Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Holzhau Tourismus heute

 immer wieder hört man Klagen über nachlassende Touristenströme. Oft kommen diese Klagen gar von denen, welche von Amts wegen für die Förderung des Fremdenverkehrs zuständig sind.
 Es gibt sicher eine Menge Gründe für die sinkende Zahl von Besuchern des Erzgebirges, darunter viele, auf welche weder die betroffenen Unternehmen und Orte, noch die Fremdenverkehrsämter Einfluss haben. Viele Leute wollen nun mal zu jeder Jahreszeit an den Strand und in Gegenden mit permanent "schönem" Wetter. Worunter offenbar eine Mehrheit Sonnenschein, 25 °C und blauen Himmel versteht. All das kann das Erzgebirge nicht oder nicht dauerhaft bieten.
Man sollte sich also auf Dinge konzentrieren, welche man auch selbst irgendwie auf die Reihe bekommt und auf welche man abschätzbaren Einfluss hat. Zum Beispiel Förderung von attraktiven Angeboten und gemeinsame Werbeplattformen für den Tourismus im Erzgebirge. Dabei sollte auch klargemacht werden, dass die Natur bei jeder Witterung schön ist und dabei ihre Reize offenbart.
 In der gestrigen "Freiberger Zeitung" las ich auf der Erzgebirgsseite wieder einmal von Dingen, welche ich in genannter Hinsicht für kontraproduktiv halte. Ich meine die Aktivitäten gegen den, auf tschechischer Seite geplanten Windpark. Die Bürgerinitiative gegen diesen befürchtet, der Windpark hätte negative Auswirkungen auf den Tourismus. Von, in diesem Zusammenhang durchgeführten Studien und ihren Ergebnissen habe ich jedoch in den diesen Befürchtungen ein Stimme gebenden Medien, noch nichts gehört und gelesen. Genauso könnte ist vielleicht auch zu befürchten, dass gerade die Verbreitung dieser Ängste selbst, negative Auswirkungen auf den Tourismus hat. Warum sollte jemand seinen Urlaub in einer Gegend planen, von denen selbst die Betreiber touristischer Unternehmen eine Minderung touristischer Attraktivität erwarten?
 Sicher muss solch ein Projekt genau geprüft werden, bevor es in die Praxis umgesetzt wird und die Bürger sollten das schon kritisch begleiten. Aber bitte das Kind nicht mit dem Bade ausschütten!
 Nach meiner Ansicht leidet die Attraktivität des Urlaubsgebietes nicht. Den Wintersportlern sollte es sowieso ziemlich egal sein, Hauptsache Pisten und Loipen sind gut nutzbar. Wenn genug Schnee da ist, sind die Sportler auch mit Windrädern zur Stelle. Sollte kein Schnee da sein, hilft auch die Abwesenheit eines Windparks nicht.  Die Wanderer in den schönen Wäldern rund um Holzhau, Hermsdorf und Rehefeld stört es bestimmt auch nicht. Diese verändern sich bestimmt nicht durch einen Windpark. Wanderern über die unmittelbar betroffenen Flächen, bin ich bisher bei meinen häufigen Besuchen extrem selten begegnet. Und diejenigen, für welchen Holzhau, Hermsdorf und Rehefeld nur Ausgangspunkt für Autotourismus darstellen, sollten sich auch nicht gestört fühlen.

"Augustin" und Kähnelbahn, W. Richter 1931 

Die Industrieseilbahn (Kähnelbahn) fuhr früher quer durch den Wald. Touristen hat sie meines Wissens nicht abgehalten nach Holzhau zu kommen. Und die stinkende und qualmende Eisenbahn führte überhaupt erst dazu, das Sommerfrischler hierher kamen.
Also bitte auf das Positive setzen: schöne Natur, Ruhe, erzgebirgische Gastfreundschaft. Das bedeutet nicht, dass man auf erforderliche Einwände verzichten soll.

Kommentare:

  1. auch ich laufe lieber durch eine Landschaft, welche nicht durch Windkraftanlagen gestaltet wurde. Und einen Eingriff in die sich entwickelten ökologischen Bedingungen, stellt menschliches Handeln immer dar. Egal ob dort nun diese Türme gebaut werden oder große Wälder aufgeforstet würden - für dortige Tiere und Pflanzen können daraus lebensbedrohliche Bedingungen entstehen. Nutzen für uns als Mensch und Schaden für die Natur müssen immer genau abgewogen werden. Die Erfahrung lehrt eben leider, das wirtschaftliche Nutzen häufig absolute Priorität genießt.

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  2. trotz der vernommenen Unkenrufe scheint die aktuelle Tendenz nicht unbedingt negativ zu sein. In der am 24.12 erschienenen Weihnachtsausgabe der "Freien Presse" vermeldete Andreas Lämmel, Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen, eine "insgesamt positive Entwicklung der Fremdenverkehrsbranche in diesem Jahr in Sachsen." Wörtlich: "Wir rechnen mit dem besten Jahresergebnis seit 1990. Die Zahlen sind flächendeckend gut." Ohne Kenntnis genauer Zahlen, gehe ich davon aus, das es hier um Steigerungen um 1 Prozent geht. Nach eigenen Beobachtungen ist vor allem von Frühling bis Herbst noch sehr viel Platz nach oben.

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