Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Dienstag, 12. Juli 2016

welches ist der Wert eines Baumes?

An diesem Beitrag bastle ich schon eine Weile dran herum. Es ist auch gar nicht so einfach den Wert einer Sache, eines Wesens, einer Person zu bestimmen. Wobei letzteres eigentlich noch das Einfachste ist. Unsere Konventionen sagen uns, dass der Wert eines Mensch unermesslich groß und daher zu schützen ist. Beim Menschen, zu welchen wir ein besonders inniges Verhältnis haben, möchten wir gar, dass sie unendlich Leben. 
Wer menschliches Leben zerstört, wird daher schwer bestraft, selbst noch ungeborenes Leben wird von diesem Schutz nicht ausgenommen - auch wenn hier unterschiedliche Zeit der Dauer der Existenz dieses heranwachsenden Lebens angesetzt wird. 
Einen Unterscheidung machen wir hier nur bei Staaten - jedenfalls die "guten" Staaten. Diese dürfen für "höhere Interessen" auch Menschen töten lassen. Dabei auch Kollateralschäden zulassen. Zum Beispiel im Krieg oder durch die einseitige Erklärung, wir würden uns im Krieg befinden. 


Bei Tieren beginnt eine stärkere Differenzierung. Das Haustier, besonders, wenn es mit uns nah verwandte Säugetieren sind, sehen wir ebenfalls diesen besonderen Wert des Lebens an - es ist des Lebens wert. Den verstorbenen Zierfisch hingegen, spülen wir einfach durch den Abfluss und ersetzen ihn gegebenenfalls.

Wie ist das nun bei Pflanzen, z.B. Bäumen? Welchen Wert haben diese für uns? Große Einigkeit besteht z.B. darin, dass der WALD an sich wertvoll ist! Darum werden manche Wälder sogar geschützt. Warum? Na, weil er uns persönlich nützt. Denn, der Wald speichert Wasser, erneuert die Luft, erzeugt Sauerstoff, klimatisiert, ist wichtiger Teil im ökologischen Kreislauf, hat erholungswert, usw., usf.. Und - genau, er liefert uns Rohstoffe, vor allem Holz. 
Doch Stop! Macht all das der Wald? Oder doch eher das Individuum Baum. Damit haben aber sicherlich fast alle Menschen ein Problem, einem Baum oder einer Pflanze allgemein den Status zuzugestehen INDIVIDUUM zu sein. Denn letzteres wird eigentlich nur dem Menschen zugebilligt. Einzigartig zu sein, sich von anderen zu unterscheiden, Rechte (und Pflichten) zu haben, eine Würde und Gefühle zu haben. Und sich als ICH zu erkennen. Was ursprünglichen Völkern völlig normal erscheint, nämlich dass Tier, Baum und gar Mineral mein BRUDER sind, haben wir vollständig verdrängt. Es sei denn es ist unser Haustier (siehe weiter oben) - diesem gestehen wir all das zu. Selbst Gefühle und Selbsterkenntnis. Jeder, der so etwas auch auf Bäume ausdehnen möchte, gilt irgendwie als skurriler Spinner. Aber woher wissen wir eigentlich, dass Bäume nicht fühlen und sich selbst erkennen? Nur weil wir bislang kein zentrales Organ dafür entdeckt haben, sagt eben die Mehrheitsmeinung es wäre so. Die Mehrheitsmeinung sagte aber auch schon einmal, dass sich die Sonne um die Erde bewegt.

In welchem Organ gefühlen eigentlich wir? Im Kopf? Die Schmetterlinge haben wir aber eindeutig im Bauch! Angst schnürt uns die Brust ein. Und die Beine werden uns schwach. Wir sollten also zumindest so ehrlich sein, uns einzugestehen nicht ganz korrekt zu differenzieren. Dabei müssen wir nicht unbedingt einen Baum umarmen oder gar so weit gehen wie Lynn Margulis und James Lovelock. Diese erklärten nämlich in ihrer Gaia Hypothese den gesamten Planeten Erde zum Lebewesen. Klingt nicht ganz unlogisch, da ja alles irgendwie zusammenspielt. Alle Wesen, die Atmosphäre und selbst die Minerale.





Freitag, 8. Juli 2016

Auf dem Dach von Mittelsachsen.

Eigentlich hatte ich mir den Aufstieg zum Dach des Landkreises Mittelsachsens  bereits für den Juni dieses Jahres vorgenommen. Das hat dann irgendwie nicht geklappt. Nun habe ich es eben in das Projekt 200 eingebaut, in welches es schon wegen der Tourenlänge von über 40 km gut passte. 
Das Dach ist völlig unspektakulär und befindet sich inmitten eines großen Waldgebietes, welches sich von Tschechien her erstreckt. Der "Dachfirst" misst etwa 855 m, befindet sich unmittelbar an der Staatsgrenze zu Tschechien und gehört zum Hang, des sich im Nachbarland erhebenden 875 m hohen Pestrý. Vom höchsten Punkt Mittelsachsens sind es auch nur noch reichlich 5 km Luftlinie bis zum fast 1000 m aufragenden höchsten Berg des Osterzgebirges. Aber nicht der "Dachfirst", sondern die beiden höchsten Einzelerhebungen diesseits der Grenze waren mein Wanderziel. Der Kohlberg (837 m) und der Kluge-Hübel (834 m). 
Der Weg dorthin ist recht einfach beschrieben und folgt zu Beginn, mir gut bekannten Wegen. Erstes Etappenziel bildete dabei der Floßgrabenblick nordöstlich von Cämmerswalde. Über den Georgenthaler Weg und entlang der Neugrabenflöße gelangt man recht angenehm dorthin. Der Blick von der, nur wenig über 700 m liegenden Aussicht ist herrlich. Die Größe macht es eben nicht immer - oft genügt eine gute Position. Unter einem liegt die Talsperre Rauschenbach. Dahinter Schloss Purschenstein und der Schwartenberg. In der Ferne erkennt man die beiden höchsten Erzgebirgserhebungen, den Keilberg und den Fichtelberg. Auch unser Ziel können wir schon erahnen.  

Wir reißen uns los vom schönen Anblick und gehen im wahrsten Sinn des Wortes querfeldein zum zwischen Deutschgeorgenthal und Cämmerswalde verlaufenden Wanderweg, welchem wir einfach nach rechts folgen. Kurz vor Cämmerswalde biegen wir links ab, die nächsten Zwischenziele "Flugzeug" und Talsperre Rauschenbach sind ausgeschildert. Da ich an einem Montag unterwegs war, hatte die Gaststätte an der Interflug IL-14 wegen Ruhetag geschlossen. Ich hätte sowieso nur Pausenzeit für eine zuckerhaltige Orangenlimonade gehabt. So bog ich halt ohne Stop nach links ab um zum Damm der Talsperre Rauschenbach zu gelangen. Der ist schnurgerade und nicht ganz 350 m lang. Die halbrunde, 300 m lange Mauer der Talsperre Klingenberg empfinde ich als ästhetischer. Nach Überquerung der Staumauer erst mal ein kurzer Straßenabschnitt, welcher zu bewandern war und dann geht es fast nur noch bergauf. Auf den insgesamt 5,6 km Strecke von der Staumauer bis zum Kohlberg, sind 270 m an Höhe zu überwinden. Die Schönheit der Strecke mindert jedoch dessen Mühen. Der Weg ist gut in Schuss und führt durch Wald aus hauptsächlich Fichten. Es gibt aber bis ganz nach oben auch immer wieder Buchen - bis ca. 1800 dort der Hauptbaum, sowie Birken und Lärchen. Es geht immer entlang des Rauschenflusses, welcher hier geduldig ein 140 m tiefes Kerbtal in den Hang fräste. 
Nach exakt 1h und 7 Minuten hatte ich die 5600 m zwischen Talsperre und dem Ziel Kohlberg erreicht. Der Gipfel ist prima ausgeschildert und auch der Weg dahin gut gepflegt. Das ist durchaus erwähnenswert, weil leider nicht unbedingt üblich. Eine Schautafel informiert über den Berg. Von hier aus geht es wieder zum Hauptweg, welcher Zigeunerweg heißt zurück. Am Göhrener Tor vorbei bin ich auch schnell zum zweiten Gipfel des Tages, dem Kluge-Hübel gelangt. Benannt nach dem von 1963 bis 1990 dort tätigen Revierförster, welcher sich um die Aufforstung des Rauchgas geschädigten "Daches" mit japanischer Lärche, Moorbirke und anderen gegenüber Rauchgas harten Gehölzen verdient gemacht hatte, um somit den Wald zu erhalten. Was gelang - wie man sieht. Vom Kluge-Hübel kan man auch ein wenig in die Ferne Blicken. Eine Schneise gibt nämlich den Blick zum höchsten Gipfel des Osterzgebirges frei - dem 956 m messenden Loučná. 

Auf dem Kohlberg

Für den Rückweg wählte ich den westlichen Stangenweg. In Rauschenbach vorbei am Wildgehege und dem ehemaligen FDGB-Erholungsheim "Paul Gruner". Heutzutage als Senioren- und Pflegeheim genutzt. Am Fuß der Staumauer der Rauschenbach-Talsperre kletterte ich den steilen Weg zur Straße hoch und ging über Neuwernsdorf, Deutschgeorgenthal. das Holzhauer Oberdorf und den Muldenweg zurück.
Mir hat es gefallen. So werde ich dieses Ziel gewiss noch einmal ansteuern.


Freitag, 24. Juni 2016

Projekt 200

Anfang Juli habe ich, durch eine, für mich günstige Konstellation meiner Schichtdienste 5 Tage am Stück frei. Diese nutze ich für einen kurzen Wanderausflug nach Holzhau. Also genau so, wie man es von mir auch erwartet. 
Für die 100 Stunden welche mir zur Verfügung stehen, habe ich mir jedoch etwas Besonderes vorgenommen. Ich will nämlich 200 km wandern. Für harte "Ultra"-Wanderer sicher nicht außergewöhnlich - für mich aber schon so etwas wie ein Abenteuer. Einen fast kompletten Anreisetag, drei vollständige Tage, sowie den halben Abreisetag habe ich Zeit, meinen Wunsch umzusetzen. Zum Glück haben wir gegenwärtig mehr als 16 Tagesstunden zwischen Sonnenauf- und untergang und somit Wanderlicht. 
Dennoch erfordert die Realisierung eine entsprechende Planung, günstiges Wetter und ein wenig Glück mit der Gesundheit. Richtig selbst bestimmen kann ich nur die Planung. Die beiden anderen Komponenten, lassen sich nur zum Teil beeinflussen oder wenigstens berücksichtigen. Dauerregen, zu große Hitze oder eine Blase am Zeh kann hier viel durcheinander bringen.

An den kompletten Tagen muss ich, um mein Gesamtziel zu erreichen, deutlich über der Streckenlänge eines Marathonlaufes bleiben. Dabei sollen die Wanderungen auch einen Sinn haben, geht es mir doch nicht hauptsächlich darum, bestimmte Streckenleistungen zu erzielen. Vor allem will ich etwas Schönes erleben, Interessantes entdecken und Neues kennenlernen. Dabei kräftig entschleunigen. "Nur aufs Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen" sagt dazu der Dichter Friedrich Rückert.


Und so sieht die Planung aus.

Am Anreisetag mache ich eine Weißeritztal- und Talsperrenwanderung. Mit dem Zug geht es bis nach Klingenberg-Colmitz. Von dort führt mein Weg nach Süden, immer in der Nähe der Wilden Weißeritz, vorbei an den Talsperren Klingenberg und Lehnmühle. Die Wanderung ist so für mich neu. Erst ab der Talsperre Lehnmühle gelange ich, in  meinen Füßen bekanntes Wandergebiet. In der Weicheltmühle werde ich kurz rasten. Und je nach Zeit und Kondition die Reststrecke nach Holzhau auswählen.

Eine zweite Wanderung wird mich zur Kohlhaukuppe führen. Ebenfalls ein für mich bislang noch nie erwandertes Ziel. Auch wenn ich etwa 2/3 des Weges bis dahin schon mehrfach bei Kahlebergbesuchen gewandert bin.

Auch die dritte und längste meiner Wanderungen ist mit neuen Zielen verknüpft. Ich werde nämlich den Kohlberg und den Kluge-Hübel "besteigen". Mit jeweils mehr als 830 m, sind das die höchsten Gipfel des Landkreises Mittelsachsen. Diese Wanderung wird auch den Schwartenberg beinhalten.

Ein vierte Tageswanderung führt mich wieder einmal zum Röthenhübel, einem sehr schönen Aussichtspunkt bei Nassau. Gute Sicht vorausgesetzt, lässt mich von hier sowohl den Keilberg, Fichtelberg und Schwartenberg, als auch Augustusburg betrachten. 

Selbstverständlich werde ich später berichten, ob und wie das geklappt hat. 

Als Foto heute etwas weiter von Holzhau entferntes. Eine Ansicht aus Ober-Langenau. Vor 100 Jahren versendet. Heute ein Ortsteil von Brand-Erbisdorf. 








Sonntag, 12. Juni 2016

zum Bahnhof über die klappernde Mühle

Wie angekündigt noch ein kurzer Bericht über die Abschlusswanderung meines Mai/Juni Intermezzos in Holzhau. Die Abreise war selbstverständlich so geplant, dass ich noch zu Mittag esse, bevor ich abreise. Und vor dem Essen kommt das Wandern. Seit die neuen Müllersleute in der Weicheltmühle residieren, habe ich dort noch nicht zu Mittag gegessen. 
Also lief ich nicht direkt zum Bahnhof, sondern wählte einen kleinen Umweg über die Weicheltmühle. Nutzte als Anmarsch den Weg über die Dreitelle, den H-Weg und die Gimmlitzquelle. Das Wetter dafür war prima. 
Das von mir ausgewählte Mahl passte auch gut zum schönen Wetter: Schafskäse mit Oliven, Knoblauch, grünem Pfeffer, Brot und Salat. So richtiges gutes Landessen. Dazu die angenehme Gastfreundschaft und Rechenberger vom Fass. Herz, was willst du mehr?

Auf dem Rückweg verabschiedete ich mich von der Brettelle mit seinen hohen Fichten und Buchen. Habe es im übrigen jetzt auch noch einmal nachgelesen. Die dortigen Buchen sind auch in statistischem Sinne eine Rarität. Altbestände von über 160 Jahre alte Buchen mit 80 cm Stammdurchmesser, machen nur 0,2% der Waldfläche Deutschlands aus. Das sollte touristisch vermarktet werden. Nicht nur auf dem Kammweg durch Holzhau hindurch rennen, sondern auch einmal abseits des dekretierten Kammes verweilen.

Also Bild heute eine Blick auf die Buchen westlich des Kannelberges. So sah es da vor über 100 Jahren aus.


Samstag, 4. Juni 2016

100 km nach dem 100. Katholikentag

Das passt prima zusammen. Der 100. Katholikentag ist in Leipzig zu Ende gegangen und ich fahre zum 100. Male nach Holzhau. Da nimmt man sich selbstverständlich vor, mindestens 100 km zu wandern. In der Hoffnung, dass es trotz schlechter Prognosen nicht 100 Liter regnet. So fuhr ich also mit der Bahn gen Holzhau. An dieser Stelle muss ich mal ein wenig kritteln - seitdem die Bahn den 5 Uhr Zug von Berlin nach Dresden strich, benötigt man statt 4 jetzt sogar mehr als 5 Stunden nach Holzhau. Wenn mein Zug in Dresden einfährt, sehe ich den Zug nach Hof den Bahnhof verlassen. Und mit diesem wäre ich dann kurz nach 10 in Holzhau. Sei´s drum. 
So war ich also Dienstags kurz nach 12 in Holzhau und hatte Mittwoch, Donnerstag und den halben Freitag vor mir, um meine Wanderziele umzusetzen. Nach dem Mittagessen im Erbgericht, ging es also sofort mit der rund um Holzhau Wanderung los. Passend zum Katholikentag, verläuft ein Teil dieser Route auf dem Pilgerweg, inzwischen gut ausgeschildert und beschrieben. 
Diese Tour war praktisch zum anwandern. Die geplante Hauptwanderung schenkte ich mir selbst zum Kindertag. Vor dem Frühstück, ab etwa 6:30 Uhr erst einmal 7 km über Brettelle - N-Weg - Reitsteig - Buchensteig. Nach dem Frühstück, dann der Sonne entgegen nach Osten. Immer am Wasser entlang, erst die Mulde, dann der Hirschbach und später, rund um den Hemmschuh entlang des Holperbaches. Dieser mündet in Rehefeld-Zaunhaus in die Wilde Weißeritz. Etwa in 700 m Meereshöhe. Von hier ab geht es innerhalb der folgenden 3 1/5 km auf fast 900 m zu den Lugsteinen. Über eine schnurgerade Schneise, gelangt man dann zum Kahleberg. Der ist mit 905 m die höchste Erhebung des sächsischen Osterzgebirges. Die Kammbaude war meine Verpflegungsstelle. Bockwurst, Bier und Kräuterschnaps gaben Energie für die weitere Strecke. Im Stehen gegessen. Bei meinen längeren Wanderungen mache ich ungern Sitzpausen. Etwa auf Höhe des Pöbelknochens, kurz vor Schellerhau dann Streckenhalbzeit. In Schellerhau gab es einen kleinen Umweg, um von der Stephanshöhe einen Blick ins Land zu genießen. Ebenso wie der Kahleberg, verfügt die über 800 m hohe Stephanshöhe über ansehenswerte Blockhalden. So freiliegend sieht solch Blockhalde selbstredend dramatischer aus, als die von Wald bedeckte Halde des Holzhauer Kannelberges.
Bis jetzt hatte ich trockenes Wanderwetter erwischt. Beim Abstieg in das Pöbeltal kam aber der Regen. Zeitweise recht heftig. Danke an die Waldbäume, welche mich ein wenig schützten - den Rest musste der Regenschirm übernehmen. Blitz und Donner folgten. Gar im wahrsten Sinn seiner Bedeutung. Das Gewitter hielt aber immer mindestens einen Kilometer Sicherheitsabstand zu mir. Nett vom Wettergott, welcher dann auch den Regenhahn wieder zudrehte, als ich mich auf der Zinnstraße befand. An der Zinnbrücke gab es dann ein wiedersehen mit der Wilden Weißeritz. Über den Becherbachweg langte ich auch bald in Neu-Hermsdorf an. Hier kam ich auch bis auf wenige Meter an den Weg heran, welchen ich vor Stunden Richtung Osten unterwegs gewesen war. Aber der Rückweg war auf diesem Abschnitt nicht im Tal, sondern auf der Höhe geplant. Denn den Vorbeimarsch am Kannelberg wollte ich auch noch genießen. Viertel sechs Uhr Abends wieder im Quartier. Das Rechenberger schmeckt nach solcher Tour besonders gut.

Am Folgetag war die Wanderung nicht gar so lang und unspektakulär. Schalander für ein Kellerbier und dann über die Goldene Höhe und Deutschgeorgental zur Fischerbaude um bei herrlichem Sonnenschein als Mittagsmahl Kartoffeln mit Leinöl und Quark zu genießen. Über das SWF in Neu-Hermsdorf wieder zurück. 

Über den letzten halben Wandertag, werde ich später berichten. Nur soviel: es ging zur Weicheltmühle.

Ach so: mein Ziel, mindestens 100 km habe ich mit 127 km geschafft.

Ein Bild. Mal schauen. Am Hemmschuh in Neu-Rehefeld.