Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Dienstag, 28. November 2017

Wann beginnt eigentlich die Weihnachtszeit?

Eine Frage welche sich schwieriger beantworten lässt, als zu vermuten. Die Großen Supermarktketten meinen wohl, wenn es Weihnachtsgebäck wie Christstollen, Spekulatius und Dominosteine zu kaufen gibt, beginnt auch die Weihnachtszeit. Das kann aber nicht stimmen, denn dann würde sich Weihnachten ja direkt an Ostern anschließen.
Andere sagen, mit dem 1. Advent beginnt auch die Weihnachtszeit. Das klingt jedenfalls schlüssig. 
Ich habe eine weitere Version. Die Weihnachtszeit beginnt am Dienstag vor dem 1. Advent. Dann wird nämlich der Christmarkt in Freiberg eröffnet. Und mich trifft man an diesem Tag bei Glühwein und Bratwurst auf diesem an. 
Wie dem auch sei, die Weihnacht ist auch das Fest des Friedens. Meinethalben könnte daher immer Weihnachten sein.

Mal schauen, ob ich eine zur Weihnacht passende Ansichtskarte von Walter Richter finde. Ich denke die schöne Winterkarte aus dem Jahr 1930 passt ganz gut. Sie nährt auch die Hoffnung auf eine weiße Weihnacht.


Freitag, 10. November 2017

Beim Fremdgehen erwischen ....

konnte man meine Frau und mich von Mitte Oktober bis Anfang November. Zum Wandern waren wir nämlich nicht nach Holzhau gefahren, sondern hatten uns nach Madeira begeben. Statt 4 1/2 Stunden mit der Bahn, die gleiche Zeit mit dem Flugzeug. 
Wir haben es nicht bereut und auch Glück mit dem Urlaubsort gehabt. Unser Hotel befand sich nämlich nicht im Weichbild der Inselhauptstadt Funchal, sondern weit im Norden, in Ponta Delgada. Einem Dorf mit etwa 1500 Einwohnern. Die gedruckten Reiseführer sind sich da nicht einig. Uns war es egal. Der Ort ist nämlich klein genug, um bereits nach verlassen des Hotels mitten in einer Wanderung zu sein. Die waren hier nicht ganz so lang, wie Wanderungen um  Holzhau. Das glich sich aber durch größere Steilheit aus. Wenn wir in Holzhau die Brettelle hinaufsteigen, haben wir etwa 150 m überwunden. Wanderten wir nach Boaventura waren es locker das doppelte. 

Jedenfalls hat es sich gelohnt. Die Menschen sind freundlich, die Natur herrlich. Wir können es empfehlen. Obwohl wir nicht der Maßstab und sicher etwas abartig sind. Das folgere ich aus den angebotenen gedruckten Reiseführern. Zur Reisevorbereitung habe ich nämlich alle verfügbaren Bücher gesichtet und (zum Glück) nichts gefunden. Im nachhinein habe ich mir die 6 oder 7 verschiedenen Reise- und Wanderführer zu Madeira nochmals angesehen. Nichts gescheites dabei. Ponta Delgada und Boaventura sind nur wenige Zeilen gewidmet. Diese könnten aber auch für jeden beliebigen Ort gelten. Alle Wander-/Reiseführer wenden sich an Extremwanderer mit Auto, welche jeden Tag zu einem neuen Wanderhöhepunkt fahren. Oder sie sind gleich für Mietwagennutzer gedacht. Wer einfach nur von einem Ort aus wandern will, wird nicht bedacht. 

Freitag, 22. September 2017

Sie sind mitten unter uns ...

... nicht etwa die Politiker. Ich meine hier die Außerirdischen. Im Film sieht man diese immer über oder in den großen Städten. Das empfinde ich als ziemlich unrealistisch. Seien wie doch mal realitätsnah. Intelligente Lebenwesen, sind in der Lage weit durch das All zu reisen, um andere Lebensformen zu entdecken und zu erforschen. Sie nähern sich unserem Planeten und nehmen aus der Ferne eine Scan vor. Das sehen sie vor allem Wassermeere und Waldmeere. Hier könnte Leben existieren. Aber doch nicht in Betonwüsten innerhalb giftiger Gase, so wie sie nun einmal große Städte darstellen. Schon aus Schutzbedürfnis für die eigene Gesundheit würde da Niemand landen. Ich jedenfalls nicht. Oder ihr etwa?

Also suchen sich die außerirdischen Forscher eine Stelle, an welcher Leben sein könnte. So zum Beispiel in den Wäldern rund um Holzhau. Sozusagen ein See von Wald. Der Wald ist praktisch bereits eine Lebensform, bzw. beinhaltet verschiedene Formen des Lebens. 
Tatsächlich habe ich bei meinen Wanderungen einen Alien getroffen. Er stammt vom Planeten Floralis, irgendwo im Zentrum unserer Milchstraße. Dieser Planet wird beherrscht von pflanzlichen intelligenten Wesen. Moose, Kräuter, Bäume. Mit dem Alien, nennen wir ihn mal AIB, habe ich mich ein wenig unterhalten. Dieses erfolgte durch Gedanken. Denn AIB ist verwandt mit unseren Bäumen und verfügt über kein Organ zur Lärmerzeugung, nur um zu kommunizieren. 

Auch auf seinem Planeten, so AIB existieren Primaten und würden geduldet, obwohl sie zu wenig Dingen nützlich wären. Aber nicht jedes Lebewesen muss ja immer gleich nützlich sein. Allerdings würden floralische Philosophen den Primaten keine Vernunft und, wir würden "Seele" sagen zugestehen. Weder hätten sie Wurzeln, noch könnten sie Sauerstoff erzeugen und aus Licht Energie gewinnen. Mein Einwand, auf der Erde würden wir Menschen letzteres aber inzwischen können, wies AIB mit einem "netter Versuch" ab. Nicht einmal als Symbionten, wie Pilze würden die Primaten taugen. Und es wäre für ihn sehr verwunderlich, dass auf dem Planeten Erde, gerade die nutzlosesten Tiere die Macht übernommen hätten. Aber das wäre wohl eher als Beweis, des auf der Erde "Peter-Prinzip" genannten Effekts zu werten.

AIB kam vor etwa 80 Jahren auf die Erde. Irgenwie benötigen die Floraliser keine großen und schnellen Raumschiffe. Zeit hätten Pflanzen jeden Menge und die Wissenschaftler reisen ohnehin als Samen, welche all ihr Wissen enthalten. Er stehe über seine Wurzeln mit der Verwandschaft auf der Erde in Kontakt. so erfährt er viel, über ihm sehr sonderbar vorkommende Handlungen der Menschen. Da würde z.B. Bäume gefällt, nur um diese dann zu verbrennen. Große über mehrere dutzende bis hunderte von Erdumläufen gewachsene Bäume würden verstümmelt und beseitigt, nur weil ihre Äste beim herab fallen möglicherweise die metallenen, giftige Gase absondernden Transportmittel der Menschen beschädigen könnten. 
Wir Menschen haben doch aber viel gelernt und gehen heute viel besser als früher mit dem Wald um, warf ich hier ein. Es gibt keine Kahlschläge mehr und der Wald wird naturnah umgebaut. Habt ihr mal einen Baum grimmig lachen hören? AIB hat minutenlang gelacht und mir schien sich dabei geschüttelt. Zu Kahlschlag sollte ich mir mal die Wälder, z.b. in Südamerika anschauen. Dort würden riesen Kahlschläge vorgenommen, nur um andere Pflanzen zur Biokraftstoffgewinnung anzubauen. Das wäre ein Hohn. im hiesigen Wald gäbe es so etwas sicher nicht mehr. Das Fällen hunderter Buchen am Kannelberg wäre auch kein Pappenstiel. Zumal auch das derzeitig von den Menschen praktizierte gezielte Entnehmen einzelner Bäume, den Bäumen und ihren Helfern im Boden schaden würden. Millionen von, für das Waldleben notwendigen Kleinstlebewesen würden durch den Einsatz schwerer Technik jämmerlich ersticken. Er würde da nicht von einem so großen Fortschritt sprechen und wäre geneigt den Menschen tatsächlich Vernunft abzusprechen. Sprachs aus und beendete das Gespräch. Ein gemeinsames Foto durfte ich aber noch machen. Auch bekam ich eine Zusage, für ein weiteres Gespräch. Einzige Bedingung: ich solle darüber schreiben. Vielleicht hülfe das. Naja. An dieser Stelle musste ich länger lachen. Aber schaden kann es ja nicht.



Mittwoch, 6. September 2017

Försterfelsen - Drachenkopf

Holzhau ist seit einigen Wochen um eine Attraktion reicher geworden. Holzhauer Enthusiasten haben den Felsen hinter dem alten Forsthaus wieder zu einem schönen Wanderziel gemacht. Direkt vor dem Felsen steht eine Bank. Und auch direkt auf dem Felsen, wurde durch den fleißigen Christian Hoyer aus der ehemaligen Ölmühle und Post, mit Nachbarschaftshilfe eine Bank angeschraubt. Auf dieser sitzend, hat man einen herrlichen Ausblick auf Holzhau.
Bevor ich den Weg beschreibe, will ich erst mal über den Namen klugscheißern. Ich denke, der Felsen wurde urspünglich Drachenkopf genannt - sieht er doch tatsächlich aus, als würde ein urtümliches Reptil aus dem Berg schauen. Mit dem ansässig werden eines Försters in Holzhau, kam als weitere Bezeichnung der Försterfelsen dazu. Und der Drachenkopf wanderte nach oben auf den Kannelberg. Die Bezeichnung Drachenkopf für den Kannelberg verwendete man bereits bei der Triangulation von 1869. Mal schauen, vielleicht liest das ein der Holzhauer Geschichte tatsächlich Kundiger und äußert sich dazu. Wird sowieso Zeit, dass mal eine umfangreiche Holzhauer Chronik veröffentlicht wird. 

Zur Wanderung. Diese ist nur 2 km lang, hat es aber in sich. Sind doch etwa 60 m Höhe zu überwinden, welche sich zudem auf einen Abschnitt des Weges von nur etwa 300 m konzentrieren. Der Abstieg ist ebenfalls sehr steil. Wer doch hoch will, sollte fit sein und festes Schuhwerk tragen. Meine Mutter (80+) hat es jedenfalls geschafft.
Start ist an der Milchrampe vor der Streuobstwiese. Direkt vor dem Hotel "Lindenhof". Dort können, mit dem KFZ angereiste Wanderer parken und nach der Wanderung auch speisen. Alternativ ist auch der Erbgerichtsgasthof nicht weit. 
Der Weg führt uns leicht bergab, vorbei an Ölmühle/Post und über die Muldenbrücke. Hier sehen wir bereits den ersten roten Pfeil, welcher den Weg weist. Vor der Feuerwehr geht es nach rechts und immer dem Pfeil und der Nase nach aufwärts. Wir sind jetzt auf dem N-Weg. An dessen Kreuzung mit dem Buchensteig gehts es nach rechts bis an das Ziel. Hier kann man verpusten und die Aussicht genießen. Und bitte vorsichtig sein. Es geht steil runter von solchem Felsen.
Für den Rückweg geht es weiter geradeaus. Erst eben und dann zweimal rechts abbiegen bergab. Kurz vor dem Ende der Wanderung sehen wir uns den Felsen noch mal von unten an.

Für Rebellen und Leute welche lieber steil auf- als heftig absteigen, sei der Weg entgegengesetzt empfohlen. Rundwege führen halt immer ans Ziel, egal ob mit oder gegen den Zeitgeist, äh den Zeiger der Uhr.

Am 8.9.2017 um 18 Uhr ist übrigens offizielle Einweihung des Weges. Ich hoffe mit starker Beteiligung. Leider kann ich nicht da sein.

Heute mal zwei Fotos. Eines aktuell mit Bank und eine W. Richter Karte von vor 110 Jahren. Rechts oben der Felsen. Gut zu erkennen, warum er Drachenkopf heißt.





Freitag, 21. Juli 2017

Lieber Hans,

so beginnt eine meiner Neuerwerbungen von Holzhau Ansichtskarten. Selbstredend von Walter Richter. Abgesendet wurde sie genau vor 107 Jahren, am 21.Juli 1910. Da ist sie wieder, die 107! Ich will kurz zitieren: 

"... erhalten im Erbgerichtsgasthofe immer guten Mittagstisch. Jeden Tag haben wir bisher Ausflüge in die wunderschöne Umgebung, besonders ins nahe Böhmen unternommen. Heute hatten wir uns einen Ausflug nach Rehefeld vorgenommen, doch da es früh regnete, mussten wir die Partie verschieben. In unserem Orte wohnen 400 Sommerfrischler, auch Rechenberg und Zollhaus Hermsdorf sind sehr besuchte."

Mich freut es, dass im Erbgerichtsgasthof offenbar seit längerem gut gekocht wird. Erstaunt hat mich die große Zahl von Sommerfrischlern in Holzhau. 400 hätte ich dieser Zeit nicht zugetraut.

Was noch spannend an der Karte ist. Gesendet wird sie an die Schladitz Werke, einem Dresdener Fahrradhersteller.


Und hier die Karte.


Sonntag, 16. Juli 2017

Rund um den Hirschhübel - rauf auf die Steinkuppe

Keine Ahnung, ob ich diese Wanderung als Kurzwanderung bezeichnen soll. Da ich es aber einsortieren möchte und sie auch nicht tatsächlich lang ist, mache ich das einfach. Also zu Beginn die Zahlen.

- Länge der Strecke: knapp 11 km
- Höhenmeter: 200
- Dauer: knapp 3 Stunden plus Einkehrzeit

Startpunkt ist erneut die Milchrampe gegenüber vom "Lindenhof". Wir gehen die Bergstraße bergauf und hinter dem Gleis der Eisenbahn nach links in den Tannenweg. Immer geradeaus nach Osten. Dieses mal überqueren wir auch nicht die Straße. Wir wollen nämlich auf dem Eisenbahnerweg wandern. Der ist nicht so glatt und eben wie der Muldenweg, jedoch viel "waldiger". Manchmal auch ein wenig nass. Es gibt aber die Gelegenheit, den nassen und pfützigen Stellen auszuweichen. Unmerklich gewinnen wir dabei an Höhe. Nach reichlich 2 km Weg, sind wir 60 höher als beim Start. Hier stößt der Eisenbahnerweg auf den Schwarzen Buschweg, welchem wir weiterhin östlich folgen. Schon bald erreichen wir die Torfsstraße, auf welcher wir ein paar Meter nach unten laufen, um an der überdachten Sitzgruppe nach rechts auf den alten Bahndamm der Eisenbahn abzubiegen. Wer mag, kann hier eine erste Rast einlegen.

Lange benutzen wir den Weg auf dem Bahndamm, welcher auch der Holzweg ist aber nicht. Von der hölzernen Brücke, welche wir überqueren, können wir den Zusammenfluss von Rotem Fluss und Steinbach beobachten. Nur wenige Meter später ergießen sie sich vereint in die Mulde. Unser Weg kreuzt die Alte Torfstraße. Wie biegen rechts in diese ab und steigen nach oben. Auf dem Weg überwinden wir auf einer kleinen Brücke die Steinbach. Eine gute Rast- und Spielstätte für Kinder. 
Insgesamt 1/5 km benutzen wir die Alte Torfstraße, bis wir - genau in 700 m Höhe nach links in den Hirschhübelweg abbiegen. Nach wenigen Minuten Weges, sehen wir linkerhand einen Teich. Wir wenden uns hier nach rechts auf den parallel zur Grenze mit der Tschechischen Republik verlaufenden Hirschbachweg. Stein- und Hirschbach erzeugen hier ziemlich sumpfiges Gebiet. Hier dürfte es auch noch Reste eines Moores geben. Auf dem Weg unproblematisch für uns. Jedoch sicherlich botanisch eine Abwechslung. Auch das Auge erhält durch den weiten Blick über freies Gelände diese Abwechslung. Inwischen laufen wir etwa in westlicher Richtung, welche wir aber wieder nach Norden verlassen. Wir wandern jetzt sozusagen um den 750 m hohen Hirschhübel herum, erreichen auf unserem Weg auch fast dessen Höhe. Und schon sind wir wieder an der Alten Torfstraße angelangt. Wir gehen aber erst einmal ein Stück nach links in die asphaltierte Torfstraße. Hier treffen wir nochmals auf Schilder des Holzweges. Nach 200 m wählen wir erneut einen anderen Weg: den Moorweg, welcher links abgeht und ziemlich gerade von Nordost nach Südwest verläuft. Neben diesem Weg fließt ziemlich unscheinbar der Rote Fluss. Nach weniger als 1 km Weg stößt der Moorweg nun auf die Alte Landstraße. Wir können einen kleinen Abstecher nach links machen, um zum Batteleck und über die Grenze zu gelangen. Aufregendes ist dort aber nicht zu sehen. 

Um unseren Weg fortzusetzen gehen wir also lieber gleich nach rechts - um schon am nächsten Weg, dem Heuweg nochmals rechts abzubiegen. Der Weg überquert die Torfstraße und steigt stetig bis fast 800 m an. Ein Wegweiser zeigt uns den Weg zum Höchsten Punkt unseres Weges, der 806 m hohen Steinkuppe. Hier können wir uns ins Gipfelbuch eintragen. Danach gehen wir entweder den selben Weg zurück zum Heuweg oder aber ein Stück bergab auf der ehemaligen Sprungschanze und durch die frühere Freilichtbühne Holzhaus. Auch auf diesem Wege gelangen wir zum Heuweg. Nur noch kurze Zeit und wir stehen an der Kreuzung zum Steinweg. Wir wandern nach links, genießen den Blick rechterhand ins Tal und gelangen ohne weitere Erklärungen zur Fischerbaude. Wenn nicht gerade Montag ist, sollten wir hier unbedingt einkehren und Kartoffeln mit Quark, oder etwas anderes leckeres essen.

Nach dem Essen geht es zurück. Rechts raus aus der Baude und immer geradeaus, erst auf der Ringelstraße  und dann auf der Alten Landstraße. Etwa 200 m nachdem wir am links abzweigenden Paulsweg vorbei gegangen sind, geht es nach rechts über einen Feldweg bergab. Mit immer schöner werdendem Panorama. Unten angelangt halten wir uns rechts auf dem Tannenweg und kommen wieder an der Bahnschranke an.

Wer mag kann noch im Lindenhof einkehren. Oder geht hinüber zum Erbgerichtsgasthof. Vielleicht trifft er dort auf mich. Älterer, seelig lächelnde Mann mit einem Rechenberger vor sich.

Als Karte heute das Torfhaus. Da sind wir zwar nicht direkt vorbei gekommen. Wenn wir aber an einem Montag wandern können wir hier einkehren. Dazu einfach auf dem Heuwegabschnitt nicht über die Torfstraße gehen sondern nach rechts in sie hinein.




Mittwoch, 28. Juni 2017

Sommerloch

... einfach verrückt. Traumhaftes Wetter in herrlicher Landschaft. Trotzdem scheint kaum jemand den Weg in die Täler rund um den Kannelberg zu finden. Auf Dauer, wird das wohl ein Problem für die Ferienregion Holzhau. Dabei wird durch den Heimatverein einiges getan. Durch deren Aktivitäten sind etliche Wege wieder ordentlich ausgeschildert. So der Reitsteig, der Buchensteig und der Heuweg. Viertellenweg und Schwerdtweg sollen folgen.

Mit einigen Kolleginnen und Kollegen war ich dieser Tage wieder einmal zum Wandern und Plaudern in Holzhau. Konnten dabei auch das Dorffest mit erleben. Es war wieder sehr schön. Allgemein würde ich auch anderen Menschen vorschlagen, die Ruhe der Gegend für gemeinsame Aktivitäten zu nutzen. Denn Ruhe, Natur und frische Luft sind das Pfund, mit welchem sich hier wuchern lässt. Ich halte es für wenig sinnvoll, laute Attraktionen ansiedeln zu wollen. Schon weil die Konkurrenz groß ist. Ich hatte bereits im vorherigen Beitrag auf das Waldbaden verwiesen.

Übrigens: am 30.6.2017 findet eine sicher spannende Wanderung zu den Steinen der Blockhalde am Südhang des Kannelberges statt. Schade, ich muss arbeiten. Treffpunkt ist 18 Uhr am Tannenweg. Auf der Karte von 1913 befindet sich das entsprechende Gebiet der Blockhalde am rechten Bildrand, oberhalb des Forsthauses.


Samstag, 27. Mai 2017

Waldbad Holzhau

Waldbaden liegt voll im Trend. 
Gemeint ist das bewusste Ausnutzen der gesundheitlich positiven Wirkung unseres Aufenthaltes im Wald. Selbst die Wissenschaft scheint es inzwischen anzuerkennen und ernsthaft zu erforschen, wie gut uns der Wald bekommt. Von der Kommunikation zwischen den Pflanzen erfühlen wir nämlich etwas und können davon profitieren. Die Pflanzenkommunikation verläuft z.B. über Gase. Oma kannte das schon, als sie reife mit unreifen Früchte in eine Tüte sperrte und die reifen Früchtchen ihre unreifen Kameraden animierte rot zu werden. Das aber nur nebenbei. Wer mehr dazu lesen will, kann mal in diesen Link schauen. Am 30.5.2017 ist im mdr auch ein TV Beitrag dazu zu sehen.

Persönlich kann ich all diese, im Beitrag beschriebenen Wirkungen bestätigen. Seit ich regelmäßig nach Holzhau zum Waldbaden fahre, fühle ich mich gesundheitlich erheblich besser und stabiler - bin seit 15 Jahren so gut wie ohne Krankschreibung. Und dieses, obwohl ich seit eben diesen 15 Jahren im gesundheitsschädlichem Schichtdienst arbeite.

Wald ist allerdings nicht Wald. Dieser sollte schon ein ordentlicher Wald mit gut gelaunten Bäumen sein. Und das meine ich ernst. Jeder kann das mal vergleichen. Einfach mal in einen eng gepflanzten Einsortenforst mit Massenbaumhaltung gehen und dann zum Vergleich in einen naturnahen Mischwald.

Um Holzhau gibt es viel geeigneten Wald. Besonders zwischen Zimm- und Viertelle befindet sich ein hervorragenden Waldbad. Vielleicht sollte das auch von der Gemeinde mehr vermarktet werden. Andere Orte machen es schon. Ich jedenfalls lade Jeden ein, Waldbadwanderungen zu machen.





Mittwoch, 24. Mai 2017

Muldenblickwanderung

Im vorigen Beitrag hatte ich über neu entstandene Sichtachsen berichtet. Heute wollen wir mal zu solcher Wandern. Zwar zu einer Aussichtsstelle, von welcher wir tief in das Muldental nach Westen blicken können. Als Besonderheit habe ich sie so angelegt, dass sie auch für rüstige Senioren gangbar ist. Auf 6 km müssen dennoch 122 m Höhenunterschied überwunden werden. Das ist aber machbar. Knackpunkt ist ein 500 m langer Abschnitt, an welchem wir 50 m an Höhe gewinnen.

Start ist an der neuen Milchrampe. Gegenüber vom Hotel Lindenhof. Von hier aus laufen wir entweder über die Straße Richtung OT Teichhaus oder am Bahnhof vorbei. Wichtig ist, dass wir auf den Muldenweg gelangen, welchem wir bis zur Viertelle folgen. Am Eingang zu diesem schönen Nebental des Muldentales steht ein Bank. Hier kann man noch einmal ausruhen. Denn gleich beginnt das steile Stück. Wir gehen also steil nach oben, hoch zum sich in 700 m um die Berge windenden Reitsteig. Dieser ist ausgeschildert. Wir laufen nach links, herum um den Ziegenrücken. Einem der wohl sieben Berge hinter welchem die sieben Zwerge wohnen.

Nach etwa 10 Minuten Weg sind wir am schönen Ausblick angekommen. Auch der Weg selbst ist schön und die Natur sowieso. In diesem Gebiet kann man deutlich die Bemühungen des Sachsenforsts erkennen, schönen naturnahen Wald zu erhalten. Zwischen den Fichten entdecken wir schon sehr viele Weißtannen.

Um zum Ausgangspunkt zu gelangen, laufen wir weiter gerade aus - bis zur Dreitelle. Diese abwärts gelaufen, geben wir den Höhengewinn wieder zurück. 

Wer jetzt Hunger oder Durst hat, kann in "Lindenhof" oder "Erbgericht" diese Gefühle beseitigen und durch Genuß ersetzen. 

Wer noch Kind genug ist, kann auch vorsichtig ein wenig auf dem vom "Lindenhof" gebauten Spielplatz schaukeln. Kräutergarten besichtigen oder Kneippen geht auch.

Die Karte aus dem Jahr 1929 zeigt uns einen Blick ins Muldental. Unserer von oben ist noch viel schöner.


Sonntag, 19. März 2017

Saurier im Erzgebirge und andere Neuigkeiten

Die vergangenen vier Tage im Erzgebirge waren in vielerlei Hinsicht außerordentlich. Und für mich wieder einmal begeisternd.  Die ersten drei Tage hatten ein berauschend schönes Wetter. Sonnenschein pur - und ein Himmel so blau, dass es sich weder mit Worten, noch mit Bildern beschreiben lässt. In der letzten Nacht kam noch einmal der Schnee. Auch dafür mein Dank an die Wettergötter. 
Was gibt es noch zu berichten? Auf der Bahnfahrt nach Holzhau, durfte ich im Zug zwischen Leipzig und Chemnitz in einem Frauenabteil sitzen. Sachen gibt es. 
Bei meiner Wanderung Holzhau - rund um die Talsperre Lichtenberg - Holzhau, entdeckte ich am Wegesrand im Gimmlitztal den versteinerten Schädel* eines Saurier. Offenbar gab es auch schon früher sehr saftiges und leckeres Gras auf den Gimmlitzwiesen. Also nichts wie hin, ehe das Teil ins Museum nach Berlin geschleppt wird.

In letzter Zeit wurden in der Gegend ziemlich viele Bäume gefällt. Na klar, auch wenn wir die vielen Bäume gern als Wald bezeichnen - es ist Forst.  Mit eben, auch den ökonomischen Aufgaben der Holzernte. Erklärter Weise  gefällt mir das nicht. Vor allem die Größenordnung, in welcher diese Ernte erfolgte. 
Manchmal ergeben sich daraus jedoch auch für Wanderer positive Dinge. So wurden im Gebiet zwischen Drei- und Viertelle etliche Fichten gefällt. Ich vermute einmal,  um den vor vielen Jahren gepflanzten Weißtannen Platz und Licht zum Wachsen zu schaffen. Somit ist jetzt eine tolle Sichtachse in das Muldental entstanden. Jedenfalls so lange, bis die Tannen ins Blickfeld gewachsen sind. Also: unbedingt wieder einmal ein Reitsteig-Wanderung machen, um dieses zu genießen. Die Wegbeschreibung für den Winter funktioniert auch im Rest des Jahres.

Und hier die Bilder. Dieses Mal wieder nicht als Ansichtskarten sondern aktuelle Fotos.

 



 














* Na, klar nicht wirklich. Sondern einfach nur ein ähnlich geformter großer Felsbrocken. Aber auch die Fantasie läuft bei Wanderungen mit.

Mittwoch, 1. März 2017

Wann wird mal wieder richtig Winter?

Diese Frage stellte man sich im Erzgebirge viele Jahre. Der Winter in diesem Jahr scheint nun wieder mal ein "richtiger Winter" gewesen zu sein. Nicht durch spektakuläre Schneehöhen. Aber immerhin durch gleichmäßig genügend Schneeangebot während der für die Natur und den Tourismus wichtigen Zeitspanne. Hätte der Winter 5 Tage länger durchgehalten, könnte die Begeisterung gar noch größer sein.

Ich war während der Zeit der sächsischen Winterferien für ein paar Tage in Holzhau und kann konstatieren, das die Bedingungen auch für Winterwanderungen ohne Bretter an an den Füßen ordentlich waren. Die bekannten Winterwanderwege von Brettdelle, Proßweg, Krötenbachweg und Schlüsselweg bis zur Weicheltmühle auf der Nordseite waren gut zu laufen. Ebenso die Torfstraße und das Ringel auf der Südseite. Kritisch waren der obere Teil des Krötenbachweges, welcher wohl durch die Schlittenhundrennen eine Eispiste erhalten hatte. Außerdem war der Muldenweg zwischen Dreitelle und Teichhaus nur stapfend zu laufen. Lobend zu erwähnen, ist der neue Weg an der Muldenstraße, welcher nun Bienenmühle mit Rechenberg auch für Fußgänger verbindet. Wenigstens bis zum Entenstein.

Als Bild heute mal Rechenberg im Winterkleid.



Donnerstag, 16. Februar 2017

Nachdenken über die Zukunft

Das wird jetzt kein Beitrag über den Klimawandel, den Weltfrieden oder die Rente. Obwohl diese Themen des Nachdenkens durchaus wert sind. Hier im Blog denke ich über Dinge anderer Relevanz nach. Nicht so hoch angebunden, dafür aber mit dem Charme, dass ich persönlich darauf Einfluss habe. Die Engel unserer Wanderbande denken nämlich gerade intensiv darüber nach, was in diesem Jahr als Wanderung abgehen wird. Das wann, aber ganz besonders das wo stehen hier im Fokus. 

Holzhau ist sehr schön, das steht außer Frage. Aber trotzdem kann man ja auch mal über einen anderen Ort nachdenken. Dabei besonders etwas flachere Gegenden berücksichtigen. Schön wäre es am Meer. Da ist die Luft sehr gesund. Was wir aus unserer Truppe ganz besonders benötigen. Leider wird man am Meer im Sommer, mehr Geld benötigen. Möglicherweise finden wir aber in etwas Abstand zum Wasser etwas in unserem Limit liegendes oder einen Sponsor (das war jetzt ein Spaß).

Für mich ist zur Zeit die ganz nahe Zukunft von Interesse. Nur noch Stunden ist mein nächster Holzhau-Besuch entfernt. Ich freue mich sehr darauf, in der weißen Landschaft zu wandern. Und hoffe, dass mir der Wettergott gewogen bleibt.

Die heutige Richter-Karte ist 87 Jahre alt. Bei flüchtigem Anblick könnte sie auch von heute sein ...





Samstag, 7. Januar 2017

Mit Axel ins Erzgebirge

Axel gehört mitnichten zu meinen Verwandten oder Freunden. So hieß das Sturmtief, welches am 4. und 5. Januar unser Begleiter in und durch das Erzgebirge war. 
Sonst ziehe ich es ja vor, mit dem Zug zu reisen. Aus verschiedenen Gründen, nutzten wir als Dreierpack diesmal aber einen PKW. Wollten wir doch vor allem den Onkel in Chemnitz besuchen. Die folgende Reise nach Holzhau war als angenehme Zwischenstation auf dem Heimweg geplant, um nicht an einem Tag nach Chemnitz und wieder zurück fahren zu müssen. Bis Dresden lief auch alles perfekt. Auf der A4 mischte sich jedoch Axel erstmalig ein und brachte einen LKW zu Fall um einen kleinen Stau zu erzeugen. Nach 30 Minuten hatten wir diesen jedoch passiert und waren pünktlich in Chemnitz. 
Richtig lustig gestaltete sich die Fahrt von Chemnitz nach Holzhau. Sicherheitshalber waren wir schon kurz nach 14 Uhr wieder abgefahren. Wollten wir doch den Großteil der Strecke bei Tageslicht bewältigen. Winter bringt halt dieses Wetter, mit Schnee, Wind und deren Nebenwirkungen. Ändern lässt sich das nicht - aber darauf einstellen kann und sollte man sich. Noch vor Gelenau hatte Axel etwas Schnee auf die Straße geweht. Hinter Scharfenstein wurde es dann haarig. Axel leistete von nun an ein Komplettes Paket von Schneetreiben, verwehten Straßen und starken Böen.  Besonders den großen LKW wurde das zum Verhängnis. Mehrfach kamen wir an liegengebliebenen Fahrzeugen gerade so vorbei. Letztlich kamen wir aber gut an - und nur das zählt. Als Belohnung gab es "Rechenberger" und Kalmus. 

Nach geruhsamem Schlaf und leckerem Frühstück, starteten wir einen kleinen Spaziergang in der herrlichen Winterlandschaft. 

Auch solche Kurzbesuche können schön sein.

Walter Richter liefert uns einen schöne Winteransicht.