Bier auschenken. Gibt es doch Gaststätten im Revier, welche kein Rechenberger führen und deshalb von mir möglichst gemieden werden. (Bei Schätzen Sie mal, wird das Geheimnis aber gelüftet)
Gemeint sind vielmehr die Wanderkilometer. Nach meiner Statistik, wird nämlich im diesjährigen Osterurlaub, der 10.000te von mir erwanderte Kilometer erreicht - und zwar am 24.4.2014. Wenn nicht ein Wetterumschwung, mit sehr viel Schnee die Wanderaktivitäten behindert. Dann würde diese Marke einen Tag später erreicht. Nach Verlautbarung der Wetterpropheten vom Deutschen Wetterdienst, sollte solch Umschwung eigentlich nicht eintreten. Diese hatten vor einigen Tagen den Winter für beendet erklärt.
Genau weiß man aber nicht, ob sich der Kollege Winter daran hält. Nur zur Erinnerung: zum Osterfest des Vorjahres lag in Holzhau erheblich mehr Schnee, als im bisherigen gesamten Winter 2013/2014.
Genau weiß man aber nicht, ob sich der Kollege Winter daran hält. Nur zur Erinnerung: zum Osterfest des Vorjahres lag in Holzhau erheblich mehr Schnee, als im bisherigen gesamten Winter 2013/2014.
Freude gemacht hat mir ein Zeitungsartikel in der "Freiberger Zeitung", dem Holzhauer Regionalteil der "Freien Presse". Dieser befasst sich mit dem Thema des diesjährgen Schneemangels, aus Sicht seines Einflusses auf den Fremdenverkehr. Hier wird einmal darauf eingegangen, dass man auch ohne Schnee schönen Holzhau-Urlaub verleben kann. Frau Kaden vom Fremdenverkehrsamt nannte einige Alternativen. Ich hoffe, das lesen recht viele potentielle Urlauber und buchen Holzhau.
Der Osterurlaub wird wieder eine zwei-Täler Aktion. Sie beginnt diesmal im Gimmlitztal um im Muldental fortgesetzt zu werden. Meine Vorfreude endlich wieder dort zu sein, wächst von Tag zu Tag. Acht Wochen Vorfreudezeit liegen noch vor mir.
Wenn ich daran denke, werde ich mir die Stelle merken, an welcher die bedeutsame 10.000er Grenze überschritten wird. Und ich meine, dass ich daran denke und diesen Punkt in die Nähe einer Schankstelle für ein isotonisches Getränk ansiedeln werde.
Und als nächstes Ziel bietet sich die 11111 an. Das wird aber sicher erst 2016 erreicht.
Und als nächstes Ziel bietet sich die 11111 an. Das wird aber sicher erst 2016 erreicht.
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| Ein geeigneter Ort für die 10.000. Ansicht aus dem Jahr 1926 (Karte von 1929) |
Samstag, 15. Februar 2014
Fremdenverkehrs- und Heimatverein Holzhau 1934 e.V.
Der Name sagt es bereits, der Holzhauer Fremdenverkehrsverein wurde sonderbarerweise erst 38 Jahre nach dem "offiziellen" Beginn des Fremdenverkehrs in Holzhau, ausgelöst durch die Eröffnung von Richters Sommerfrische gegründet. Weiß der Teufel warum es diese Verzögerung gab. Möglicherweise erfahre ich das warum für diese späte Gründung, noch in diesem Jahr. Denn dessen 80er Jahrestag soll festlich begangen werden und wird durch Fachleute akribisch vorbereitet.
Ich selbst habe auch erst in diesem Jahr bewußt davon Kenntnis genommen, obwohl ich schon mehrfach im www darüber gelesen habe.
Vorerst stelle ich dazu eine W. Richter Karte aus dem Jahr 1934 ein.
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