Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Mittwoch, 9. September 2015

gesagt, getan. 2. Holzhauer Wandertag

wie angekündigt haben wir innerhalb 1/2 Jahres, schon den zweiten Holzhauer Wandertag von Kollegen unserer Firma durchgeführt. Allein der Fakt als solches ist sicher bemerkenswert. Kollegen eines Unternehmens kommen so gut miteinander zurecht, dass sie mehrfach gemeinsam etwas unternehmen. Nicht nur ein Bier nach Feierabend trinken, sondern gar zusammen mehr als 200 km wegfahren. Die Wanderung hatte ich nach den Erfahrungen des ersten Wandertages ein wenig anders strukturiert. Sie war etwas kürzer und enthielt nur einen Anstieg von weniger als 200 m. Zudem war der Gesamthöhenunterschied in Etappen untergliedert und es gab mehrere Verpflegungsstellen. Dabei besuchten wir vier der Bewirtungsstellen des Ortes.

Die Beschreibung der Wanderung im Einzelnen. Es begann mit einem kräftigen Frühstück im "Erbgericht" Holzhau, unserem Quartier. Der Weg führte danach durch das Muldental in Richtung Osten. Am "Eingang" des Holzhauer Ortsteiles Teichhaus, folgte dann der erste spürbare Anstieg auf der alten Torfstraße. Nach Überquerung des Steinbaches bogen wir aber in den Hirschübelweg ab, um diese 750 m hohe Erhebung zu umrunden. Am Hirschbach folgten wir der Grenze zur Tschechischen Republik, bekamen dabei Berührung mit der besonderen Natur des Moores an der Grenze und den Blick in die Ferne. Dann waren wir schon wieder an der Torfstraße und folgten dieser bis zum ersten Verpflegungspunkt "Torfhaus". Energie wurde praktischerweise in flüssiger Form aufgenommen. Das im Bier enthaltene gute Rechenberger Brauwasser füllte zugleich den Flüssigkeitsgehalt wieder auf. Unsere beiden jüngsten Teilnehmer ließen dem Getränk noch eine zuckerhaltige Lösung hinzufügen. Die Älteren mochten solche Panscherei nicht, verstößt das doch eklatant gegen das Reinheitsgebot. Aber eben Jeder nach seiner Facon. Nach dieser Erholung folgten wir weiter der Torfstraße, um an der Fischerbaude das erste Mal den höchsten Punkt der Wanderung zu erreichen. Dort gab leckeres Essen und feingehopfte Getränke. Komischerweise wusste man dort schon, was ich essen werde.
Nach dem Essen verlief der Weg auf der Alten Landstraße und auf den Spuren der alten Händler und Pilger auf dem Rückweg. Zur dritten Rast waren wir dann pünktlich zu Kaffee und Kuchen in der "88". Wo wir sogar einem Geburtstagskind gratulieren konnte.
Von hier aus erfolgte der Marsch zurück ins Erbgericht. Vorbei am Flößerhaus mit seinem schönen Garten und über den Kirchsteig, welcher Teil des Kräuterpfades ist. Gern hätten wir auch noch in "Richters Sommerfrische" ein frisch gezapftes Bier genossen. Aber das Auschankrecht hat diese ehemals beliebte Gaststätte leider immer noch nicht. So musste das mit dem Bier ins Erbgericht verschoben werden.

Am Stammtisch erfolgte die ernsthafte Auswertung und Planung des nunmehr schon dritten Wandertages, welcher im 2.Quartal des nächsten Jahres stattfinden wird. Dann sicher auch wieder mit den Beiden, welche dieses mal aus Bildungs- bzw. Krankheitsgründen nicht dabei sein konnten. Vielleicht auch mit weiteren Teilnehmern.

Ich werde schon zuvor dann und wann vorbei schauen, um zu prüfen wie der Wirt auf uns vorbereitet ist. Werde dabei auch in Stichproben prüfen, ob das Bier die Quailtät hält.

90 Jahre ist die Walter Richter-Karte alt, welche uns den Rechenberger Blick zeigt, wie auch wir ihn hatten.



Dienstag, 1. September 2015

ich freue mich vor

Nachdem der 1. Holzhauer Wandertag sehr gut gelungen war, machen wir das jetzt gleich noch einmal. Mich freut es selbstverständlich ungemein, dass es meinen Kolleginnen und Kollegen so prima gefallen hat. So hat die Angelegenheit die Fähigkeit eine Tradition zu werden. Dazu werden wir gemeinsam am Runden Tisch des Holzhauer Erbgerichtsgasthofes beraten und Pläne für das kommende Jahr schmieden. Rechenberger Bier und Vogelbeerlikör werden uns dabei inspirieren.
Für den 2. Holzhauer Wandertag, habe ich mir bereits umfassend Gedanken gemacht und, so meine ich, ein schönes Programm zusammengebastelt.

Freue mich wie verrückt. 

Als Karte habe ich eine etwa 100 Jahre alte Ansicht der Torfstraße mit dem Torfhaus heraus gesucht. Möglicherweise führt uns bei der Wanderung der Weg hier entlang. 


Samstag, 22. August 2015

durchs ganze Gimmlitztal

Meinen diesjährigen sechsten Aufenthalt an den Hängen des Kannelberges habe ich zu einem Kurzurlaub in der Weicheltmühle genutzt. Übrigens der sechste in dieser wunderbar gelegenen Wandergaststätte. Dabei habe ich mir zugleich einen Wunsch erfüllt und mal einen kompletten Flusslauf an einem Tag abgewandert. Den der Gimmlitz. Ein Fluss, welcher früher einmal mit seinem Wasser 23 Mühlen antrieb. Das auf nur 25 km Länge! 
Zur Beschreibung der Wanderung.
Start war der Bahnhof Lichtenberg/Erzgebirge. Von hier aus musste ich erst einmal ein Stück in die "falsche" Richtung laufen. Etwa 1 km nordwestlich der Bahnstation befindet sich nämlich die Mündung der Gimmlitz in die Freiberger Mulde. Hier - 388 m oberhalb des Meerespiegels begann nun mein Lauf entgegen dem der Gimmlitz. Es ging also immer bergauf. Die ersten Kilometer waren nicht so richtig schön für einem Waldwanderer. Die Strecke verläuft hier immer entlang der Straße nach Südosten. Der Höhepunkt dieses Teilstückes, war mein vorbeiwandern am Lichtenberger Demenz-Zentrum. Dessen Bewohner saßen beim morgendlichen Singen. Es erklang gerade "Das Wandern ist des Müllers Lust". Es ist in etwa vorstellbar, welche Freude das auslöste, als ihnen bei diesem Lied ein Wanderer zuwinkte. Auch mich hat es gefreut. Das half auch den ersten längeren Anstieg bis zur Dammkrone der Talsperre Lichtenberg bei ca. 500 m zu überwinden. Am Nordufer des Stausees durfte ich nun endlich durch den Wald wandern. Hier läuft man im Schatten der Bäume und hört rechterhand das Rauschen der Gimmlitz. Das war dieses Mal nicht so heftig - die Hitze wirkt sich eben auch hier aus. Wobei der Zustand des Waldes besser war, als befürchtet. Allerdings gab es auf dem Abschnitt vor der Kummermühle auch völlig trocken gefallene Abschnitte des Flusses. 
Der weitere Weg bis zur Zwischenstation Weicheltmühle verlief ohne Besonderheiten, Hinter der Illingmühle benutzte ich den Konrad-Weichelt-Wanderweg, welcher leider jetzt ziemlich bewachsen ist. Zu wenig Wanderer sind unterwegs und wir dürfen nicht nur darauf hoffen, das uns die Wege permanent frei gehalten werden. In der Weichelt-Mühle gab es ein großes Rechenberger und extra wegen meines kommens zubereitete Flecke. Nach dem ablegen des Gepäcks und Umgewandens, ging es dann weiter Richtung Quellort. Dafür schlug ich einen Bogen durch den Ort Hermsdorf, um zwischendurch im dortigen Bierkeller noch ein Rechenberger als Wegzehrung zu tanken. Doch Pustekuchen! Ein Schild mit dem Hinweis auf eine geschlossene Gesellschaft wimmelte mich ab. Über das Kalkwerk lief ich also stark unterhopft zur Gimmlitzqelle. Diese war ebenso wie der Bierkeller völlig trocken. Dennoch war ich zufrieden. Auch wenn mich das Rohr in fast 780 m Höhe, aus welchem die Gimmlitz fließen soll keinen Tropfen von sich gab - ich hatte den kompletten Fluß erwandert und dabei fast 400 m Höhenunterschied überwunden. Konnte also frohgemut zurück in die Weicheltmühle laufen.

Als Karte eine mehr als 100 Jahre alte Ansicht, des nach Bau der Talsperre Lichtenberg, in dessen Stausee versunkenen Teichhauses Burkersdorf.


Freitag, 31. Juli 2015

noch einmal Kurzwanderungen

So wie geplant sind wir die Kurzwanderungen auch gelaufen. Fanden dabei, in den am Wege befindlichen Gaststätten (Torfhaus, Fischerbaude, Lindenhof und Erbgericht) gastliche Aufnahme, Speis und Trank. Zu ergänzen wäre noch, dass sich auch lohnt, die Wanderung nach dem Mittagessen zu starten und als Kaffeewanderung durchzuführen. Denn das ebenfalls im Kreis der Wanderstrecken stehende  Berghotel "Talblick", bietet sehr gute Kaffee- und Teespezialitäten an.

Im jetzigen Beitrag möchte ich beginnen, mich einer variablen Rundwanderung nördlich des Muldentales zu widmen. Waren wir im ersten Teil im Fischerwald, so befinden wir uns nun im Töpferwald. Welcher nach meiner persönlichen Ansicht den schönsten Teil des Holzhauer Wanderrevieres beinhaltet. Zentrale Wege in diesem schönsten Teil, sind der Brettellenweg, der N-Weg, der Reitsteig, der Buchensteig und die Dreitelle. Über diese Wege, sowie den sich anschließenden Viertellenweg lassen sich sehr schöne Rundwanderungen von etwa 3 km bis 9 km durchführen. Zwei der Varianten stelle ich hier, in zwei aufeinander folgenden Beiträgen vor. 

Die erste ist eigentlich als Kurzwanderung zu bezeichnen. Nur etwa 3 km lang und 50 m Höhenunterschied. Fit sollte man dennoch sein. Unser Startort ist der Holzhauer Erbgerichtsgasthof. Es geht durch die schönen Außenanlagen des Hotels Lindenhof und an diesem vorbei über die Muldenbrücke nach rechts in das Muldental. Kurz vor der Feuerwehr führt der gelb markierte N-Weg steil nach oben. Nach 300 m Aufstieg kreuzt der Buchensteig. In diesen biegen wir nach links ein. Wer mag kann aber zuerst einen Abstecher nach rechts machen und bis oberhalb des Försterfelsens und zurück laufen. 
Der Buchensteig zieht sich in einer Höhenlage von 640 m um den Berg herum. Nach links gibt es schöne Blicke ins Muldental und nach Oberholzhau. Rechterhand ragen, zum Teil recht gewaltige Felsen aus dem Gelände. Nach Vollendung eines gelaufenen Halbkreises um den Berg, überqueren wir den an dieser Stelle sehr steilen Schwerdtweg. Der Buchensteig wird jetzt manchmal etwas feucht. Und wir sollten nicht erschrecken, wenn plötzlich ein Hirsch vor uns steht. 
Nur wenige Minuten nach Querung des Schwerdtweges geht es steil bergab zum asphaltiertem Brettellenweg. Diesen laufen wir hinunter. Aber langsam und mit Genuß. Es ist mein Genußwald und Ort zu träumen. Also nicht wundern, wenn Euch beim wandern und lauschen an diesem Ort schöne Träume begegnen. Manchen dieser Träume habe ich dort deponiert. Die Brettelle ist wunderschön mit riesigen Fichten und Buchen bestanden. Die Telle herab rauscht das Brettellenflüsschen, gespeist von etlichen kleinen Bächen. Neben den bereits genannten, ein hohes Gewölbe bildenden Buchen und Fichten, sieht man hier Ulmen, Berg- und Spitzahorn, Eberesche, Esche und Sal-Weide. Dazwischen Trauben-Holunder, Brom- und Himbeere, Farne, Schachtelhalm sowie eine Vielzahl von krautigen Gewächsen und Gräsern. Schwer sich loszureißen von diesem Ort.

Ganz unten angekommen befindet sich der Urahn der Holzhauer Ferienhotels. Heutzutage zwar privat liebevoll instand gehalten - leider jedoch nicht einmal für einen Kaffee, ein Bier oder eine Bockwurst geöffnet. Warum nur?

Wir gehen nach links und gelangen auf dem rechts neben der Straße befindlichen Weg zurück zum Ausgangspunkt. Dort kann, wer mag im Kneippbecken ein wenig Wasser treten.

Die Karte des Tages zeigt uns einen Teil unserer Wanderstrecke.


Mittwoch, 15. Juli 2015

Kurzwanderungen

Ich will das nicht unbedingt als Seniorenwanderungen verschubladen. Denn es gibt durchaus Senioren, welche längere Strecken unterwegs sein können und wollen. Auf der anderen Seite will aber nicht jeder Urlauber unterhalb des Seniorenalters weite Strecken gehen. Oder er kann es nicht. Außerdem müssen auch Familien mit kleinen Kindern Berücksichtigung finden. Kurz und gut - im Angebot eines Urlaubsortes sollten auch Wanderziele für kurze Strecken stehen. Eine der klassischen Holzhauer Kurzstrecken ist jene zum Teichhaus. Oder muss ich hier schreiben war? Denn so richtig auf dem laufenden bin ich da nicht. Hat das Teichhaus auch nach der Übernahme der Schulspeisung für Wanderer geöffnet? Wenn das nicht so ist, wäre das ein Verlust für die Wanderqualität der Gegend.(Aktuell steht am Haus, dass an Wochenenden und Feiertagen, ansonsten auf gut Glück geöffnet ist. //Oktober 2016)
Das heißt selbstverständlich nicht, es geht nicht mehr. Nach wie vor gibt es ein Vielzahl schöner Wanderstrecken zwischen dem "Erbgerichtsgasthof" im Tal (alternativ dem "Lindenhof") und der "Fischerbaude" auf 760 m Höhe. Umgedreht funktioniert diese Wanderung selbstverständlich auch für Gäste der "Fischerbaude". 
So wandere ich je nach Lust zuerst den Muldenweg bis zum Ortsteil Teichhaus und gehe dann entweder über den Schwarzen Buschweg, das Schwarze Ringel oder verschiedene Torfstraßenvarianten nach oben. Die Torfstraße bietet den Vorteil, am "Torfhaus", welches man nach 5 km erreicht, eine gastronomische Zwischenstation vorweisen zu können. Hingegen ist die Schwarzer Buschweg Route recht sanft. An Ruhetagen der "Fischerbaude" ist dieser Verlauf gut als Rundstrecke ohne Rast gangbar. Über den Johannes-Kamprath-Weg gelangt man nämlich über die schöne Aussicht an der Alten Straße wieder zurück an den Ausgangspunkt und hat dann ca. 7 km in den Beinen und 100 Meter Höhenunterschied überwunden. Die genannten anderen Alternativen sind etwas länger und erfordern 150 Meter Differenz zwischen tiefstem und höchstem Punkt der Strecke. Mit einem Abstecher zur Steinkuppe, um sich dort ins Gipfelbuch eintragen zu können, sind es knapp 200 Meter. Alle Varianten bleiben aber unter 9 km Weglänge.
Das Gute an diesen Wanderungen: alle sind abwechslungsreicher, als die Kaffeehauswanderung hin- und her über den Muldenweg zum Teichhaus.  Und sowohl "Erbgericht" und "Lindenhof", als auch die "Fischerbaude" sind zuverlässig geöffnete Gaststätten. Aktuelle Ruhetage: Fischerbaude am Montag (Ausnahme sind Feiertage und Ferien in Sachsen), Erbgericht am Mittwoch.

Als Karte heute den Blick von der Alten Landstraße. Die Ansicht ist älter als 100 Jahre, hat aber einen hohen Wiedererkennungseffekt.