Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Montag, 20. August 2012

Mühlenwanderung durchs Gimmlitztal

die "Vertreibung" aus Holzhau hat sich für mich gelohnt. Das Wochenende in der Weichelt-Mühle war wunderschön und bot mir Gelegenheit einmal das Gimmlitztal in (fast) voller Ausdehnung zu durchwandern. Nur an der Quelle war ich diesmal nicht.
Die Wanderung bestand aus zwei Etappen, welche durch das Frühstück unterbrochen wurden. Vor dem Frühstück ging es um 6 Uhr los in Richtung Südost bis zur Kalkstraße. Zweimal kam ich dabei an der obersten der ehemals 23 (?) Wassermühlen, des nur 25 km langen Nebenflusses der Mulde vorbei. Seit dem  Bau der Talsperre Lichtenberg ab 1966 hat sich der Flußlauf noch erheblich verkürzt, wodurch nur noch die Standorte von 10 Mühlen zu besichtigen sind.
Frühstück gab es in meinem Quartier, der Weicheltmühle. Diese ist nicht nur eine wunderschöne Gaststätte und Pension, sondern als einzige der erhaltenen Mühlengebäude auch noch mit der funktionsfähigen Mühlentechnik ausgestattet und zu besichtigen.
Nach dem Frühstück führte mich der Weg durch das schattige Tal der Gimmlitz und immer an ihrem Verlauf entlang Richtung Talsperre. Vorbei an Müller-, und Illingmühle. Von der folgenden Finsterbusch-Mühle ist ebenso wie von der Rats-, Walk-, Schiller- und Kempe-Mühle nur noch der Standort zu besichtigen.

auch das Teichhaus Burkersdorf musste dem Talsperrenbau weichen.
Die Karte von Walter Richte ist über 100 Jahre alt























Von der Talsperre ging es via Dittersbach und Nassau zurück zur Weicheltmühle. Davon gibt es noch zwei besonders zu berichtende Dinge. Zuerst die herrliche Sicht vom Röthenhübel bei Nassau. Nur 670 m hoch, jedoch so günstig gelegen und eben unbewaldet, so dass von hier aus wunderbare Fernsichten in das Erzgebirge möglich sind. Obwohl das heiße Wetter nicht gerade gut für Fernsicht geeignet, hatte ich z.B. einen schönen Blick zum Schwartenberg und zur Augustusburg. Bei guter Fernsicht sieht man auch die höchsten Erzgebirgserhebungen, Keilberg un Fichtelberg.
Die zweite schöne Sache, war das kühle Rechenberger, welches mir die Wirtin der Pension Oberknapp einschenkte. Dazwischen gab es viele schöne und alte Bäume zu sehen. Berichtenswert vor allem starke Bergahorn (der stärkste an die 3 m BHU) und die im Umfang 4 m starke Eiche an der Agrargenossenschaft Nassau.


Freitag, 17. August 2012

Gold Wing Treffen in Holzhau

das kommende Wochenende hab ich frei und auch das Wetter verspricht sehr schön zu werden. Es wird wohl das heißeste Wochenende des Jahres. Möglich, dass in Deutschlands Südwesten gar die 40 °C geknackt wird. Ich hatte mir vorgenommen, nach Holzhau zu fahren. Dort wird es nicht ganz so heiß - ich denke mal so um die 25 - 27 °C.
Zum Glück aller Holzhauer Vermieter findet jedoch an diesem Wochenende auch das jährliche Gold Wing Treffen in Holzhau statt. Das ist wie Wintersaison im Sommer - also alle Quartiere besetzt. Was ein Segen für die Holzhauer Tourismusabhängigen ist, war mein Pech - kein Quartier frei.

Allerdings werde ich aus dieser "Not" einen persönlichen Glücksfall für mich machen und endlich einmal in der Weichelt.Mühle Quartier beziehen. Vorgenommen hatte ich mir das schon seit mehreren Jahren.

W. Richter Ansichtskarten von der Weichelt-Mühle oder des dazugehörigen Ortes Hartmannsdorf-Reichenau habe ich bisher nicht entdecken können. So ende ich heute mit einer Karte von Nassau, denn dahin werde ich sicherlich am Wochenende einmal wandern.

Montag, 30. Juli 2012

Walter Richter am Forsthaus Holzhau

bei meiner Sammelleidenschaft für Ansichtskarten achte ich nicht nur auf die Bilder. Häufig sind auch die Texte und sich aus Absender und Empfänger ergebende Zusammenhänge spannend.

Vor kurzen habe ich im eine Karte gekauft, dessen Motiv mir eigentlich bekannt ist und sich bereits in meiner Sammlung befand. Das Herstellungsdatum dieser Karte liegt spätestens im Mail 1899. Deutlich ist auf dieser, in einer mir bekannt vorkommenden Schrift vermerkt worden "das bin ich". Sofort lag für mich die Vermutung nahe, dass es sich hier um meinen Freund Walter Richter handeln könnte. Und richtig, die Karte ist an des jungen Walters Frankenberger Schulfreund adressiert.

Die Karte ist nicht aus dem Verlag von Walter Richter sondern vom Nestor der Ansichtskarten von Bienenmühle, Rechenberg und Holzhau Arthur Zieschang. Dieser war neben seiner Tätigkeit als Uhrmacher auch Herausgeber und Produzent vieler schöner Ansichtskarten. Sein Ladengeschäft befand sich in der damaligen Adresse "Bienenmühle 81". Heute ist das die Alte Straße 4 und Standort des Modellbahngeschäftes.

Wie es dazu kam, dass Walter Richter auf diese Karte kam, kann ich nur vermuten. Vielleicht ist er mit dem Photographen mitgegangen. als dieser einen Auftrag für seinen Vater Ernst ausführte. Interesse für so etwas lag bei Walter ja vor. Wir erinnern uns: es gibt eine Ansichtskarte aus dem Jahr 1898.

Mal schauen, ob es dazu noch weiteres in Erfahrung bringen lässt.

die Karte: gelaufen am 26.5.1899

Detail aus der Karte mit W. Richter, damals noch keine 14 Jahre alt

Freitag, 13. Juli 2012

Mit dem Fahrrad durch Gebirge


Heute einmal mit dem Auschnitt aus einer Karte von W. Richter. Sie zeigt uns vor dem Hintergrund von Richters Sommerfrische einen Mann mit Fahrrad. Möglicherweise W. Richter selbst. Auch damals schon war der "Drahtesel" ein beliebtes Transportmittel, um von einem Ort zum anderen zu gelangen.  Polizist und Postbote nutzen das Fahrrad ebenso, wie Privatleute.
Mir fiel das ein, als ich vor zwei Tagen in der mdr-Sendung "biwak" einen Beitrag zum Biken im Erzgebirge sah. Schon das Wort zeigt den Unterschied zwischen damals und heute. Mit der früheren Fahrrädern, ohne Schaltung konnte man vor allem in der Ebene und bei Abfahrten gut vorankommen. Bergauf, wie hier in der Brettelle hieß es - schieben.
Mit heutigen speziellen "Bikes" schafft es der einigermaßen über Ausdauer verfügende Radler auch den Berg hoch und im schwierigen Gelände - wie uns die Sendung anschaulich demonstrierte. Aktueller Trend sind E-Bikes, also Fahrräder mit elektromotorischer Unterstützung. Damit können selbst wenig trainierte Radler, die Strecken im Erzgebirge bewältigen.

Die im Beitrag gefahrene Strecke über Illingmühle - Weicheltmühle - Schickelshöhe - Steinkuppe, ist auch eine schöne Wanderstrecke. Bin ich mit Start und Ziel "Erbgericht Holzhau" so ähnlich schon gelaufen. Aber fit möchte man dafür schon sein. Es sind deutlich über 20 km zu bewältigen.

Was ich im schönen mdr Beitrag (welcher sicher schon im Frühjahr entstand) auch noch feststellte ist, dass die Steinkuppe schon wieder geschrumpft ist. Früher war sie 806 m hoch, biwak hatte sie in der 8000 Tour auf 805 m abgesenkt, jetzt wurden 804 m genannt. Also noch 5 Beiträge bis zur 799!