Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Montag, 15. November 2021

Das wars ...

 das wird der letzte Beitrag in diesem Block sein. Hat mir Spaß gemacht, der ist aber jetzt vorbei. Es wäre unredlich weiter Wanderwerbung zu machen - wandern funktioniert in Holzhau immer schlechter. Auch wenn einige unermüdliche Enthusiasten aus dem Ort sich viel Mühe geben, Liebe und Kraft investieren. 

Zuletzt hatte ich Freude geäußert, dass der Reitsteig sehr gut hergerichtet wurde. Seit Jahren schon wurde dieser schöne Weg nach und nach ausgeschildert, sogar Tafeln mit geologischen und Bergbautechnischen (Kähnelbahn) Hinweisen aufgestellt. Der Weg ist im schlimmsten Zustand, welchen ich je erlebte. Nicht durch Sturm und Borkenkäfer, sondern durch Harvesterbefall! Der Reitsteig und seine Seitenwege sind ein mehrere Kilometer langes Schlammloch.

Leute fahrt nach Holzhau. Die Gaststätten sind nach wie vor toll und gute Gastgeber. Aber ein Wanderdorf ist Holzhau nicht. 

Glück Auf und Tschüss!


Sonntag, 15. August 2021

Gastbeitrag aus Japan

 bald wird wieder Winter - auch wenn man es beim gegenwärtigen Wetter nicht glauben mag. Wie es dann wieder aussehen kann, zeigt uns ein Youtube Video aus Japan. 

https://www.youtube.com/watch?v=8afXNUhSl7E&ab_channel=Anora



Samstag, 24. Juli 2021

"Niemand hat die Absicht, einen Fußweg zu errichten"

Ich weiß, ist geklaut. Walter Ulbricht wird mir mir das verzeihen. Zu häufig wurde der Satz falsch interpretiert. Manchmal muss man Dinge eben tun, ohne die Absicht zu haben. 

Zum Thema - in welchen man auch "Radweg" einsetzen könnte. Die Absicht Wege für Fußgänger und Radfahrer zu bauen, hat man offenbar wirklich nicht. Ich habe letztens mal kurz in Holzhau vorbei geschaut. Die S185 ist jetzt auch durch Holzhau fertig gebaut. Recht ordentlich Straßenverhältnisse, für alle welche schnell durch Holzhau hindurch fahren wollen. Naja, größere, vor allem breitere VAN haben schon Vorbeifahr-Probleme, so sie aus beiden Richtungen durchs Dorf brausen. So wie es den vielen breiten LKW auch geht, welche dann mal kurz auf dem Randstreifen weiterbrettern. 

Wie schon beim Straßenbau außerhalb des Ortes*, ist es allerdings erneut nicht gelungen, einen Gehweg für die Leute im Dorf zu bauen. Welcher auch für andere Menschen wichtig wären. Nämlich die, welche ins Wanderdorf als Urlauber kommen sollen. Als Fußgänger wird einem praktisch der Eindruck vermittelt, man wäre gar nicht so recht willkommen. Wenn man ein Quartier im Tal gebucht hat, gibt es keine Möglichkeit, ohne Nutzung der stark befahrenen Straße in den Wald zu gelangen. Das frisch neben der Straße aufgeschüttete Schotterbett (für eine Straßenbahn??) darf man sicher nicht betreten. Es ist mit seinen scharfen und lose liegenden Steinen auch gefährlich zu begehen. Und sollte zerstörerisch auf Schuhsohlen wirken. 

Das gilt alles gleichermaßen für Radfahrer. Auch wenn mit "Blockline" etwas für sie getan wird. Ein Radweg, wäre schon schön. Es genügt eben nicht die Leute nur anzulocken und Wanderwege für sie frei zu machen. Wie zum Beispiel den Heuweg, welcher nun ebenso wie seit längerem u.a. der Habichtsgrundweg durch Radfahrer zerpflügt wird. Viele davon hätten, da motorisiert noch vor einiger Zeit als Kleinkrafträder ein Fahrverbot im Wald gehabt.

Es gibt aber auch gute Nachrichten für Wanderer. Der Reitsteig zwischen N-Weg und Kalksteig ist in einen hervorragenden Zustand versetzt worden. Besser begehbar, als die besten Abschnitte des neuen Weges an der S185. Dieser beste Abschnitt ist der zwischen Brettelle und Straße zum Skihang. Wäre dieser noch 12 m länger gebaut worden, wäre es aber besser gewesen. Dann müssten nämlich Fußgänger nur eine und nicht zwei Straßen überqueren, um auf die andere Seite zu gelangen. Das wird aber sicher erst dann gemacht, wenn dort ein Gehweg entsteht.


*Der schöne und auch für Ältere sowie Menschen mit Gehhandicap geeignete Muldentalweg zwischen dem östlichen Ortsausgang Holzhaus sowie Teichhaus, hängt ja praktisch in der Luft. Weder auf dem östlichen noch dem westlichen Ende des Weges existiert ein für Fußgänger sicherer Zugang. Das ist besonders auf der "Holzhauer" Seite spürbar, da hier außerdem noch die Sicht beschränkt ist.


Mittwoch, 15. Juli 2020

Das scheue Reh und die Bank

Wieder einmal für eine längere Zeit in Holzhau gewesen - 2 Wochen. Manchmal meint man ja, in solchen Orten wäre die Zeit stehen geblieben, denn rein äußerlich ändert sich doch eher wenig. Ein Zeitreisender aus der Mitte vom vorigen Jahrhundert würde sicher manch Neues entdecken, insgesamt seinen Ort jedoch wiedererkennen. Er wäre möglicherweise erschrocken, welch Armut an Dienstleistung an den "normalen" Dingen herrscht. Lebensmittel einkaufen, durch den Besuch eines entsprechenden Geschäftes ist ja schon seit längerem nicht mehr möglich. Das betrifft ebenso die postalischen Dienstleistungen. Die Post nahm früher ja auch Bankdienstleistungen wahr. Wichtig in Orten ohne Sparkassenfiliale. Eine solche befand sich bis vor kurzen noch, im nachbarlichen und nahe gelegenen Rechenberg. In der Auslegung des Versorgungsauftrages der Sparkassen, ist diese aber (wie etwa 1/3 aller Filialen in Mittelsachsen) nicht mehr erforderlich und wurde nun durch ein - alle 2 Wochen für 90 Minuten auftauchendes Sparkassenmobil "ersetzt". Ich prophezeie mal - auch das wird mal verschwinden. Schlecht ist das vor allem für ältere, wenige mobile Menschen. Diese können sich auch nicht mehr so leicht auf online-Banking umstellen. Was bei der Internetqualität vor Ort ja ohnehin eine Herausforderung ist. Lokale kleine Proteste halfen übrigens nicht, um hier etwas zu verbessern. Gar Schließungen rückgängig zu machen. So eine große Lobby haben eben alte Sparkassenkunden auf dem Lande nicht. Ganz anders als die vielen tausend Motorradfahrer, welche sich fanden, um für ihr Recht auf Lärm zu demonstrieren. 

Es gibt aber banktechnisch auch gute Nachrichten. Der rührige Holzhauer Heimatverein hat nicht nur weitere Bänke umfassend restauriert, auch an der Einmündung des Viertellenweges in den Muldentalweg steht jetzt wieder ein schöne Bank. Damit fehlt eigentlich nur noch eine Bank auf halber Strecke zwischen der "Förstersitzecke" und der Viertelle um den Muldentalweg auf dem Wege von Holzhau nach Teichhaus auch für weniger Rüstige voll begehbar zu machen.
Ebenfalls vom Heimatverein - nicht auszudenken, wenn es diesen nicht gäbe - wurden gegenüber vom Hotel "Lindenhof" schöne Bänke aufgestellt. Diese ergänzen jetzt das Ensemble aus Milchrampe und Streuobstwiese. Sahnehäubchen der Sitzgruppe bildet ein, einem Thron ähnlicher Altersruhesitz. Selbstredend mit Armstützen und überdacht.

Bank an der Viertelle.

Milchrampe, Altersruhesitz und Streuobstwiese


Samstag, 20. Juli 2019

UNESCO Weltkulturerbe in Holzhau

Das Erzgebirge hat es geschafft. Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří wurde kürzlich zum Weltkulturerbe erklärt. Ich rate mal - von Holzhau wird da nicht gesprochen - in aller Munde und auf Schecks sind dann nur die üblichen Verdächtigen, also die größeren Orte mit der Endung "Berg" zu finden. Ich irre mich jedoch gern.

Aber selbstverständlich gehören auch Orte wie Holzhau zum montanen Erbe. Über die Mulde wurde bereits vor Ortsgründung Holz nach Freiberg geflößt - ohne Holz und Holzkohle kein Bergbau in Freiberg. Letztlich erfolgte die Gründung des Ortes auch nur, weil Holz für den Bergbau benötigt wurde und es damals noch keine Hotels zur Beherbergung und Beköstigung der holzhauenden Fachkräfte gab.
Aber vor Ort kann man sich darüber - so man will - genauer informieren, als über mich. Im Rechenberger "Flößerhaus" sollte man sachkundig sein.

Ich hätte aber einige Ideen, wie man die Sache mit dem Weltkulturerbe praktisch auf Holzhau anwenden könnte. Indem man zum Beispiel auch zum Bergbau Themenwege anlegt, bzw, vorhandene Wege entsprechend beschildert. Das hat möglicherweise auch Einfluss auf den heutigen Wirtschaftszweig Fremdenverkehr. Denn Touristen wollen und sollten unterhalten werden, will man, dass sie wiederkehren und Mundpropaganda für die Gegend machen.

Themenweg 1 Muldenflöße könnte vom Flößerhaus zum SWF in Neuhermsdorf führen. Da hätte man an Anfang und Ende eine Einkehr. Nämlich das Wirtshaus am Trostgrund oder den Schalander im Brauereimuseum und am anderen Ende das SWF.
An der Strecke befinden sich vielfältige Denkmale des Muldenflößens. Mal ganz abgesehen davon, dass er durch schöne Natur führt und keine großen Höhenunterschiede aufweist. Allerdings wäre ein Lückenschluss zwischen Ortsausgang Rechenberg und Holzhau gut. So vermeidet man das ermüdende Wandern auf der Straße. Oder man bezieht die Eisenbahn in die Wanderung ein. Das hätte den Charme, gleich am Bahnhof Holzhau eine Einstimmung für einen zweiten Themenweg zu erhalten  ....

Themenweg 2 Kähnelbahnwanderung ... denn 100 m östlich des Holzhauer Bahnhofes hat der Holzhauer Heimatverein ein kleines Denkmal am Anfangspunkt der früheren Materialseilbahn (Kähnelbahn) zwischen Bahnhof Holzhau und Kalkwerk Hermsdorf errrichtet. Dort hängt seit diesem Jahr ein Kähnel an einem Stück Seil. Gleich daneben befindet sich seit vielen Jahren eine Tafel, auf welcher der leider verstorbenen Holzhauer Ortschronist Egon Bellmann die Bahn anschaulich beschreibt.
Der Einstieg in den Themenweg könnte dann dort sein, wo auch der Rundweg auf den Försterfelsen beginnt. Dort ist der Zuweg zum Kalksteig. Über diesen gingen die Holzhauer Arbeiter des Kalkwerks Hermsdorf zur Arbeit. Wenn sie nicht illegal mit einem Kähnel fuhren.
Aber dieser Weg müsste ausgeschildert und im unteren Teil auch von quer liegenden Bäumen befreit werden.

Themenweg 3 Floßgrabenweg ist uns schon bekannt und existent. Vor allem für Gäste der Fischerbaude gut erreichbar.

Ich hoffe mal, dass FVA wird da aktiv. Als Wander- und Erlebnisdorf ist man das sich und seinen Gästen ja irgendwie schuldig ....

Und was bietet uns Walter Richter an einer Karte dazu? Ich nehme mal das Teichhaus. Ist zwar nur der Neubau. Aber in der Nähe des richtigen Teichhauses als Denkmal der Muldenflößerei.





Sonntag, 14. Juli 2019

Wanderdorf Holzhau

Der Titel ist nicht ganz vollständig, Holzhau wirbt als Ski- und Wanderdorf. Jedenfalls gehört der Wanderer mit zur Zielgruppe. Sagt man. Schauen wir mal, ob das so ist.

Das Beste zuerst. In und um Holzhau wird man immer noch gut bis hervorragend gastronomisch betreut. Montag bis Sonntag im "Lindenhof" und "SWF" (Neuhermsdorf), Dienstag bis Sonntag in der "Fischerbaude", Sonnabend bis Mittwoch im "Eschenhof", Donnerstag bis Montag im "Trostgrund" (die Ortsübliche Bezeichnung gefällt mir aus historischen Gründen nicht) in Rechenberg. Ich hoffe dass ich keinen vergessen habe. Meine Lieblingspension das Holzhauer "Erbgericht" bietet für Pensionsgäste auch weiterhin Frühstück und Abendbrot an. Auch haben alle die Hoffnung, dass sich eine Köchin oder ein Koch finden, damit die Gaststätte auch wieder häufiger öffentlich ist.

Nun jedoch zum Wanderdorf. Auf der Erlebnisdörferseite wirbt das Holzhauer FVA: Immerhin stehen ... im Sommer rund 130 km Wanderwege und vielfältige Möglichkeiten für Radwanderungen ... zur Verfügung. Ich habe das nicht nachgemessen, muss aber dennoch widersprechen. Selbst wenn es diese 130 km gibt, sie stehen eben nicht zur Verfügung! Und das sage ich gleich vorweg, dieses scheint mir nicht an der komplizierten Waldsituation zu liegen - viele schwere Stürme mit riesen Waldschäden, Schneebruch in Größenordnungen und jetzt noch der Borkenkäfer. All das stellt große Anforderungen an die Zuständigen vom Forst. Es findet mein Verständnis, wenn nicht alle Wege schnell freigeräumt werden können, daher zur Zeit noch stärker als sonst andere Prioritäten gesetzt werden müssen, als für die wenigen Wanderer Wege zu räumen. Ich weiß aber auch: wo ein Wille ist, ist ein Weg und da wo keine Wille ist, findet sich ein Grund.

Einige Beispiele zur Situationsbeschreibung aus aktuellen Tests auf der Kannelbergseite.
1. Buchensteig, N-Weg, Reitsteig, alles wichtige und schöne Wanderwege sind durch quer über den Weg liegende Einzelbäume blockiert. Das besonders ärgerliche: diese Wege wurden erst in den vergangenen Jahren durch rührige Holzhauer Einwohner neu ausgeschildert (und wohl auch selbst finanziert). Diese können nun nicht benutzt werden, weil ein oder zwei einzelne Bäume seit mehr als einem Jahr die Nutzung, gerade für ältere Wanderer unmöglich machen. Das sie dort noch liegen, zeigt nicht Probleme der Waldsituation, sondern Desinteresse.

2, Der Muldenwanderweg zwischen Holzhau und dessem Ortsteil Teichhaus. Auch wichtig als Weg hinüber nach Neuhermsdorf mit dem SWF und nach Moldava. Wegen Forstarbeiten ab etwa 100 m nach der Sitzgruppe gesperrt. Der Wanderer läuft reichlich einen Kilometer in den Weg hinein und dann spannt sich ein Schild mit dem Verbot über den Weg. Auch zu Zeiten, wenn keine Arbeiten stattfinden. Kann man denn da nicht einfach ein Zusatzschild mit Sperrzeiten anbringen? Der Weg ist alternativlos! Warum? Mögliche Wanderalternativen sind zwar vorhanden, jedoch nicht nutzbar. Der Bahndamm ist von hohem Gras bestanden, habe darum gar nicht weiter getestet, ob dann noch ein Verbotsschild wegen Biotopschutz steht oder Bäume quer liegen. Diese liegen auf jedem Fall über dem Eisenbahnerweg. Der Wandersmann kann als nicht in Richtung Osten wandern, wenn er in einem Talquartier untergebracht ist. Ich nenne es Desinteresse. Man möge auch nicht von finanziell begrenzten Möglichkeiten sprechen. Auch potentielle Touristen haben nur begrenzte Finanzen. Warum sollten sie also auf Dauer ins Wanderdorf Holzhau fahren, wenn sie dort nicht wandern können.

Was geht noch? Also man kann noch sehr schön über Brett- und Dreitelle, Proßweg, und die Kalkstraße laufen. Sollte jedoch bedenken, das die Brettelle und die Kalkstraße asphaltierte Straßen sind und prüfen ob man um auf Straßen durch den Wald zu laufen extra ins Erzgebirge fahren will.

Vielleicht lohnt es auch nicht mehr etwas an den Wegen zu machen. Eisenbahnenthusiasten träumen ja vom Eisenbahnlückenschluss zwischen Holzhau und Moldava und betreiben dafür ordentlich Werbung. Jedenfalls mehr, als ich in letzter Zeit übers Wandern feststellen konnte.

Dieser Lückenschluss hätte viele Vorteile. Bei unseren tschechischen Nachbarn würden dann Strecken und Brücken saniert. Während der Zeit der Bauarbeiten könnten die Bauarbeiter in den Anliegenden Hotels und Pensionen prima untergebracht und versorgt werden. Das Problem ob man auf dem geschützten Bahndammbiotop wandern darf oder auch nicht stellt sich dann auch nicht mehr.

Und wenn die Lücke dann geschlossen ist, müssen die Liebhaber des alpinen Wintersports nicht mehr darum bangen, ob der Betrieb des Skihanges in Holzhau gesichert bleibt, man muss auch nicht mehr darüber nachdenken, ob künstliche Beschneiung gut ist. Die Leute welche am Hang wohnen haben keinen Lärm durch Apres Ski mehr zu fürchten. Denn warum in Holzhau am Skihang aussteigen, wenn ein paar Stationen weiter der Bournak mit seinen herrlichen Abfahrten lockt?

Mit dem Auto nach Holzhau fahren kann man ja dann schon lange nicht mehr. Verbrenner lässt die sächsische AfD Regierung nicht mehr fahren, obwohl die Grünen jeden Freitag gegen das Verbot demonstriert hatten. Aufladen lassen sich E-Autos aber nicht in der schwach besiedelten Region.

Die tschechischen Mitarbeiter der Holzhauer Restaurants können dann, dank größerer Besucherzahlen wieder in der Heimat arbeiten. Es finden sich sicher auch noch Arbeitsplätze für die paar verbliebenen deutschen Gastronomen.

Und nicht zu vergessen: jedes Jahr zu Pfingsten können dann die, nun greisen Bahnenthusiasten eine Fahrt auf der nun vollständigen Bahnstrecke machen. Mit Zwischenstop in Neuhermsdorf. An diesem Tag öffnet der ehemalige SWF Wirt das Hotel um die Enthusiasten im königlichen Empfangssalon einen Kamillentee oder ein böhmisches Bier zu kredenzen. Denn die Brauerei Rechenberg gibt es dann ja, mangels Abnehmern auch nicht mehr.

Klar, eine passende Karte haben wir auch. 2039: der Zug nach Freiberg, über Holzhau fährt gerade aus dem Bahnhof Moldava ab. Dort muss die die selbstfahrende E-Lok immer durch eine Dampflok ersetzt werden. Ist romantischer und verdeckt den Umstand, dass es in Mittelsachsen immer noch kein 5g netz gibt. Man munkelt aber 8g soll dann wirklich kommen.



Freitag, 5. April 2019

mal kurz vorbei geschaut ...

... in der Gegend. Es ist ja auch immer wieder und immer noch schön in Holzhau und Umgebung. Obwohl diese immer wieder von, wegen Wind- oder Schneebruch fallenden Bäumen gebeutelt ist. Nicht nur die stets wegen Fallsucht gescholtenen Fichten kippen um. Es trifft auch Buchen, welche es samt Wurzel einfach aus dem Boden und somit aus dem Leben reißt. Und - Buchdrucker treiben ihr Unwesen - obwohl der Trend doch zum e-book geht.
Ohne Spur geht das sicher nicht am Fremdenverkehr vorbei. Da wo lange Zeit Bäume quer über den Wegen liegen, lässt sich schwer wandern. 
Familie Dietrich - Betreiber des SWF in Neuhermsdorf stemmt sich erfolgreich dagegen. In ihrem "Reich" ab "Schüsse in Marienbad Brücke", ist der entlang der Grenze verlaufende Weg fein geräumt. Auch von Bäumen. Damit senden sie ein Signal, welches lautet: Touristen sind hier willkommen. 

Anders schaut es allerdings in den Wäldern rund um Holzhau aus. Selbst auf dem Muldenwanderweg zwischen Holzhau und seinem Ortsteil Teichhaus ist nichts beräumt. Obwohl jemand mit Säge da war. Denn ein oder zwei Schnitte, an den über den Weg liegenden Stämmen sind gemacht. Aber eben so liegen gelassen worden. Ob gewollt oder ungewollt - als Wanderer sehe ich ein klares Zeichen. "Wandere lieber wo anders. Nicht bei uns." 

Aber bald soll man, zumindest wenn es nach einigen Enthusiasten geht, wieder mit dem Zug fahren können. Und muss nicht wandern. Hat sich tatsächlich, der Zuspruch zur Eisenbahn derartig erhöht, dass es lohnt, die Strecke nach Böhmen wieder zu komplett zu verbinden?

Den Fremdenverkehr nach Holzhau dürfte das jedoch kaum beleben. Die Wintersportler könnte es aber freuen. Sie müssten dann nicht in Holzhau aussteigen, sondern könnten gleich bis zum Bournák (Stürmer) durchfahren.

Die heutige Karte von W. Richter, gibt da schon mal eine Vorschau. Jedenfalls auf einen Teil der dann erreichbaren Bahnstrecke.



Samstag, 9. Februar 2019

Winterwandern 2019

Nachdem es immer wieder, zuletzt am 3. Februar heftig geschneit hatte, herrschte in der 1. Februarwoche perfektes Wintersportwetter. Wie die Prophezeiung es auch sagte: mit den Winterferien, kommt auch der Schnee.  Wenn es auch erst mal nur die Ferien, für Brandenburg und Berlin sind. Am Ski- und am Rodelhang herrschten prächtige Bedingungen, die Bahndamm- und Ringelloipe schienen gut befahrbar.

Wie sah es aber für die Wanderer ohne Bretter an den Füßen aus? Eher dürfig! Ich will nicht behaupten, dass es deutlich schlechter als in den Jahren davor war. Bei der großen Menge Schnee, fiel aber die Ingnorierung der Winterwanderer besonders stark auf. Kaum eine der möglichen und sogar in verschiedenen Plänen ausgewiesenen Winterwanderwege waren geräumt oder zugänglich. So blieben lediglich die Alte Straße (im ansteigenden Teil am Rand der Rodelbahn), das Ringel und die Torfstraße bis zu Torfhaus. Diese musste man sich teilweise mit Skiläufern teilen, da an manchen Stellen der Loipe noch Holz gestapelt war. Ab dem Torfhaus war, wegen querliegender Bäume keine Loipe gespurt. Ich denke mal, auch die Dreitelle stand nicht als Loipe zu Verfügung. Sehen konnte ich das nicht, da der Muldenwanderweg nicht geräumt oder gewalzt, daher nicht zu betreten war.

Schade, dass nicht einmal der Trostgrundweg zum Wandern präpariert war. Die Brettelle war leider auch nicht beräumt. Kann man hier nicht mit dem Forst zu einer Lösung kommen??

Um das auch zu sagen: UNSERER Wanderfreude tat das wenig Abbruch. Es öffnet uns aber einen Blick in die Zukunft. Wenn nichts Entscheidendes passiert, sehe ich Holzhau in 10 Jahren nicht mehr als empfehlenswerte Urlaubsgegend für den normalen Wanderer. Bis dahin wird bei Schnee in den Ferien Wintersport zelebriert und im Sommer auf Radfahrer gesetzt. Beide Präferenzen halte ich persönlich nicht für allein tragfähig, um die verbliebene Urlaubsinfrastruktur zu erhalten oder gar auszubauen. 

Die Ansichtskarte stammt aus dem Jahr 1930. Etwa genauso, sieht es auch 2019 noch aus.



Mittwoch, 21. November 2018

Holzhau Literatur

Mein Vater stammt aus Holzhau. Und mein Vater schrieb Bücher. Es ist also nicht verwunderlich, wenn diese auch Holzhau erwähnen. So geschehen in seinem ersten Buch mit Lebenserinnerungen. Das hatte ich hier bereits einmal erwähnt. Inzwischen gibt es ein weiteres Buch, welches mein Vater noch vor seinem Tod im Jahr 2014 fertig gestellt hatte. 
Auf der Grundlage geschichtlicher Daten seiner Vorfahren handelt das Buch in miteinander Verwobenen Erzählungen, vom Leben dreier Generation im Erzgebirge. Konkret auch in Holzhau. Es beginnt 1633 und endet nach dem 1. Weltkrieg. 

In einigen Exemplaren habe ich das drucken lassen. Falls Interesse besteht, kann man bei mir nachfragen.
Ebenso bin ich ständig interessiert an Hinweisen zu Holzhau-Literatur. Ein bissel habe ich schon. Vom Dr. Schneider, Wetzel, Rudi bis Ullmann, Renate.

Es gibt schon Holzhauer, welche das Buch in ihrem Bestand haben. 

Mittwoch, 8. August 2018

Echte 800er

Es ist schön, wenn es Ideen gibt, um den Tourismus im Erzgebirge zu stimulieren, diesen vielfältiger und auch breiter aufzustellen. Noch schöner ist es, wenn diese Ideen auch umgesetzt werden. 
Allerdings habe ich das Gefühl, hier wird in letzter Zeit hauptsächlich an Extremsportler gedacht. 8000er BIWAK, um Wanderer in möglichst kurzer Zeit auf 14 mehr als 800 m hohe Berge zu bringen. Den neuen Kammweg - in 17 Tage über einen Wanderweg 289 km wandern.
Neuerdings gibt es auch Ideen für eine längere Mountain Bike Tour - "8000 Blockline". Mit 8000 zu bewältigenden Höhenmetern. Möglichst schnell. Wie Sportler so sind. 

Allerdings komme ich hier als Wanderer unter die Räder. Und die Natur auch. Im tatsächlichen Sinne des Wortes. Denn normale Wanderer stören die hoch motivierten Radfahrer. Nicht nur, weil die Wanderwege oft ziemlich schmal sind und durch Fahrräder zerfurcht werden.  Wer wandert schon gern und lässt die Gedanken schweifen, wenn immer ein ängstlicher Blick nach hinten geworfen werden muss? Für dieses "Erlebnis" muss ich nicht ins Gebirge fahren, dass habe ich zu Hause zum Nullarif!
Die Initiatoren haben offenbar selbst ein komisches Gefühl dabei, ermahnen sie doch potentielle 8000 Blockliner auf outdooractive.com, vorausschauend zu fahren und Rücksicht auf "eventuelle Wanderer und Spaziergänger" zu nehmen. Meine praktische Erfahrung mit Radfahrern lässt mich an solch Rücksicht zweifeln. 
In "meinem" Wandergebiet zwischen Holzhau und Rehefeld habe ich mir die angedachte Streckenführung einmal genauer angesehen. Sie verläuft u.a. auf Trostgrundweg, Paulsweg, Alter Landstraße und dem Heuweg zur Steinkuppe. Auf der Kannelbergseite führen Kalk- und Reitsteig, der Schwerdtweg und Waldhornweg über den Kannelberggipfel. Auch der H-Weg wird benutzt. Später geht es auch über den Hemmschuh. Alles gestandene Wanderwege. Und unter besonderem Schutz, wegen der Natur stehend. Wie hier gewährleistet werden soll, dass der Naturschutz beachtet wird, ist mir ein Rätsel. Freunde der Natur sind unter den Initiatoren und Unterstützern offenbar in der Minderheit. Ich glaube kaum, dass diese eine Umgehungsstrasse durch ihr Grundstück oder Fahrradwege durch ihren Garten mögen würden. Ebenso kann mir schlecht vorstellen, dass sich der Forst so etwas bieten lässt. Aber es wird ja mit Quads auch auf dem Reitsteig gefahren. 

Genug gemeckert. Ich bin gespannt, ob das durchgeht. Ich hoffe immer noch, dass die Vernunft siegt. 

Warum nicht einmal ganz normale 800er Touren planen und propagieren? Für Menschen welche schon über 800 Monate alt sind oder 800 Tage alte Kinder dabei haben. So gibt es unter anderem die Möglichkeit 800 m kurze Strecken vom Hotel Lindenhof, dem Erzgebirgsgasthof "Erbgericht" oder dem "Eschenhof" zu wandern. Ziel ist bei allen die Brettdelle. Barrierefrei erreichbar und ohne gewaltige Anstiege zu bewandern. Zumindest im unteren Teil der wunderschönen Brettdelle. Als Mitnutzer hat man da höchstens mal Autos. Manch Wirt wäre vielleicht gar bereit, für unter 800 €-Cent Picknickkörbe zu liefern. Und möglicherweise kann es auch der Forst ermöglichen, dass ab und zu ein Sachsenforstmitarbeiter 800 Sekunden Zeit für einen Vortrag über den Wald hat. Das wäre schön.

Einen echten Haken hat mein Vorschlag jedoch. Auch dieser muss Menschen wirklich erreichen, welche ihn wahrnehmen wollen. Kleinigkeiten, wie zur Zeit in der Brettdelle nicht vorhandenen Sitzgelegenheiten erscheinen da eher leicht lösbar. Solche gab es früher schon einmal. Und sollten beschaffbar sein.



Die Karte zeigt den Eingang zur Brettdelle.



Dienstag, 26. Juni 2018

Was tun?

... in Holzhau.
Schon das fünfte Mal seit 2015 waren ich gemeinsam mit Arbeitskollegen in Holzhau zum Wandern. Nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele. Obwohl das Wetter doch so ziemlich durchwachsen war, hat es Freude bereitet und fand hauptsächlich wirklich im Freien statt.

Hier also nochmals eine Werbung für Holzhau und seine Umgebung. In welcher man eben nicht nur, inmitten alter Bäume gut wandern, sowie in Gaststätten das leckere Rechenberger Bier und gutes Essen genießen kann.

Aus dem Stegreif noch einige interessante Wanderziele. Zwar solche, welche man zu Fuß erreichen kann.
- Kinderbuchausstellung im Holzhauer Vereinshaus,
- sächsisches Brauereimuseum im 2 - 3 km entfernten Rechenberg,
- Flößerhaus mit Garten, ebenfalls in Rechenberg,
- Eisenbahnmuseum und königlicher Empfangssalon in Neuhermsdorf 
(7 km weit weg)
- Dorfkirche Nassau mit Silbermannorgel, auch so etwa 7 km Weg,
- etwas weiter weg (15 km) ist Frauenstein mit Burg und Schloss. Als Gesamtkunstwerk auch sehenswert.

Die Karte von Walter Richter aus dem Jahr 1932 zeigt im Hintergrund die Nassauer Kirche.


Sonntag, 10. Juni 2018

Ahnen und Ahnungen

Das Sommerloch nutze ich zur Zeit um ein wenig Ahnenforschungen zu betreiben und das weiterzuführen, was mein Vater schon begonnen hatte. Da tritt mehr oder weniger erstaunliches zu Tage. Das was man schon ahnte, manifestiert sich in Daten.

Wenn die Vorfahren erkennbar aus einem kleinen Dorf stammen, ist es fast logisch, wenn man über die berühmten 7 Ecken mit fast jedem verwandt ist. Streng genommen hat sich aber zum Heute wenig geändert. Der Partner fürs Leben findet sich in der erreichbaren und ständig besuchten Umgebung. Die war halt vor fünfhundert und selbst vor 100 Jahren erheblich kleiner als heutzutage.

Ohne besonders in die Breite gegangen zu sein, habe ich bislang familiäre Kontakte von A bis W und in 8 Häuser, zwischen Niederdorf bis Oberdorf fixiert. Genaue Standorte will ich hier aber nicht nennen. Nicht, dass ich dann etwa für Instandsetzungs- oder Abrisskosten aufkommen muss.

Da wird es jetzt zum Problem, eine passende Walter Richter Karte einzustellen. Die hier ist da recht harmlos. Im Vordergrund das VWA-Ferienheim, darunter die damaligen Häuser Holzhau Nr. 29, 27 und 25, so meine ich.





Samstag, 2. Juni 2018

Die Heilkraft des Waldes

Gestern lief im ARD-Morgenmagazin ein Beitrag mit einem Biologen aus Österreich. Dieser warb für die Heilkräfte des Waldes. Der ganzen Art des Beitrages merkte man an, dass der Journalist sich vor allem damit befasste, diese Position ins Lächerliche zu ziehen. Diese Ablehnung wurde am Ende des Beitrages auch unterstützt durch einen Experten, welcher diesen Zweifel bestärkte. Das wäre pseudowissenschaftlich - ebenso wie das Verfahren von Kneipp.

Pseudowissenschaftlich oder nicht. Ich halte es für empirisch belegt, dass Waldluft gut für die Gesundheit ist. Das bezeuge ich auch gern aus eigener Erfahrung. Diese bewusst zu atmen beugt nicht nur vor, sondern heilt auch Krankheiten. Frühere Lungenheilanstalten wurden in Waldgebieten errichtet. Und heilten erfolgreich.

Ärzte empfehlen bei verschiedensten Erkrankungen gute Luft. Und Bewegung in dieser. Apotheken bieten Medikament mit ätherischen Ölen an. Warum eigentlich, wenn das nicht evident ist? Dann könnten wir auch alle Maßnahmen gegen Luftverschmutzung sein lassen.

Ich werde weiterhin die gute Holzhauer Waldluft für meine Gesundheit nutzen. Schon in sehr naher Zukunft bin ich wieder da. Und empfehle es allen wärmstes weiter.

Unten ein Bild mit gaaaaaanz viel Waldluft!





Samstag, 17. März 2018

Geheime Projekte zur Belebung des Fremdenverkehrs

Vor allem die Erwähnung meines kleinen Microblogs auf Holzhau.de - der meistgelesenen Holzhauer Webseite, macht mich offenbar auch attraktiv für Whistleblower. Von einem solchen wurden mir authentische Fakten über neue Ideen zur nachhaltigen Belebung des Fremdenverkehrs im Wanderdorf Holzhau zugeblasen.

Holzhau soll nämlich, so mein seriöser Informant - als ein historisches Dorf wieder auferstehen und attraktiv werden. Studien an namhaften US-Universitäten haben erwiesen, das historische Stätten (genannt werden die Pyramiden, das Colloseum, Schloss Neuschwanstein und die Bayern Arena) immer wieder viele Besucher anziehen. Eine Rückgestaltung Holzhaus auf die alte Zeit könnte also durchaus positiv wirken.

Ein heimlich laufendes Projekt, in Holzhau mit Mobiltelefonen nicht erreichbar zu sein, wäre recht erfolgreich gewesen, heisst es. Auch wenn es vereinzelt immer noch weisse Flecken gäbe. Das kann ich bestätigen.

Als nächste Stufe wurde nun erprobt, Holzhau ohne Straßenbeleuchtung zu lassen. An der Muldenstraße funktioniert das als Insellösung seit längerem sehr erfolgreich. So versicherte mir der, nicht genannt werden wollende Insider. Mir liegen inzwischen authentische Fotos von der Bergstraße und der alten Straße vor. Sie zeigen Holzhau an einem gewöhnlichen Märzabend 2018 um 19 Uhr in völliger Finsternis. 

Und, wohl um den Ringelwald abzutransportieren fuhren ab Nachmittag einiger Tage auch keine Züge von und nach Holzhau.

Parallel dazu wurde bereits getestet, sämtliche Hotels und Gaststätten gleichzeitig zu schließen. Leider unterlief den Organisatoren dabei ein bedauerlicher Fehler. Es wurde nämlich versäumt, das Hotel "Talblick" zu informieren. So hatte dieses am 13. und 14.3.2018 versehentlich am Abend geöffnet. Zum Glück befanden sich gerade keine Touristen im Dorf, so dass dieser Fehler das Ergebnis nicht verfälschen konnte.

Hier glaube ich dem Mann doch nicht so richtig und habe eine etwas andere Ansicht. Dinge welche man lange nicht benutzt, gehen dadurch kaputt. Wenn wir, als Konsumenten - seien wir Anwohner oder Touristen die vorhandenen Angebote nicht nutzen, bleiben sie irgendwann aus. Ein Geschäft, ein Restaurant, ein Hotel etc. werden nur zu ca. 80 Prozent aus Vergnügen betrieben oder um einen Lottogewinn zu verbrauchen. Der Rest gilt schnödem Broterwerb. So peinlich das auch klingt. Isso! Uns bleibt also nichts weiter übrig, auch in den saure Gurken Zeiten diese Dinge zu nutzen. Einfach mal einen Feier im Ort feiern oder nur zum Vergnügen mit der Familie im Gasthof zu essen. Und sei es nur als Dankeschön, an den seine Gesundheit ruinierenden Menschen im Gastgewerbe. Stellt Euch einfach vor, Euer Job wird plötzlich für ein paar Wochen nicht gebraucht und ihr könnt daher kein Geld verdienen.
Wenn die Sache dann nämlich gestorben ist. kann man sie nur im Märchen wieder beleben.

garantiert Straßenbeleuchtungsfrei. Holzhau 1905


Sonntag, 11. Februar 2018

Eilmeldung: ärschäologische Sensation!

Schon mehrfach hatte ich das Vergnügen, besonders wertvolle Funde zu vermelden. Ich denke da zum Beispiel an den versteinerten Saurierschädel an der Gimmlitz - oder den Außerirdischen inmitten des Töpferwaldes. All dieses ist aber nicht so außergewöhnlich. Wer den Gang der Welt so beobachtet, weiss sehr wohl, dass es Außerirdische gibt. Und Saurierfunde sind auch nicht mehr so ungewöhnlich.
Was ich dieser Tage aber in der Nähe des N-Weges endeckte, lässt sich wahrlich als Sensation bezeichnen. Sämtliche Diskussionen um den Skihang und seine Bedeutung für den Tourismus in Holzhau, werden damit nichtig. 
Ganz nah am Ort steht das Unterteil einer Venusskulptur mitten im Wald. Oberflächlich betrachtet, passt sie zum Oberteil der Aphrodite, welche bei meinem Lieblingsgriechen meinen Stammtisch bewacht. Wir werden wohl die Geschichte der Besiedelung des Erzgebirges völlig neu schreiben müssen. Nutzte etwa Alexander der Große bereits einen der Zuwege des sagenumwobenen Kammweges? Ich denke hier warten noch einige Sensatiönchen auf uns. 
Denn dort oben im Wald scheint noch einiges verborgen zu sein. Womöglich ein große Tempelanlage. Unmittelbar nördlich der Venus befindet sich ja eine Figur, welche man nunmehr als Wächter bezeichnen könnte. Aber schaut selbst.
Wächter

Venus

Dienstag, 16. Januar 2018

Sockenschuss

Wandertage im Januar in Holzhau. Die sollte man üblicherweise auf den Brettern ausführen oder sich spezielle Strecken aussuchen. Denn im schneesicheren Wander- und Erlebnisdorf Holzhau, muss man um diese Zeit mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen. Dadurch sind etliche Wege wegen des Schnees oder gespurter Loipen nicht begehbar bzw. für Fußwanderer verboten.
Offenbar haben aber die Holzhauer im letzten Jahr nicht "gefolgt" und der Gott des Schneefalls ist sauer. Oder frisch verliebt und daher etwas hitzig. Auf diese Weise lässt sich nicht mal die Naturschneeerzeugungsmaschinerie am Skihang in Betrieb setzten.

Des einen Leid, des anderen Freud. Mir persönlich kam es entgegen, dass kein Schnee liegt. So konnte ich auf den freien Wegen schön wandern. Deren Zahl hat sich ja nach mehreren Stürmen stark reduziert, weil sich Bäume auf die Wege gelegt haben. Der Schwarze Buschweg, das Schwarze Ringelweg und der Heuweg sind nach wie vor unpassierbar. Und diese Aufzählung ist möglicherweise nicht vollständig. 

Den Leuten in Holzhau, welche den Schnee benötigen um ihren Erwerb zu sichern wünsche ich dennoch ausreichend Schnee, welcher hoffentlich noch im Januar das Land bedeckt. Damit kommen dann auch die Wintersportfreunde zu ihrem Vergnügen und die Hotels und Pensionen zu zahlenden Gästen.
Denn das kann ich versichern, die Holzhauer haben gefolgt!

Und der Sockenschuss? Naja, daran dachte ich, als ich am Sonntag Nachmittag den Muldentalweg zwischen dem Ortsteil Teichhaus und Holzhau wanderte. Da wurde ich durch aggressive (ein treffenderes Wort fällt mir da nicht ein) Quadfahrer regelrecht vom Weg gejagt wurde. Mit hochgejagten Motoren und großer Geschwindigkeit fegten die über den Weg, nachdem ich sie vorher schon oben auf dem Reitsteig lärmen hörte. Für diese Form von Freizeitvergnügen scheint mir der Wald eher nicht geeignet zu sein.

Vor mehr als 100 Jahren sah es am Muldentalweg viel kahler aus. Erkennt ihr es?


Sonntag, 7. Januar 2018

gedruckte Reiseführer

Wir reisen gern. Nicht nur nach Holzhau, sondern auch regelmäßig in eine größere Ferne. Da will man sich selbstverständlich vorher über Land und und Leute, sowie mögliche Aktivitäten am Reiseziel sachkundig machen. Was liegt näher, als in eine der übrig gebliebenen Buchhandlungen zu gehen und sich einen Reiseführer zu beschaffen.

Diese Ziel habe ich vor jeder Reise und kehre jedes Mal enttäuscht aus der Buchhandlung zurück. Obwohl ich mir alle der angebotenen Reiseführer genau ansehe. Das was über Land und Leute geschrieben wird ist banal und lässt sich ebenso gut im Internet nachlesen. Und was ich an konkretem Wissen über meinen unmittelbaren Urlaubsort erfahre geht gegen Null. Oft sind es weniger als 10 Zeilen - es sei denn, ich bereise eine große Stadt. Da ich in einer solchen lebe, meide ich jedoch große Städte als Reiseziel.

Es gibt übrigens auch eine ganze Menge Reiseführer zum Erzgebirge. Auch diese habe ich mir angesehen. Mit dem selben, oben beschriebenem Resultat. Der ausführlichste Reiseführer über das Erzgebirge bleibt weiterhin das "Brockhaus Reisehandbuch - Erzgebirge, Vogtland" von 1973. Ich habe das Glück eine 1976er Ausgabe des Buches zu haben. Zu "meinem" Wanderort Holzhau enthält das Buch immerhin 3 Seiten mit Informationen und Wandervorschlägen. Holzhaus Vorort Rechenberg-Bienenmühle hinzugenommen sind es noch 3 Seiten mehr. 

Als Illustrierung heute eine Karte mit einer Einrichtung, welche in keinem Reiseführer unerwähnt bleiben sollte - der Fischerbaude.  


Samstag, 23. Dezember 2017

Mettenschicht 2017

Der Steiger klopft. Meine Mettenschicht ist heute am 23.Dezember. Morgen ist Weihnacht.  Zeit zur Freude. Anlass zum Rückblick auf das Jahr 2017.

Weihnachten ist für mich bekannterweise der schönste Moment des Jahres. Das Fest des Friedens und der der Familie.
Persönlich kann ich mit dem Jahr 2017 recht zufrieden sein. Alle in der Familie sind gesund geblieben.  Die Kinder gehen selbstständig ihren Weg. 

Im Verlauf des Jahres hatte ich viele angenehme Begegnungen mit alten und neuen Freundinnen und Freunden. Möge das weiterhin so bleiben. Als Rentner verschoben sich seit Mitte des Jahres die Schwerpunkte ja ein wenig.

An immerhin 66 Tagen des Jahres 2017 war ich in Holzhau. Mit Familie, Freunden und allein. Mit den befreundeten Kollegen hier zu sein ist schon so etwas wie eine Tradition. Möge diese erhalten bleiben. Das hinzukriegen ist bei Schichtdienstlern nicht so einfach. 


Ein Dankeschön geht erneut an alle unbekannten und bekannten Helfer, welche dazu beitrugen, dass die Tage in und um Holzhau ereignisreich und schön verliefen.

Zum Wohl und Glück Auf!

Allen ein wunderschönes Weihnachtsfest 2017 und eine guten Eintritt in das Jahr 2018! Denen, welche wo auch immer, zu den Feiertagen arbeiten müssen, wünsche ich dabei Freude und Ruhe, denen welche es benötigen ein gutes Geschäft!



Dienstag, 28. November 2017

Wann beginnt eigentlich die Weihnachtszeit?

Eine Frage welche sich schwieriger beantworten lässt, als zu vermuten. Die Großen Supermarktketten meinen wohl, wenn es Weihnachtsgebäck wie Christstollen, Spekulatius und Dominosteine zu kaufen gibt, beginnt auch die Weihnachtszeit. Das kann aber nicht stimmen, denn dann würde sich Weihnachten ja direkt an Ostern anschließen.
Andere sagen, mit dem 1. Advent beginnt auch die Weihnachtszeit. Das klingt jedenfalls schlüssig. 
Ich habe eine weitere Version. Die Weihnachtszeit beginnt am Dienstag vor dem 1. Advent. Dann wird nämlich der Christmarkt in Freiberg eröffnet. Und mich trifft man an diesem Tag bei Glühwein und Bratwurst auf diesem an. 
Wie dem auch sei, die Weihnacht ist auch das Fest des Friedens. Meinethalben könnte daher immer Weihnachten sein.

Mal schauen, ob ich eine zur Weihnacht passende Ansichtskarte von Walter Richter finde. Ich denke die schöne Winterkarte aus dem Jahr 1930 passt ganz gut. Sie nährt auch die Hoffnung auf eine weiße Weihnacht.


Freitag, 10. November 2017

Beim Fremdgehen erwischen ....

konnte man meine Frau und mich von Mitte Oktober bis Anfang November. Zum Wandern waren wir nämlich nicht nach Holzhau gefahren, sondern hatten uns nach Madeira begeben. Statt 4 1/2 Stunden mit der Bahn, die gleiche Zeit mit dem Flugzeug. 
Wir haben es nicht bereut und auch Glück mit dem Urlaubsort gehabt. Unser Hotel befand sich nämlich nicht im Weichbild der Inselhauptstadt Funchal, sondern weit im Norden, in Ponta Delgada. Einem Dorf mit etwa 1500 Einwohnern. Die gedruckten Reiseführer sind sich da nicht einig. Uns war es egal. Der Ort ist nämlich klein genug, um bereits nach verlassen des Hotels mitten in einer Wanderung zu sein. Die waren hier nicht ganz so lang, wie Wanderungen um  Holzhau. Das glich sich aber durch größere Steilheit aus. Wenn wir in Holzhau die Brettelle hinaufsteigen, haben wir etwa 150 m überwunden. Wanderten wir nach Boaventura waren es locker das doppelte. 

Jedenfalls hat es sich gelohnt. Die Menschen sind freundlich, die Natur herrlich. Wir können es empfehlen. Obwohl wir nicht der Maßstab und sicher etwas abartig sind. Das folgere ich aus den angebotenen gedruckten Reiseführern. Zur Reisevorbereitung habe ich nämlich alle verfügbaren Bücher gesichtet und (zum Glück) nichts gefunden. Im nachhinein habe ich mir die 6 oder 7 verschiedenen Reise- und Wanderführer zu Madeira nochmals angesehen. Nichts gescheites dabei. Ponta Delgada und Boaventura sind nur wenige Zeilen gewidmet. Diese könnten aber auch für jeden beliebigen Ort gelten. Alle Wander-/Reiseführer wenden sich an Extremwanderer mit Auto, welche jeden Tag zu einem neuen Wanderhöhepunkt fahren. Oder sie sind gleich für Mietwagennutzer gedacht. Wer einfach nur von einem Ort aus wandern will, wird nicht bedacht.