Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Mittwoch, 8. August 2018

Echte 800er

Es ist schön, wenn es Ideen gibt, um den Tourismus im Erzgebirge zu stimulieren, diesen vielfältiger und auch breiter aufzustellen. Noch schöner ist es, wenn diese Ideen auch umgesetzt werden. 
Allerdings habe ich das Gefühl, hier wird in letzter Zeit hauptsächlich an Extremsportler gedacht. 8000er BIWAK, um Wanderer in möglichst kurzer Zeit auf 14 mehr als 800 m hohe Berge zu bringen. Den neuen Kammweg - in 17 Tage über einen Wanderweg 289 km wandern.
Neuerdings gibt es auch Ideen für eine längere Mountain Bike Tour - "8000 Blockline". Mit 8000 zu bewältigenden Höhenmetern. Möglichst schnell. Wie Sportler so sind. 

Allerdings komme ich hier als Wanderer unter die Räder. Und die Natur auch. Im tatsächlichen Sinne des Wortes. Denn normale Wanderer stören die hoch motivierten Radfahrer. Nicht nur, weil die Wanderwege oft ziemlich schmal sind und durch Fahrräder zerfurcht werden.  Wer wandert schon gern und lässt die Gedanken schweifen, wenn immer ein ängstlicher Blick nach hinten geworfen werden muss? Für dieses "Erlebnis" muss ich nicht ins Gebirge fahren, dass habe ich zu Hause zum Nullarif!
Die Initiatoren haben offenbar selbst ein komisches Gefühl dabei, ermahnen sie doch potentielle 8000 Blockliner auf outdooractive.com, vorausschauend zu fahren und Rücksicht auf "eventuelle Wanderer und Spaziergänger" zu nehmen. Meine praktische Erfahrung mit Radfahrern lässt mich an solch Rücksicht zweifeln. 
In "meinem" Wandergebiet zwischen Holzhau und Rehefeld habe ich mir die angedachte Streckenführung einmal genauer angesehen. Sie verläuft u.a. auf Trostgrundweg, Paulsweg, Alter Landstraße und dem Heuweg zur Steinkuppe. Auf der Kannelbergseite führen Kalk- und Reitsteig, der Schwerdtweg und Waldhornweg über den Kannelberggipfel. Auch der H-Weg wird benutzt. Später geht es auch über den Hemmschuh. Alles gestandene Wanderwege. Und unter besonderem Schutz, wegen der Natur stehend. Wie hier gewährleistet werden soll, dass der Naturschutz beachtet wird, ist mir ein Rätsel. Freunde der Natur sind unter den Initiatoren und Unterstützern offenbar in der Minderheit. Ich glaube kaum, dass diese eine Umgehungsstrasse durch ihr Grundstück oder Fahrradwege durch ihren Garten mögen würden. Ebenso kann mir schlecht vorstellen, dass sich der Forst so etwas bieten lässt. Aber es wird ja mit Quads auch auf dem Reitsteig gefahren. 

Genug gemeckert. Ich bin gespannt, ob das durchgeht. Ich hoffe immer noch, dass die Vernunft siegt. 

Warum nicht einmal ganz normale 800er Touren planen und propagieren? Für Menschen welche schon über 800 Monate alt sind oder 800 Tage alte Kinder dabei haben. So gibt es unter anderem die Möglichkeit 800 m kurze Strecken vom Hotel Lindenhof, dem Erzgebirgsgasthof "Erbgericht" oder dem "Eschenhof" zu wandern. Ziel ist bei allen die Brettdelle. Barrierefrei erreichbar und ohne gewaltige Anstiege zu bewandern. Zumindest im unteren Teil der wunderschönen Brettdelle. Als Mitnutzer hat man da höchstens mal Autos. Manch Wirt wäre vielleicht gar bereit, für unter 800 €-Cent Picknickkörbe zu liefern. Und möglicherweise kann es auch der Forst ermöglichen, dass ab und zu ein Sachsenforstmitarbeiter 800 Sekunden Zeit für einen Vortrag über den Wald hat. Das wäre schön.

Einen echten Haken hat mein Vorschlag jedoch. Auch dieser muss Menschen wirklich erreichen, welche ihn wahrnehmen wollen. Kleinigkeiten, wie zur Zeit in der Brettdelle nicht vorhandenen Sitzgelegenheiten erscheinen da eher leicht lösbar. Solche gab es früher schon einmal. Und sollten beschaffbar sein.



Die Karte zeigt den Eingang zur Brettdelle.



Dienstag, 26. Juni 2018

Was tun?

... in Holzhau.
Schon das fünfte Mal seit 2015 waren ich gemeinsam mit Arbeitskollegen in Holzhau zum Wandern. Nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele. Obwohl das Wetter doch so ziemlich durchwachsen war, hat es Freude bereitet und fand hauptsächlich wirklich im Freien statt.

Hier also nochmals eine Werbung für Holzhau und seine Umgebung. In welcher man eben nicht nur, inmitten alter Bäume gut wandern, sowie in Gaststätten das leckere Rechenberger Bier und gutes Essen genießen kann.

Aus dem Stegreif noch einige interessante Wanderziele. Zwar solche, welche man zu Fuß erreichen kann.
- Kinderbuchausstellung im Holzhauer Vereinshaus,
- sächsisches Brauereimuseum im 2 - 3 km entfernten Rechenberg,
- Flößerhaus mit Garten, ebenfalls in Rechenberg,
- Eisenbahnmuseum und königlicher Empfangssalon in Neuhermsdorf 
(7 km weit weg)
- Dorfkirche Nassau mit Silbermannorgel, auch so etwa 7 km Weg,
- etwas weiter weg (15 km) ist Frauenstein mit Burg und Schloss. Als Gesamtkunstwerk auch sehenswert.

Die Karte von Walter Richter aus dem Jahr 1932 zeigt im Hintergrund die Nassauer Kirche.


Sonntag, 10. Juni 2018

Ahnen und Ahnungen

Das Sommerloch nutze ich zur Zeit um ein wenig Ahnenforschungen zu betreiben und das weiterzuführen, was mein Vater schon begonnen hatte. Da tritt mehr oder weniger erstaunliches zu Tage. Das was man schon ahnte, manifestiert sich in Daten.

Wenn die Vorfahren erkennbar aus einem kleinen Dorf stammen, ist es fast logisch, wenn man über die berühmten 7 Ecken mit fast jedem verwandt ist. Streng genommen hat sich aber zum Heute wenig geändert. Der Partner fürs Leben findet sich in der erreichbaren und ständig besuchten Umgebung. Die war halt vor fünfhundert und selbst vor 100 Jahren erheblich kleiner als heutzutage.

Ohne besonders in die Breite gegangen zu sein, habe ich bislang familiäre Kontakte von A bis W und in 8 Häuser, zwischen Niederdorf bis Oberdorf fixiert. Genaue Standorte will ich hier aber nicht nennen. Nicht, dass ich dann etwa für Instandsetzungs- oder Abrisskosten aufkommen muss.

Da wird es jetzt zum Problem, eine passende Walter Richter Karte einzustellen. Die hier ist da recht harmlos. Im Vordergrund das VWA-Ferienheim, darunter die damaligen Häuser Holzhau Nr. 29, 27 und 25, so meine ich.





Samstag, 2. Juni 2018

Die Heilkraft des Waldes

Gestern lief im ARD-Morgenmagazin ein Beitrag mit einem Biologen aus Österreich. Dieser warb für die Heilkräfte des Waldes. Der ganzen Art des Beitrages merkte man an, dass der Journalist sich vor allem damit befasste, diese Position ins Lächerliche zu ziehen. Diese Ablehnung wurde am Ende des Beitrages auch unterstützt durch einen Experten, welcher diesen Zweifel bestärkte. Das wäre pseudowissenschaftlich - ebenso wie das Verfahren von Kneipp.

Pseudowissenschaftlich oder nicht. Ich halte es für empirisch belegt, dass Waldluft gut für die Gesundheit ist. Das bezeuge ich auch gern aus eigener Erfahrung. Diese bewusst zu atmen beugt nicht nur vor, sondern heilt auch Krankheiten. Frühere Lungenheilanstalten wurden in Waldgebieten errichtet. Und heilten erfolgreich.

Ärzte empfehlen bei verschiedensten Erkrankungen gute Luft. Und Bewegung in dieser. Apotheken bieten Medikament mit ätherischen Ölen an. Warum eigentlich, wenn das nicht evident ist? Dann könnten wir auch alle Maßnahmen gegen Luftverschmutzung sein lassen.

Ich werde weiterhin die gute Holzhauer Waldluft für meine Gesundheit nutzen. Schon in sehr naher Zukunft bin ich wieder da. Und empfehle es allen wärmstes weiter.

Unten ein Bild mit gaaaaaanz viel Waldluft!





Samstag, 17. März 2018

Geheime Projekte zur Belebung des Fremdenverkehrs

Vor allem die Erwähnung meines kleinen Microblogs auf Holzhau.de - der meistgelesenen Holzhauer Webseite, macht mich offenbar auch attraktiv für Whistleblower. Von einem solchen wurden mir authentische Fakten über neue Ideen zur nachhaltigen Belebung des Fremdenverkehrs im Wanderdorf Holzhau zugeblasen.

Holzhau soll nämlich, so mein seriöser Informant - als ein historisches Dorf wieder auferstehen und attraktiv werden. Studien an namhaften US-Universitäten haben erwiesen, das historische Stätten (genannt werden die Pyramiden, das Colloseum, Schloss Neuschwanstein und die Bayern Arena) immer wieder viele Besucher anziehen. Eine Rückgestaltung Holzhaus auf die alte Zeit könnte also durchaus positiv wirken.

Ein heimlich laufendes Projekt, in Holzhau mit Mobiltelefonen nicht erreichbar zu sein, wäre recht erfolgreich gewesen, heisst es. Auch wenn es vereinzelt immer noch weisse Flecken gäbe. Das kann ich bestätigen.

Als nächste Stufe wurde nun erprobt, Holzhau ohne Straßenbeleuchtung zu lassen. An der Muldenstraße funktioniert das als Insellösung seit längerem sehr erfolgreich. So versicherte mir der, nicht genannt werden wollende Insider. Mir liegen inzwischen authentische Fotos von der Bergstraße und der alten Straße vor. Sie zeigen Holzhau an einem gewöhnlichen Märzabend 2018 um 19 Uhr in völliger Finsternis. 

Und, wohl um den Ringelwald abzutransportieren fuhren ab Nachmittag einiger Tage auch keine Züge von und nach Holzhau.

Parallel dazu wurde bereits getestet, sämtliche Hotels und Gaststätten gleichzeitig zu schließen. Leider unterlief den Organisatoren dabei ein bedauerlicher Fehler. Es wurde nämlich versäumt, das Hotel "Talblick" zu informieren. So hatte dieses am 13. und 14.3.2018 versehentlich am Abend geöffnet. Zum Glück befanden sich gerade keine Touristen im Dorf, so dass dieser Fehler das Ergebnis nicht verfälschen konnte.

Hier glaube ich dem Mann doch nicht so richtig und habe eine etwas andere Ansicht. Dinge welche man lange nicht benutzt, gehen dadurch kaputt. Wenn wir, als Konsumenten - seien wir Anwohner oder Touristen die vorhandenen Angebote nicht nutzen, bleiben sie irgendwann aus. Ein Geschäft, ein Restaurant, ein Hotel etc. werden nur zu ca. 80 Prozent aus Vergnügen betrieben oder um einen Lottogewinn zu verbrauchen. Der Rest gilt schnödem Broterwerb. So peinlich das auch klingt. Isso! Uns bleibt also nichts weiter übrig, auch in den saure Gurken Zeiten diese Dinge zu nutzen. Einfach mal einen Feier im Ort feiern oder nur zum Vergnügen mit der Familie im Gasthof zu essen. Und sei es nur als Dankeschön, an den seine Gesundheit ruinierenden Menschen im Gastgewerbe. Stellt Euch einfach vor, Euer Job wird plötzlich für ein paar Wochen nicht gebraucht und ihr könnt daher kein Geld verdienen.
Wenn die Sache dann nämlich gestorben ist. kann man sie nur im Märchen wieder beleben.

garantiert Straßenbeleuchtungsfrei. Holzhau 1905